Komm mit auf unsere Camps!

Unsere Camps

Du möchtest deine Ferien sinnvoll nutzen, erfahren welche Probleme junge Menschen im Südosten Europas beschäftigen und zugleich in die Welt von SHL und seiner Projektpartner eintauchen? Dann melde dich an zu unseren Camps, reise mit anderen Jugendlichen über den Balkan und gewinne Einblick in die Arbeit von Deutschlands größter jugendlich geführter Hilfsorganisation!

Wer begleitet mich?
Schüler Helfen Leben ist eine 1992 während der Jugoslawienkriege von Schülerinnen und Schülern gegründete Organisation, die im Bereich der Bildungs-, Jugend- und Friedensarbeit tätig ist. Begleiten wird dich ein ehemaliger Auslandsfreiwilliger, der sich in der Region und mit den Projekten von SHL gut auskennt.

Was erwartet mich?
Auf dem zehntägigen Programm stehen u.a. der Besuch verschiedener Städte, Vereine und Organisationen, beeindruckende Busfahrten, Ausflüge in traditionelle Kaffee-Bars und Pita-Stuben. Am genauen Programm für das nächste Camp wird gerade gearbeitet!

Wie kann ich mitmachen?
Wenn du mindestens 16 Jahre alt, ein wenig abenteuerlustig und offen gegenüber anderen Menschen bist, dann bist du genau die richtige Person für unsere Camps. Das Herbstcamp befindet sich momentan in der Planung, eine Anmeldung ist noch nicht möglich. Davon erfährst Du am zuverlässigsten, wenn Du Dich zu unserem Newsletter anmeldest:


Das Ostercamp 2017

Von 10.-21.4.2017 war es wieder soweit: Das SHL-Ostercamp - angeleitet vom ehemaligen Balkan-Freiwilligen Patrick – bot acht jungen Menschen die Möglichkeit, Bosnien-Herzegowina zu erkunden, mit gleichaltrigen BosnierInnen zusammenzutreffen und die SHL-Projektpartner vor Ort kennenzulernen.

Lest im Reisetagebuch der Teilnehmerinnen Lisa, Paula und Dana über die Eindrücke und Erlebnisse der Ostercamper:


Puppentheater bei Genesis

Unsere elftägige Reise beginnt am 10. April mit einer Nachtbusfahrt von München nach Banja Luka, der zweitgrößten Stadt Bosniens im Norden des Landes. Ziemlich gerädert von 12h Fahrt und mehreren gründlichen Grenzkontrollen, erreichen wir in den Morgenstunden Banja Luka.

Da wir alle ziemlich erschöpft und müde beim Hostel Cuba ankommen, gönnt sich die Hälfte erst einmal ne Mütze Schlaf. Draußen in der Sonne sitzend haben wir eine interessante Unterhaltung mit dem Serben Sascha, der uns die ersten Eindrücke vom Leben in Bosnien und Herzegowina gibt. Er studiert Medizin und hat vor in Deutschland zu arbeiten, denn viele Jugendliche verlassen das Land.

Nach unserem Brunch besuchen wir gemeinsam das Büro der Organisation Genesis und treffen dort auf ein tolles Team von engagierten Menschen um die sehr gesprächige Dijana. Sie erzählt uns von ihren Projekten: Die MitarbeiterInnen von Genesis gehen zu den sogenannten “ Zwei Schulen unter einem Dach“, arbeiten mit Kindern verschiedener Ethnien und wollen Brücken bauen in einer gespaltenen Gesellschaft.

Eine Gruppe Streuner … und vier Hunde

Die tolle Betreuung und der mehr als gelungene Start ins Camp enden am nächsten Tag mit einer von Dijana organisierten Stadtführung durch die Innenstadt. Nachmittags reisen wir weiter ins nahegelegene Jajce. Eine spannende und holprige Busfahrt führt uns durch das Gebirge entlang der Vrbas-Schlucht: Hier zeigt sich BiH wirklich von seiner hübschesten Seite. In Jajce werden wir von den Wasserfällen begrüßt und bekommen Begleitung von einem Haufen süßer Straßenhunde.

Auf der Burg von Jajce

Jajce ist die kleinste Stadt auf unserer Reise durch Bosnien. Da passt der Name, denn Jajce bedeutet soviel wie „kleines Ei“. Bereits am Folgetag halten uns die Einheimischen für verrückt, weil wir die deutsche Reisegruppe sind, die schon im Frühling in den Pliva-Seen schwimmen gehen. In Jajce sehen wir außerdem zum ersten Mal die prägenden Spuren des Krieges: viele kleine Einschusslöcher in den Fassaden, große Löcher, die wieder zugemauert wurden und immernoch komplett zusammengebrochene Häuser.

Auch erzählt uns Aida von der Jugendorganisation COD Jajce von deren Programm (Austauschprojekten, Workshops, Weiterbildungen etc.) und führt uns anschließend durch die Altstadt mit seinen mittelalterlichen Überbleibseln: von den bitterkalten Katakomben bis zu der Festung, deren Ruinen über der Stadt thronen. Außerdem besuchen wir die „Mala škola“ (Vorschule) im Jugendzentrum: Burgen bauen, Lego spielen, Auto fahren - das geht auch auf Bosnisch!

Na, wer erkennt das SHL-Logo?

Die Brückenstadt Mostar ist unser nächstes Ziel. Mit der „Stari Most“ als Wahrzeichen zieht die Stadt vor allem Touristen an und zahlreiche kleine Souvenirshops säumen die engen Gassen der Altstadt.

Mit den Leuten von ASuBiH

Nach der Touri-Dröhnung geben uns Selma, Bega und Andrea am Nachmittag einen Einblick in ihren engagierten Alltag: Sie sind bei der landesweiten Schülervertretung ASuBiH aktiv und erzählen uns von ihren Projekten und wie wenig sie von den konstruierten Unterschieden zwischen den verschiedenen Religionen und Ethnien halten. Und auch bei einer Probe eines Jugend-Chors dürfen wir noch vorbeischauen: Gänsehaut pur!

Sarajevo bei Regen

Untergebracht im SHL-Haus verbringen wir dann die Ostertage in der Hauptstadt Sarajevo. Essensmäßig versorgen wir uns dort meist selbst: Ohne Ajvar, Eurocreme und Plasma-Keksen läuft da gar nichts mehr… Während unserer Stadterkundung fliehen wir – aufgrund von Dauerregen – erstmal ins ehemalige Rathaus. Die makellose Fassade und die bunten Verzierungen trügen: Noch vor wenigen Jahren war das Gebäude ein einziger Kriegstrümmer. Ein paar Schritte weiter, genau da wo das tödliche Attentat auf Franz Ferdinand verübt wurde, startet unsere Stadtführung. Wir begeben uns auf die Spuren von Sarajevos teilweise wirklich brutaler Vergangenheit: Keine Stadt in Bosnien verzeichnete so viele Opfer in so kurzer Zeit wie Sarajevo. Beeindruckend sind die „Sarajevo roses“, Granateneinschläge, die von den Bewohnern mit rotem Harz aufgefüllt wurden, um an die Opfer zu erinnern. Unser Guide Tarek versorgt uns zwischendurch immer wieder mal mit Insiderwissen: Wir lernen wie hochkompliziert ein traditioneller bosnischer Kaffe gekocht werden muss, wo es das beste Baklava der Stadt gibt, dass man beim Schachspielen auf den öffentliche Plätzen manchmal Tage auf eine Partie warten muss und dass Muslime und Christen sich einen geheimen Wettkampf im: „Wer-hat-den-höchsten-Turm“ liefern.

Während des Seminars mit bosnischen Jugendlichen

Nach einem vormittäglichen Treffen mit Adnan von SHL Sarajevo und Mitg