Menschenhandel ist in Serbien ein ernst zunehmendes Problem: Kinder und Jugendliche, diskriminierte Minderheiten und Geflüchtete sind besonders stark betroffen. Personen, die gefährdet oder Opfer von Menschenhandel sind, werden durch enge Begleitung und Betreuung unterstützt, wieder in die Gesellschaft integriert zu werden.

  • Ort, Land:
    Belgrad, verschiedene Orte in Serbien
  • Partnerorganisation:
    Atina
  • Laufzeit:
    01.09.2015 - 31.08.2018
  • Jährliche Fördersumme:
    ca. 32.000 €

Herausforderungen

Die Mehrheit der Opfer von Menschenhandel hat keine Chance, wieder in die Gesellschaft integriert zu werden, da es kaum staatliche Maßnahmen und Programme für sie gibt. Sie werden statistisch nicht erfasst und die von der Regierung verwendete Definition von Menschenhandel ist so formuliert, dass die vielen unterschiedlichen Formen davon nicht einbezogen sind.

Handlungsansätze

Ziel des Projekts ist es, Kinder und Jugendlichen und anderen potenziell Gefährdeten oder Opfern von Menschenhandel, Perspektiven zu eröffnen und sie in die Gesellschaft zu integrieren. Dabei sollen sie in guter körperlicher und seelischer Verfassung sein, eine bessere Perspektive auf Unabhängigkeit und Selbstständigkeit erlangen sowie Mechanismen erlernen, wie sie sich und andere schützen können. Jeder Mensch wird als Individuum gesehen und das Programm wird an den Einzelnen angepasst.

Dies geschieht über verschiedene Wege, unter anderem psychologische Betreuung, Integration in das formale Bildungssystem und Workshops wie Schmuckbasteln und -verkauf, bei dem sie zusätzlich Taschengeld verdienen können. 2015 entstand das erste Social Business, der Bagel Shop, bei dem Mädchen und Frauen arbeiten, die Opfer von Menschenhandel waren.

Das Besondere

Die Organisation reagiert unmittelbar auf Anliegen und kann sich schnell auf die Bedürfnisse der Menschen vor Ort einstellen. Hier haben Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, sich aktiv im Projekt einzubringen, für sie wichtige Probleme zu diskutieren und gemeinsam mit dem Projektteam Lösungen zu finden. Außerdem sind minderjährige Geflüchtete Zielgruppe des Projektes.

Weitere Informationen: atina.org.rs