Ziel des Projekts ist es, Kinder und Jugendliche in Geflüchteten-Camps und in jordanischen Städten und Gemeinden durch Capoeira in ihrem Selbstbewusstsein, ihrem psychischen Wohlbefinden und ihrem Umgang miteinander zu stärken.

  • Ort, Land:
    Mehrere Orte (in und außerhalb von Camps), Jordanien
  • Partnerorganisation:
    Capoeira4Refugees
  • Laufzeit:
    01.11.2017 - 31.12.2018
  • Jährliche Fördersumme:
    ca. 30.000 €

Herausforderungen

Kinder und Jugendliche sind besonders stark von den Folgen einer Flucht betroffen. Sie verpassen in der Regel Schulzeit, müssen häufig schon früh zum Familieneinkommen beitragen und dazu auch mit den schwierigen Erfahrungen von Krieg, Flucht und Verlust des bekannten Umfelds umgehen. Es fehlt Zugang zu Bildung und zu Angeboten, die helfen, sich auszudrücken, Erlebnisse zu verarbeiten, und gemeinsam Freizeit zu gestalten.

Handlungsansätze

Im Zentrum des Projektes steht Capoeira. Capoeira ist sowohl „Kampfkunst“ als auch Tanz und Musik und ein sehr guter Weg, um mit Jugendlichen in schwierigen Kontexten zu arbeiten. Es gibt keine Gewinner*innen und Verlierer*innen, gemeinsames Spiel steht im Vordergrund. Die Verbindung von Sport, Tanz und Musik macht Spaß und schafft ein Ventil. So hilft Capoeira, das Selbstbewusstsein und Wohlbefinden zu stärken und Konflikten in und zwischen Gemeinschaften vorzubeugen.

Das Besondere

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse, dass Bewegung und Musik ein guter Weg sind, um mit Krisensituationen umzugehen, finden in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen häufig Anwendung. Capoeira bietet durch seine Entstehungsgeschichte jedoch ein ganz besonderes Identifikationspotential für die jungen Kursteilnehmenden. Die Kampfkunst wurde von Sklav*innen in Brasilien entwickelt, um mit der ihnen aufgezwungenen Lebenssituation umzugehen.

Weitere Informationen: capoeira4refugees.org