Unsere Partnerorganisation, die Ukrainisch-Deutsche Kulturgesellschaft Czernowitz, unterstützt vor Ort aktuell vor allem binnenvetriebene Familien mit einer ersten Grundversorgung. Darüber hinaus stellen sie Informationen für deutsche Medien bereit und beraten Flüchtende über Möglichkeiten der Aus- und Weiterreise.

  • Ort, Land:
    Czernowitz, Ukraine
  • Partnerorganisation:
    Ukrainisch-Deutsche Kulturgesellschaft Czernowitz
  • Laufzeit:
    18.03.2022-31.08.2022

Die Lage in der Ukraine ist nach dem Angriff Russlands unübersichtlich. In dem Land mit 44 Millionen Einwohner*innen sind Millionen Menschen auf der Flucht. Viele versuchen, sich im Ausland in Sicherheit zu bringen oder suchen dort Freund*innen und Verwandte auf. Männer zwischen 18 und 60 Jahren dürfen das Land nicht verlassen. Viele Menschen sorgen sich zudem, ihre Häuser oder Wohnungen zurückzulassen.

Aufgrund der geographischen Lage führen viele der Fluchtrouten nach Westen. Die Regionalhauptstadt Czernowitz im Südwesten stellt einen wichtigen Transitpunkt dar. Zudem kommen dort auch Binnenvertriebene unter.

Unser Partner vor Ort, die Ukrainisch-Deutschen Kulturgesellschaft Czernowitz, organisiert Sachspenden und Hilfsgüter für durchreisende Menschen, die vor Ort oder am nächstgelegenen Grenzübergang zu Rumänien bereitgestellt werden. Schwerpunktmäßig werden von den Spenden derzeit Medikamente, Lebensmittel, Babynahrung und Hygieneartikel beschafft. Darüber hinaus stellen sie Informationen für deutsche Medien bereit und beraten Flüchtende über Möglichkeiten der Aus- und Weiterreise.

„Es sind schon viele Menschen in Czernowitz angekommen. Die Solidarität und der Zusammenhalt sind groß. Viele Einwohner*innen sind zusammengerückt, um Platz für Geflüchtete zu schaffen. Es gibt Notunterkünfte in den Studentenwohnheimen, in Schulen und Turnhallen, überall, wo es sich einrichten lässt. Viele Menschen spenden Lebensmittel und die notwendigsten Gebrauchs- und Hygieneartikel, obwohl sie selbst nicht so viel zur Verfügung haben. Auch aus Rumänien erreichen uns viele Hilfsgüter“, sagt Oxana von der Ukrainisch-Deutschen Kulturgesellschaft Czernowitz. Für die Süddeutsche Zeitung berichtet Oxana in tagebuchähnlichen Einträgen von ihren Erfahrungen. Hier können Einblicke in ihren aktuellen „Alltag“ und die Koordinierung der Hilfsleistungen gewonnen werden.

Die über Schüler Helfen Leben bereitgestellten Spenden werden gezielt für die Versorgung von flüchtenden Kindern in Czernowitz und Umgebung eingesetzt. Der offiziellen Statistik zufolge sollen sich bereits ca. 12.000 Kinder und Jugendliche auf der Flucht mit ihren Familien dort aufhalten.

Update (05.04.2022): Unsere Partnerorganisation nimmt Transporte mit humanitären Gütern an der rumänisch-ukrainischen Grenze entgegen und verteilt diese in Czernowitz und umliegenden Gemeinden an Notunterkünfte und Einzelpersonen. Mit den letzten Transporten wurden vor allem Medikamente, Lebensmittel, Trinkwasser, Kleidung und Bedarfsgegenstände für Kinder geliefert. In den Studierendenwohnheimen der lokalen Universität wurden Notunterkünfte eingerichtet. Dafür wurden von den Spenden auch Waschmaschinen und Kochplatten angeschafft. Außerdem unterstützt die Organisation Evakuierungsaktionen der lokalen Bevölkerung.

Bildergalerie

Tagesschau-Beitrag zur Lage in Czernowitz vom 12.03.2022

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Weitere Informationen

Alle Organisationen, mit denen wir arbeiten, sind unabhängig von Regierungen und Behörden und fußen auf freiwilligem Engagement. Hierbei verfolgen wir den Ansatz, insbesondere mit kleinen lokalen Organisationen und ehrenamtlichen Helfer*innen direkt tätig zu werden. So stellen wir sicher, dass die Unterstützung besonders schnell ankommt und ihre volle Wirkung entfaltet. Sie setzen sich zudem für alle Flüchtenden aus der Ukraine ein, unabhängig von deren Nationalität und Herkunft.

Im Rahmen unserer Ukraine-Nothilfe bleiben wir zusammen mit unseren Partner*innen vor Ort flexibel, um auf sich beständig ändernde Bedarfe reagieren zu können.

Regelmäßig aktualisieren wir die Informationen zu den genauen Projektaktivitäten an dieser Stelle sowie in unserer weiteren Öffentlichkeitsarbeit.