In der albanischen Gesellschaft sind patriarchale Strukturen und geschlechtsspezifische Gewalt ein weit verbreitetes Phänomen. Das Projekt setzt sich für die Rechte von Mädchen und Frauen ein und kämpft mit Bildungsprogrammen gegen geschlechtsspezifische Gewalt. 

  • Ort, Land:
    Tirana und Umgebung, Albanien
  • Partnerorganisation:
    Women’s Network
  • Laufzeit:
    01.09.2016 - 31.08.2018
  • Jährliche Fördersumme:
    ca. 42.000 €

Herausforderungen

Geschlechtsspezifische und häusliche Gewalt sind weit verbreitete strukturelle Probleme in der albanischen Gesellschaft, die nicht nur Frauen und Mädchen, sondern auch ganze Familien negativ beeinflussen. Ein politischer und rechtlicher Rahmen für Prävention wurde geschaffen, um Frauen und Mädchen zu schützen, doch Gewalt wird oft immer noch als Familienangelegenheit akzeptiert und behandelt.

Obwohl die junge Generation Studien zufolge eine aufgeschlossene Haltung gegenüber Geschlechtergerechtigkeit hat, gibt es immer noch viele Kinder und Jugendliche die häusliche und geschlechtsspezifische Gewalt akzeptieren und/oder selbst ausüben.

Handlungsansätze

Es wird ein Mentoring-Bildungsprogramm für gesunde zwischenmenschliche Beziehungen in den Schulen entwickelt und Lehrpläne angepasst. Durch das Engagement verschiedener Akteur*innen (Eltern, Lehrer*innen, Schüler*innen) trägt das Projekt dazu bei, geschlechtsspezifische Gewalt unter albanischen Jugendlichen zu beseitigen.

Frauen und Mädchen ebenso wie Jungen und Männer sollen so mehr Achtung und Respekt, Unterstützung und Freiheit von geschlechtsspezifischer Gewalt in ihren Beziehungen, Partnerschaften, Familien und Gemeinschaften erfahren und somit zu einer gesünderen Gesellschaft beitragen. Durch soziale Medien, ein selbst entworfenes Handbuch und kulturelle Veranstaltungen werden Jugendliche online und offline auf kreative Wege erreicht.

Das Besondere

Albanische Schüler*innen engagieren sich selten in der Zivilgesellschaft, was dazu führt, dass sie bei sozialen Fragen ausgeschlossen sind. Dieses Projekt sorgt dafür, dass Schüler*innen Fähigkeiten erlernen, ihre Stimme zu erheben und ihr erworbenes Wissen weiterzugeben, auch um andere jungen Menschen zu ermutigen, sich gegen geschlechtsspezifische Gewalt einzusetzen. Insgesamt beteiligen sich über 420 Schüler*innen in 14 verschiedenen Schulen aktiv an der Projektumsetzung.

Weitere Informationen: fuqizimirinor.com