NEUMÜNSTER. Diesen August tritt die 18-jährige Irmel Bünemann ihren Freiwilligendienst bei der Jugendorganisation Schüler Helfen Leben an. Dort wird sie im folgenden Jahr in einem neunköpfigen Team, das ausschließlich aus jungen Freiwilligen besteht, an der Organisation des Sozialen Tages sowie an der Deutschlandarbeit mitwirken.

Schüler Helfen Leben ist eine Initiative von Jugendlichen für Jugendliche. Sie fördert und betreibt Jugend- und Bildungsprojekte in Südosteuropa, Jordanien und Deutschland mit den Themenschwerpunkten Antidiskriminierung, Jugendengagement und der Unterstützung von Geflüchteten. Einmal im Jahr richtet Schüler Helfen Leben deutschlandweit den Sozialen Tag aus, an dem Schülerinnen und Schüler einen Tag lang die Schulbank gegen einen Arbeitsplatz tauschen und ihren Lohn für Gleichaltrige spenden.

Irmel bildet dabei zusammen mit zwei anderen Freiwilligen das Team der Regionalkoordination. Dieses ist im Laufe des Freiwilligen Sozialen Jahres viel unterwegs und besucht am Sozialen Tag teilnehmende Schulen in ganz Deutschland. Dort stellt sie mit ihren Freiwilligenkollegen die Organisation und die Projektregionen Südosteuropa und Jordanien vor. Zudem führt sie mit den Schülerinnen und Schülern von der ersten Klasse bis zur Oberstufe Workshops zu Themen wie beispielsweise Inklusion und Chancengleichheit durch.

Irmel freut sich auf die zukünftige Arbeit: „Ich komme gerade erst aus der Schule und kann mich deshalb teilweise besser mit Jugendlichen identifizieren. Außerdem haben sie eine witzige, erfrischende Perspektive.“ Die starke Vertretung von Jugendlichen war auch einer der Aspekte, der sie an Schüler Helfen Leben gereizt hat: „Jeder kann sich hier auf die Art und Weise einbringen, wie er möchte, und wird dafür respektiert. Das finde ich klasse!“

Am Freiwilligendienst bei Schüler Helfen Leben hat sie insbesondere die Zusammenarbeit mit anderen Freiwilligen angesprochen. Trotzdem hat sie auch einige Bedenken: „Wir leben, arbeiten und verbringen den ganzen Tag zusammen. Das macht Spaß, ist aber nicht immer leicht.“ Irmel nimmt diese Herausforderung gerne an: „Während des Freiwilligendienstes werden wir gemeinsam Erfahrungen machen, die unter anderen Bedingungen unvorstellbar gewesen wären. Außerdem merke ich jetzt schon, dass meine sozialen Kompetenzen seit Beginn des Freiwilligen Sozialen Jahres stark gewachsen ist. Dieses Jahr wird ohne Zweifel eine enorme Bereicherung!“

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