Warum?

Geschlechtsspezifische und häusliche Gewalt sind leider ein weit verbreitetes Phänomen in der albanischen Gesellschaft, dass nicht nur Frauen und Mädchen negativ beeinflusst, sondern auch Familien und Gemeinschaften. Geschlechtsspezifische Gewalt hat tiefe Wurzeln in den patriarchalischen Traditionen und Bräuche, die lange die albanische Gesellschaft geprägt haben. Politische und rechtlichen Rahmen für Prävention wurden geschaffen um Frauen und Mädchen zu schützen, doch mehrere Studien deuten darauf hin, dass geschlechtsspezifische Gewalt weiterhin als Familienangelegenheit akzeptiert und behandelt wird. Andererseits wurde festgestellt, dass die Jugendlichen in Albanien eine aufgeschlossene Haltung gegenüber Geschlechterfragen und Chancengleichheit haben.

Jedoch gibt es immer noch viele, die einige Arten von Gewalt akzeptieren und ausüben. Vor allem für diejenigen, die Missbräuche oder Gewalt zu Hause erlebt haben, ist es schwer, zwischen Sorge, Kontrolle und Gewalt zu unterscheiden.

Was?

Ziel des Projekts ist es ein „Peer to Peer“ Bildungsprogramm für gesunde Beziehungen in den Schulen zu entwickeln und auch durch das Engagement verschiedener Akteure (Eltern, Lehrer*innen) beizutragen geschlechtsspezifische Gewalt unter albanischen Jugend zu beseitigen.

Das Projekt soll bewirken, dass Frauen und Mädchen, ebenso wie Jungs und Männer in Albanien mehr:

  • Achtung und Respekt
  • Unterstützung und
  • Freiheit

von geschlechtsspezifischer Gewalt in ihren Beziehungen, Partnerschaften, Familien und Gemeinschaft erfahren und somit zu einer gesünderen Gesellschaft beitragen.

Wie?

Die Initiative wird von vier Elementen zusammengesetzt:

  1. Bildung – Missbrauch, Gewalt und Geschlechterstereotypen identifizieren und auf das damit verbundene Risikoverhalten aufmerksam machen
  2. Engagement – lernen gesunden Beziehungen zu entwickeln und das gewonnen Wissen weitertragen
  3. Soziales Marketing – durch soziale Medien und kulturelle Veranstaltungen Jugendliche online und offline auf kreativen Wegen erreichen
  4. Politik und Gesellschaft beeinflussen – Lehrpläne an den Schulen anpassen, verschiedene Akteure für das Thema gewinnen

Das Besondere

Albanischen Schüler*innen engagieren sich selten in der Zivilgesellschaft, was dazu führt, dass sie bei sozialen Fragen ausgeschlossen sind und keine Lösungen provozieren.

Dieses Projekt wird dafür sorgen, dass Schüler*innen Informationen bekommen und Fähigkeiten erlernen um zu verstehen was gesunde Beziehungen sind, damit sie ihr Wissen weiterleiten können und auch andere junge Menschen ermutigen, ihre Stimme gegen geschlechtsspezifischer Gewalt zu heben.

Ungefähr 60 Schüler*innen werden sich in der Projektumsetzung aktiv beteiligen; Die Schüler*innen kommen aus 14 verschiedenen öffentlichen- und Beruf-Schulen in Albanien. Um die soziale Repräsentation zu gewährleisten, werden die Schüler nach Geschlecht, sozialem Status und aus verschiedenen religions-, ethnischen und minderheits- Gemeinschaften ausgewählt.

Mehr Informationen zu Women’s Network Equality in Decision Making:

fuqizimirinor.com

  • Ort, Land:
    Tirana/Albanien
  • Partnerorganisation:
    Women’s Network Equality in Decision Making
  • Laufzeit:
    01.09.-31.12.2019