NEUMÜNSTER. Diesen August tritt die 19-jährige Frederike Hörcher ihr Freiwilliges Soziales Jahr bei der Jugendorganisation Schüler Helfen Leben an. Dort wird sie im folgenden Jahr in einem neunköpfigen Team, das ausschließlich aus jungen Freiwilligen besteht, an der Organisation des Sozialen Tages sowie an der Deutschlandarbeit mitwirken.

Schüler Helfen Leben ist eine Initiative von Jugendlichen für Jugendliche. Sie fördert und betreibt Jugend- und Bildungsprojekte in Südosteuropa, Jordanien und Deutschland mit den Themenschwerpunkten Antidiskriminierung, Jugendengagement und der Unterstützung von Geflüchteten. Einmal im Jahr richtet Schüler Helfen Leben deutschlandweit den Sozialen Tag aus, an dem Schülerinnen und Schüler einen Tag lang die Schulbank gegen einen Arbeitsplatz tauschen und ihren Lohn für Gleichaltrige spenden.

Frederike, genannt Fredi, übernimmt dabei die Stelle der Schulkoordination. Dies zeichnet sie als eine der Hauptverantwortlichen des Sozialen Tages aus. Sie ist dafür zuständig, den teilnehmenden Schulen alle nötigen Informationen über den Sozialen Tag und Schüler Helfen Leben im Allgemeinen zu vermitteln. Durch ihre Stelle hat Fredi die Chance, Tausende von Schülerinnen und Schülern dazu zu motivieren, sich ehrenamtlich zu engagieren.

In der Planung des Sozialen Tages hat Fredi bereits Erfahrung, denn 2016 hat die Kielerin diesen an ihrer Schule organisiert, wodurch sie auf Schüler Helfen Leben aufmerksam wurde. Auch in den folgenden Jahren engagierte sie sich regelmäßig bei der Jugendorganisation. Im letzten halben Jahr war sie beispielsweise dafür verantwortlich, ein Veranstaltungsvideo zu produzieren. Das Videoschneiden gehört neben Klavier, Theater und Sport zu Fredis liebsten Freizeitaktivitäten und auch für ihren Freiwilligendienst hat sich Fredi vorgenommen, Schüler Helfen Leben durch weitere Videos zu unterstützen.

Obwohl Fredi bereits für eine relativ lange Zeit bei Schüler Helfen Leben aktiv war, war die Entscheidung, bei der Organisation ein Freiwilliges Soziales Jahr zu machen, relativ spontan. Fredi, die im Jahr 2017 ihr Abitur machte, hatte sich im Jahr darauf bereits in Südamerika sozial engagiert und anschließend vor, Medienproduktion zu studieren. Nun hat sie ihr Studium zugunsten sozialen Engagements um ein weiteres Jahr aufgeschoben. Als Grund für die Entscheidung, sich noch intensiver für die Organisation einzusetzen nennt sie: „Bei Schüler Helfen Leben hat mir immer schon gefallen, dass jede Meinung akzeptiert und jede Stimme gehört wird. Außerdem wird jeder dazu ermutigt, sich einzubringen und sich zu engagieren. Man fühlt sich einfach wohl, man selbst zu sein, egal ob vor den anderen Freiwilligen oder vor der Geschäftsführung!“

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