Bereits seit 1993 – nur ein Jahr nach dem Beginn der Arbeit von Schüler Helfen Leben (SHL) in Deutschland – sind wir in Bosnien und Herzegowina aktiv. Während des Krieges, der von 1992 bis 1995 dauerte, wurden von SHL nicht nur Hilfsgüter in die Region geschickt, sondern direkt beim Wiederaufbau von Kindergärten und Schulen geholfen.

Wie alles begann…

Ab 1996 begann die Arbeit eines damals noch sehr kleinen Büros in Sarajevo. Die Freiwilligen und Mitarbeitenden förderten landesweit Projekte, die in der Nachkriegszeit Jugendengagement stärkten. Dazu gehörte der Aufbau von SV-Strukturen an Schulen, Jugendzentren und -kultur und außerschulischen Bildungsangeboten.

Aus diesen Anfängen wurde unser zweites Stiftungsbüro, das in der Region als wichtiger Akteur im Bereich Jugendbildung, Jugendengagement und Jugendpolitik bekannt ist. Das Büro sitzt immer noch in Sarajevo, der Hauptstadt Bosnien und Herzegowinas. Das Team besteht inzwischen aus zehn Mitarbeitenden, die in fünf Bereichen aktiv sind. Um die Arbeit von SHL in Deutschland zu unterscheiden, sprechen wir von „SHL BiH“ – BiH steht dabei für die Abkürzung für Bosnien und Herzegowina.

„Stand Up, Move On, Power Up!“ – Unsere Bildungsangebote

Pro Jahr werden etwa 20 Seminare für bis zu 400 Jugendliche und junge Erwachsene angeboten. Diese haben zum Ziel, die Teilnehmenden aus ganz Bosnien und Herzegowina durch konkrete Aktionen im eigenen Umfeld zu empowern und ihnen zu zeigen, dass sie selbst einen Beitrag zu Verbesserungen in ihrem Land leisten können.

Bis zu sechs Seminare finden außerhalb Sarajevos statt, um Jugendlichen aus dem ländlichen Raum einen leichteren Zugang zu ermöglichen. Die meisten Seminare finden allerdings im SHL House in Sarajevo statt. Auch das SHL House hat eine spannende Geschichte: Es war das erste Haus, das eine internationale Organisation nach dem Krieg 1992-95 erwerben durfte und wurde von deutschen Freiwilligen renoviert.

Mehr Informationen findet ihr auf www.shl.ba und auf Facebook.

Aktuelles 

Das SHL Büro in Sarajevo musste sich wie die Büros in Berlin, Lübeck und Neumünster aufgrund der aktuellen Lage schnell neue Ideen finden um ihre Arbeit, mit Jugendlichen aus ganz Bosnien und Herzegowina, auch trotzt des aktuellen ,,Kontaktverbotes“ fortzuführen. Aida die Leiterin des Büros gibt uns einen kurzen Eindruck, wie sie und ihr Team mit der Situation umgehen.