Es ist wieder Krieg in Europa. Das macht uns bei Schüler*innen Helfen Leben fassungslos – genau wie Schüler*innen, Lehrkräfte und Schulen im ganzen Land. Wir wollen nicht tatenlos zuzusehen: Bei Schüler*innen Helfen Leben schließen sich junge Menschen zusammen, um schnelle Nothilfe und mittelfristige Unterstützung für die Menschen aus der Ukraine zu leisten. Das gilt auch für den Sozialen Tag 2022. Der Soziale Tag ist die Schulaktion für langfristige Unterstützung von Kindern und Jugendlichen. Jährlich setzen sich seit Jahrzehnten über 60.000 Schüler*innen für Gleichaltrige in schwierigen Lebenslagen ein. Dazu gehören insbesondere auch Opfer von bewaffneten Konflikten. Das war in den 1990er Jahren während der Kriege in Ex-Jugoslawien der Fall, ebenso wie in den letzten zehn Jahren im Kontext des Syrien-Konflikts. Und es gilt auch jetzt.

In den Grenzgebieten zur Ukraine sowie in der Westukraine selbst haben wir Nothilfe-Projekte für ankommende und durchreisende Flüchtende und Binnenvertriebene gestartet und werden sie in den kommenden Wochen je nach Bedarf weiter flexibel ausbauen. Lublin (Polen) ist die erste größere Stadt nach dem Grenzübertritt. Dort bieten die Freiwilligen unseres Partners Betreuung für Kinder, psychologische Unterstützung und bringen Lebensmittel sowie Medikamente zu den Grenzübergängen. In der Republik Moldau haben unsere Partner begonnen, mittelfristige Unterkünfte für geflüchtete Familien in mehreren Dörfern einzurichten. Gerade Kinder sollen nicht dauerhaft in Notunterkünften leben müssen. In Czernowitz, Südwesten der Ukraine, werden mit den Spenden Lebensmittel, Hygieneartikel und Medikamente für Flüchtende bereitgestellt. Im polnischen Kielce stehen aktuell die Verteilung von Lebensmitteln und Kleidung sowie psychologische Beratung und die Betreuung von Kindern im Vordergrund. Bei unseren Partnern im westukrainischen Lwiw werden vielseitige Freizeit- und Bildungsaktivitäten für junge Binnenvertriebene angeboten.

Zusätzlich zu den lokalen Nothilfeangeboten in der Ukraine und den Grenzgebieten, wollen wir auch junge Menschen in ihrem Engagement für Geflüchtete hier in Deutschland unterstützen. Dafür stellen wir den SHL-Aktionsfonds in Höhe von 10.000€ zur Verfügung! Damit wollen wir junges Engagement finanziell fördern, bspw. bei Nachbarschaftshilfe für flüchtende Menschen oder der Organisation von Spendenveranstaltungen.

Genauere Informationen zu den unterstützten Projekten der Ukraine-Nothilfe unten.

Im Rahmen unserer Ukraine-Nothilfe bleiben wir zusammen mit unseren Partner*innen vor Ort flexibel, um auf sich beständig ändernde Bedarfe reagieren zu können. Für den Sozialen Tag nehmen wir in den nächsten Wochen auch mittelfristige Unterstützungsbedarfe in den Blick und starten – je nach Spendenerfolg des Sozialen Tages – auch längerfristige Projekte.

Alle Organisationen, mit denen wir arbeiten, sind unabhängig von Regierungen und Behörden und fußen auf freiwilligem Engagement. Hierbei verfolgen wir den Ansatz, insbesondere mit kleinen lokalen Organisationen und ehrenamtlichen Helfer*innen direkt tätig zu werden. So stellen wir sicher, dass die Unterstützung besonders schnell ankommt und ihre volle Wirkung entfaltet. Sie setzen sich zudem für alle Flüchtenden aus der Ukraine ein, unabhängig von deren Nationalität und Herkunft.

NDR-Beitrag vom 22.04.2022 zu unserer Nothilfe-Arbeit:

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Fotos: Maciej Rukasz

Unsere Projekte in der Ukraine-Nothilfe