
Langfristige Hilfe für den Balkan
Das Engagement von Schüler Helfen Leben in Deutschland und auf dem Balkan
Schüler Helfen Leben (SHL) wurde während der Jugoslawienkriege 1992 von Schülerinnen und Schülern gegründet, die Hilfsgüter in die Kriegsregion brachten. Seit 1998 richtet SHL den jährlichen Sozialen Tag aus. An diesem Tag tauschen hunderttausende Schülerinnen und Schülern ihr Klassenzimmer gegen einen Job und spenden ihren Lohn für Jugend- und Bildungsprojekte in Südosteuropa. Welche Projekte unterstützt werden, entscheiden Schülerinnen und Schülern auf dem Projektauswahltreffen vor dem Sozialen Tag. Derzeit fördert SHL Projekte in den Ländern Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Mazedonien und Serbien.
SHL hat auch fünf eigene Projekte in Südosteuropa - mit lokalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und jungen Menschen aus Deutschland, die im Rahmen eines Freiwilligendienstes dort sind. Also: kein großer Apparat, keine teuren Werbekampagnen, keine unklare Verwendung der Mittel. Stattdessen ein echtes Anliegen, konkrete Hilfe und ein hohes Maß an Verantwortung.
Die Stiftung Schüler Helfen Leben unterstützt auf dem Balkan Projekte in den Bereichen Bildung, Engagementförderung, Soziale Inklusion benachteiligter Gruppen sowie Friedens- und Versöhnungsarbeit. Zielgruppen der Förderprojekte sowie der eigenen Projekte sind Kinder und junge Menschen im Alter von 4 bis 30 Jahren.
Die Gründung der Stiftung Schüler Helfen Leben in Berlin
Am 1. März 2002 gründete Schüler Helfen Leben e.V. die erste Stiftung Deutschlands, die von jungen Erwachsenen geführt wird: die Stiftung Schüler Helfen Leben. Das Hauptziel ist dabei, die Projekte in Südosteuropa langfristig betreuen und finanziell absichern zu können.
Seit Jahren wachsen die Aufgaben von Schüler Helfen Leben: Das SHL-house in Sarajevo (Bosnien-Herzegowina) und das Jugendzentrum in Orahovac/Rahovec (Kosovo) sind feste Anlaufstellen in der Region geworden, Aktivitäten wie die Schülervertretungs- und Jugendmedienarbeit in Bosnien-Herzegowina, sowie multiethnische Austausche und Kooperationsprojekte erreichen immer mehr Jugendliche. Neue Projekte zusammen mit lokalen Partnern können zu Modellen für ganz Südosteuropa werden.
Damit wächst auch die Verantwortung, die Schüler Helfen Leben in Südosteuropa übernommen hat. Um dieser Verantwortung langfristig gerecht zu werden, mussten Strukturen entwickelt werden, die im Gegenteil zu einem Verein in der Lage sind, langfristige finanzielle Planungssicherheit für die Projekte zu garantieren. Die am besten geeignetste Form war somit eine Stiftung.
Sie ist für die umfassende Betreuung und Finanzierung der laufenden Projekte in Südosteuropa zuständig und hat ihren Sitz in Berlin. Sieben engagierte Mitarbeiter sorgen dafür dass die Spendengelder des Sozialen Tages genau dort ankommen, wo sie am dringendsten benötigt werden.
