Unsere Auslandsfreiwilligen
Zoe

"Nice to meet you, but why are you here" ist oft der erste Satz, den Zoe zu hören bekommt, wenn sie neue Menschen in Zaječar kennen lernt. Offenbar ist die Vorstellung, dass eine deutsche Abiturientin, der sprichwörtlich die ganze Welt offen steht, ausgerechnet die 50.000-Einwohner-Stadt Zaječar im Osten Serbiens, direkt an der bulgarischen Grenze, zu ihrer neuen Heimat auserkoren hat, unvorstellbar. 14 Monate wird sie hier im Omladinski Centar, dem vor zwei Jahren neueröffneten Jugendzentrum Zaječars, das Team der Zaječar Initiative unterstützen, Workshops, Konzerte, Ausstellungen etc. organisieren und sich mit Fundraising und der Vernetzung mit anderen in Serbien arbeitenden NGOs beschäftigen.
Am Wichtigsten und Spannendsten ist es natürlich, Zeit mit den Jugendlichen zu verbringen, mit ihnen Gespräche und Diskussionen zu führen, gemeinsam Kaffee (und ab und zu auch mal Rakija) zu trinken, zu lachen, zu träumen und verrückte Ideen zu spinnen.
Begeistert ist Zoe v.a. von der unglaublichen Herzlichkeit und Offenheit der Menschen in Zajecar, die ihr jeden Tag wieder das Gefühl geben, gut aufgehoben zu sein.
Mittlerweile hat sie sich sogar an das nächtliche Gejaule und Gebelle der Nachbarhunde, die andauernde Hitze, an schlaglochübersäte, staubige Straßen und verrückte Autofahrer gewöhnt und fühlt sich in ihrem neuen Zuhause pudelwohl. Einzig an ausreichend serbischen Sprachkenntnissen mangelt es noch ein bisschen, aber immerhin hat sie sehr positive Erfahrungen im Verständigen mit Händen, Füßen und wildem Gestikulieren gemacht.
Wer neugierig geworden ist und mehr über Zoes neue Heimat Zajecar und ihre Tätigkeit im Jugendzentrum erfahren möchte, kann sie gerne jederzeit mit Fragen löchern und in ihrer neuen Wohnung wartet außerdem ein (leider recht hartes) Gästebett auf spontane Besucher!
Gerne könnt ihr Zoe eine Email senden schreiben.
Maria
Romaprojekt Bijeljina (Otaharin)
Wenn die Sonne morgens langsam aufgeht, die Hunde bellen und die ersten Alarmanlagen aufheulen beginnt Marias Arbeitstag in der schönsten Stadt der Welt, in ihrem neuen zu Hause-in Bijeljina. Bijeljina ist eine dorfähnliche Stadt und liegt im serbischen Teil von Bosnien und Herzegowina direkt im Grenzbereich zu Serbien, vielleicht hat sie auch deshalb so oft das Gefühl das sie eigentlich in Serbien lebt.
Am meisten freut sich Maria auf die tägliche Zusammenarbeit mit den Roma Kindern und Jugendlichen. Sie wird das Programm im Jugendzentrum so viel wie möglich mitgestalten und ihre bisherigen Erfahrungen aus der Kinder und Jugendarbeit einbringen.
Das Programm wird aus diversen Workshops mit verschiedenen Schwerpunkten bestehen, wie kleine Sprachkurse oder kreative Nachmittage gemeinsam mit Nichtroma-Kindern und Jugendlichen um ein vorurteilfreieres Miteinander anzustreben. Denn Vorurteile sorgen dafür, dass die Roma sich in der Schule und auch im allgemeinen Alltag unerwünscht fühlen und nur am Rande der Stadt leben.
Jetzt wird sie aber erst mal die Kultur und die Menschen besser kennen lernen. Das klappt mit einem kleinen Tässchen Kaffee immer ziemlich gut. Und mit dem Fahrrad geht sie immer mal wieder auf Entdeckungstour durch ihre neue Heimat, die sie schon jetzt in ihr Herz geschlossen hat.
Sie würde sich auf jeden Fall riesig freuen ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit euch teilen zu können, also nichts wie ran und fragt mich alles was euch durch den Kopf schießt
Ihr könnt Maria per Mail unter: Email senden erreichen.
Kristian

Romaprojekt Skopje (NADEZ)
Kristian, aus dem Südwesten Sachsen-Anhalts kommend, hat es seit August 2012 für ein Jahr nach Mazedonien, genauer in dessen Hauptstadt Skopje, verschlagen.
Im Rahmen seines SHL-Freiwilligendienstes arbeitet er bei der Organisation "Center for Social Initiative - Nadez" oder einfach C.S.I - Nadez. Diese lokale NGO ist ansässig in Suto Orizari, auch genannt Shukta, einem Stadtteil von Skopje, der überwiegend von Roma bewohnt wird.
Shutka ist ein sehr lebendiger Teil Skopjes, aber auch geprägt von großer Armut, hoher Arbeitslosigkeit und vielen weiteren sozialen Problemen. Wie in vielen anderen Europas auch, haben Roma in Mazedonien keinen einfachen Stand und werden im Lauf ihres Lebens mit vielen gesellschaftlichen Hindernissen konfrontiert.
Ziel der Arbeit von Nadez ist es, v.a. Kinder dabei zu unterstützen, die Schule zu meistern, um die späteren Chancen auf Arbeit, eigenes Einkommen und die Gestaltung des Lebens, entsprechend eigener Wünsche und Vorstellungen, zu verbessern. Die Arbeit von Nadez ist vielseitig: Sie umfasst Hausaufgabenhilfe, Freizeitaktivitäten, Bereitstellung von Schulmaterialien und Kleidung sowie verschiedene Workshops.
In seiner neuen Heimat, lebt er am Rand Skopjes im Ortsteil "Radishani", einem ruhigen, freundlichen, von Bergen umrahmten Ort, der Abends zu ausgiebigen Spaziergängen durch die wundervolle Landschaft einlädt. Über Skopje lässt sich sagen: An allen Ecken gibt es leckeres Obst und Gemüse, sowie an sehr vielen Orten kostenloses W-LAN. Die Mazedonier trinken sehr gern und viel Kaffee. Neben Ruhe und Behaglichkeit lässt sich in Skopje allerdings auch viel erleben: Im Zentrum der Stadt, nördlich des Flusses Vardar in der Altstadt und südlich davon, rund um die Statue Alexanders des Großen, gibt es viele leckere Restaurants, Cafe?s und nette Bars in denen man abends und am Wochenende entspannen kann. Mazedonien, mit einer wunderschönen Landschaft, lädt darüber hinaus ein zu häufigen Ausflügen in die Umgebung, beispielsweise zum atemberaubenden Canyon nach Matka, hoch auf den Vodno, den Hausberg Skopjes oder in den Süden nach Ohrid, zum gleichnamigen größten See Mazedoniens, einem beliebten Bade- und Urlaubsort der Mazedonier.
Auffallend an Mazedoniern ist außerdem die weitverbreitete Gastfreundschaft seiner Bewohner, die auch Kristian in seinen ersten Wochen überwältigt hat. Zum Erlernen der mazedonischen Sprache mit ihrer kyrillischen Schrift muss man kein Sprachgenie sein. Schnell hat man die Grundlagen verstanden und ist in der Lage im Restaurant einen Kaffee zu bestellen, oder einem der vielen neugierigen Taxifahrer Fragen über die eigene Herkunft zu beantworten.
Habt Ihr Fragen über Mazedonien oder seine Arbeit bei Nadez, könnt Ihr Kristian gern eine E-Mail an Email senden schreiben. Er freut sich, seine Erfahrungen mit Euch zu teilen.
Hanna

CK13 Novi Sad
"Ah, du bist aus Deutschland! Und woher genau? Stuttgart, Köln,..?" ?. "Chemnitz? Nein das kenne ich nicht." ?. "In der Nähe von Dresden, mhm..." ? "Und was machst du hier, in Serbien?"
So oder so ähnlich laufen häufig die ersten Minuten der Gespräche ab, in denen sich Hanna den Menschen vorstellt, die ihr in Novi Sad begegnen.
24 Stunden dauerte ihre Zugreise von Chemnitz in diese Stadt, in der sie das nächste Jahr ihren Freiwilligendienst mit Schüler Helfen Leben machen wird. Die Idee, eine kleine Studiumspause einzulegen bzw. praktische Erfahrungen für ihr Studium zu sammeln, brachte sie hierher, nach Novi Sad, in die Vojvodina, Nordserbien.
14 Monate wird sie in dem Jugendzentrum CK13 (Crna Kuća 13) arbeiten, welches sich mit verschiedensten Veranstaltungen und Angeboten der politischen Arbeit gegen Nationalismus, Rassismus und Xenophobie widmet und versucht alternative Lebenskonzepte aufzuzeigen bzw. zu entwickeln. Mit Konzerten, Workshops, veganen Voküs, Diskussionen, Filmpräsentation und dem Info- und Umsonstladen werden Probleme und Gegebenheiten thematisiert, welche (nicht nur die serbische) Gesellschaft prägen.
Die Arbeit im CK13 sieht Hanna daher als gute Chance, junge Menschen für marginale Themen zu sensibilisieren, sich solidarisch zu zeigen, zu vernetzen und Veränderungen anzustoßen, die allein nicht möglich sind.
Und wenn ihr genauer wissen wollt, wie sich das gestaltet und was Hanna in der nächsten Zeit in Novi Sad so macht, dann schreibt ihr eine Email mit euren Fragen an Email senden !
Yuka

Tirana
Dieses Jahr hat es auch an den südlichsten Zipfel der Balkanhalbinsel eine SHL-Freiwilllige hin verschlagen. Yuka verbringt dort ihre 14 Monate Freiwilligendienst-Zeit und arbeitet dort in einem Tageszentrum für Straßenkinder. Die ausführende Organisation des Projekts - ARSIS - besteht aus einem recht großen Team und freut sich über die Erweiterung durch ein deutsches Teammitglied mitsamt ihren Ideen. Ob kreativ oder sportlich, das Hauptanliegen ist, den Kindern im Tageszentrum ihr Kindheitsdasein weit weg von den Straßen zu ermöglichen. Zusätzlich unterstützt Yuka das Team bei der Bildungsarbeit. Dazu gehören schulähnlicher Unterricht im Tageszentrum und in den Kommunen, Verteilen von Unterrichtsmaterialien und Aufklärung auf bestimmten Themengebieten, wie zum Beispiel Familienplanung, Hygiene, Rechte und Pflichten gegenüber dem Staat, etc
Neben dieser Straßensozialarbeit genießt die 21-Jährige, die sich derzeit eine Auszeit vom Studium gönnt aber auch, einfach nur Balkanluft zu schnuppern. Es gibt vieles zu entdecken. Eine neue Umgebung, neue Menschen und jede Menge Situationen, die für Verwunderung, einen Lacher oder großes Erstaunen sorgen. Alles in allem genießt sie es sehr, dieses faszinierende Land Albanien zu entdecken, das bis zu Beginn der 90er-Jahre über 40 Jahre lang von der Außenwelt isoliert war. Dabei lässt sie keine Chance ungenutzt.
Wenn ihr Fragen habt bezüglich ihrer Arbeit mit den Kindern, dem Land oder ihr einfach nur interessiert seid, könnt ihr Yuka gerne eine e-mail schreiben. Sie freut sich über jegliches Interesse und ist erreichbar unter: Email senden.
Christoph

SHL Office Sarajevo
13 Monate für SHL Sarajevo in Сарајево. Ein wahrgewordener Traum?! So war zumindest Christophs Gefühl, als er die Info bekam, dass sein Freiwilligendienst in der einmaligen Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina möglich sein würde.
Ein tiefer Einblick in die Realität der Jugendlichen und der Menschen in diesem Teil des Balkans soll es werden, verbunden mit konkretem Anpacken. Selbst etwas Einfluss auf die Biographien von Jugendlichen haben. Und dazu eine große Zahl von Bekannten aus dem heimischen Umfeld für diese phantastische und gleichzeitig herausvordernde Region zu begeistern. Zuvor arbeitete Christoph in Bad Muskau/Łęknica an der Lausitzer Neiße für 3 Jahre als Sozialpädagoge in einer Jugendeinrichtung für deutsch-polnische Jugend- und Kulturarbeit.
Die Arbeit in Sarajevo ist für ihn besonders herausfordernd. Jugendlichen eine Zukunft zu geben, das Potential der Gegend zu nutzen und vor allem objektive Bildung zu erlangen ist unter den gegebenen politischen und gesellschaftlichen Bedingungen des Landes nicht immer einfach. Das Hauptziel von SHL mit dem gelben Haus als Bildungsstätte ist es, diese schwierigen Herausforderungen anzunehmen und sie zum Besseren zu wenden. Im SHL-Haus kommen mindestens ein Mal im Monat Jugendliche für Wochenendseminare im Rahmen des Jugendbildungsprogramms aus allen Landesteilen Bosnien und Herzegowinas zusammen, um Kontakt zu suchen, aus der Passivität zu flüchten und Unterstützung zu finden, wie sie etwas anpacken können. Wahrhaftes jugendliches Engagement!
Und nach der Arbeit? Da zieht es Christoph in die Berge rund um Sarajevo. So viele freie Minuten wie möglich, nutzt er, um neue Ecken dieser phantastischen Region zu erkunden.
Habt ihr Fragen über Bosnien und Herzegowina oder Christophs Arbeit bei SHL Sarajevo? Dann könnt ihr ihm gern eine Email senden. Er freut sich, seine Erfahrungen mit euch zu teilen.
Kosovo
Seit Januar sind im Kosovo ein Praktikant und eine Praktikantin tätig.
Marina (Email senden) und Patryk (Email senden).

