An acht Standorten in der Ukraine kommen junge Binnengeflüchtete in den lokalen Gemeinschaften an. Die Kinder und Jugendlichen erhalten Möglichkeiten zur Beschäftigung und Traumabewältigung und ihre Familien werden entlastet. Das Projekt wird selbstorganisiert von jungen Ehrenamtlichen unterstützt, die vor Ort gut vernetzt sind.

  • Ort, Land:
    Ukraine: Verkhovyna; Stryi; Chervonograd; Poltava; Kyiv; Chernivtsi; Ivano-Frankivsk; Lviv
  • Partnerorganisation:
    Alliance of Development
  • Laufzeit:
    15.10.2022-15.10.2023

Der Krieg betrifft junge Menschen in der Ukraine besonders. Die Flucht, das Abbrechen der Ausbildung und die Sorge um Familienmitglieder traumatisiert Kinder, Jugendliche und ihre Eltern. In der Ukraine sind ca. 6 Millionen Menschen geflüchtet, ein Großteil davon Frauen und Kinder, die sich nun an ihren neuen Wohnorten zurechtfinden müssen. An dieser Stelle setzt das Projekt „Shelter“ an, das ursprünglich als Nothilfe-Projekt in der Region Verkhovyna und in Lviv begann.

Diese „Shelters“ waren so erfolg- und ergebnisreich, dass es schnell große Nachfrage aus anderen Städten gab und das Projekt auf sechs weitere Standorte ausgeweitet werden konnte. Im Mittelpunkt stehen die Einbindung in lokale Gemeinschaften und Entlastung, Ablenkung und Empowerment der lokalen und geflüchteten Bevölkerung. Die angebotenen Aktivitäten sind vielfältig und auf die Bedarfe vor Ort abgestimmt.

Es werden Freizeitbeschäftigungen für Kinder und Jugendliche angeboten, wie Schach-, Fecht-, Schwimm-, oder Yogakurse, Kinoabende, Kreativstunden, Waldschule, Tanzen oder Robotikkurse. Eltern werden dadurch entlastet und können sich zusätzlich in Sprachkursen und Weiterbildungen qualifizieren, um das Einleben am neuen Wohnort und die Suche nach einer neuen Arbeit zu erleichtern. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Traumabewältigung, die sich sowohl an Kinder und Jugendliche als auch an ihre Eltern richtet. Verschiedene Therapiearten werden angeboten, um die Folgen des Krieges verarbeiten zu können. Rechtliche und medizinische Beratungen ergänzen das Angebot.

Das Besondere an den Angeboten für Kinder ist, dass sie von jungen Menschen für junge Menschen organisiert werden: Kinder und Jugendliche zwischen 4 und 16 Jahren können an den Angeboten teilnehmen. Ältere Jugendliche und Geflüchtete werden als Trainer*innen eingesetzt. So soll ein gemeinsamer, selbstorganisierter Raum zur gegenseitigen Unterstützung entstehen, der sich schnell an die wechselnden Anforderungen anpassen kann.

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