Auslandsfreiwillige

Seit August sind die neuen Auslandsfreiwilligen von Schüler Helfen Leben auf dem Balkan. Fünf Abiturienten aus allen Ecken Deutschlands hat es in diesem Jahr dorthin verschlagen. Sie besetzen Stellen in den Projekten in Bijeljina (Bosnien und Herzegowina), Novi Sad (Serbien), Rahovec/Orahovac (Kosovo) und Skopje (Mazedonien). Hier stellen werden sie kurz vorgestellt.

SHL Kosova

Sarah Houter

Das 25.000 Einwohner starke Rahovec/Orahovac weckte bei Sarah schon bald nach der Ankunft Erinnerungen an ihren Heimatort Kissing in Bayern, welcher doch immerhin 11.000 Einwohner sein Eigen nennen darf. So war schon am ersten Tag ihr Name und der Fakt, dass sie wohl "die Neue" aus Deutschland sei, wohl bekannt und weit verbreitet.

Auch wenn sie konstant gezwungen ist, sich für ihren Vegetarismus und die Abscheu vor Kaffee zu rechtfertigen, lebte sie sich schnell in Mitten der Herzlichkeit und Gasftfreundlichkeit ihrer neuen Umgebung ein. So freut sie sich nun im quirligen Jugendzentrum der lokalen NGO "Students Helping Life Kosova" einen Platz gefunden zu haben. Hier organisiert sie Freizeitangebote und Workshops für die Jugendlichen, damit Kaffee trinken gehen nicht die einzig mögliche Beschäftigung bleibt. Doch auch die anfallende Büroarbeit muss erledigt werden und natürlich macht der rege Austausch mit den Jugendichen vor Ort über ihre Ideen, Träume und Wünsche jeden ihrer Tage zu einem Erlebnis für sich.

Trotz noch eher mageren Sprachkenntnissen, lässt sie es sich mit einem Kauderwelsch aus vor allem Albanisch, Serbisch, Deutsch und Englisch gut gehen und geniesst das kosovarische Wetter, die Musik und die fast schon heimisch-bayerisch anmutenden Berge in ihrer Umgebung.

Wenn ihr nun Lunte gerochen habt und gerne etwas mehr über die Kultur, die Sprache oder ganz allgemein zum Leben und der Arbeit im Kosovo erfahren wollt, dann könnt ihr jederzeit gerne Kontakt zu Sarah aufnehmen.

Außerdem könnt ihr über ihren Blog ihren Alltag direkt miterleben.

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Sebastian Böhm

Sebastian kannte das Kosovo zuvor nur aus Musik, Film und Fernsehen. Nun erlebt erlebt er das Land samt Licht und Schatten, live und direkt vor Ort. Gemeinsam mit Sarah wird er für ein Jahr im Jugendzentrum von SHL Kosova in Rahovec/Orahovac arbeiten. Ob mit Musik, Sport oder Kartoffeldruck, jedes Mittel wird ihm lieb sein, um die Arbeit im Jugendzentrum weiter voranzubringen und die Jugendlichen bei der Umsetzung ihrer Pläne und Wünsche zu unterstützen.

Derweil hat ihn die ganz eigene Seele des Landes und die Herzlichkeit der Leute stark in den Bann gesogen, das Balkaotikum beginnt zu wirken. Wenn ihr dies nachvollziehen wollt, empfiehlt euch Sebastian dringend den Bus nach Prishtina für 50 Euro zu nehmen und das Kosovo in echt und Farbe zu entdecken.

Bei Fragen über das Land, persönliche Befindnisse, Wetter, Anfahrt könnt ihr Sebastian gerne schreiben. Auch wenn ihr eigene, kreative Ideen für Projekte habt, dann seid ihr herzlich dazu eingeladen, diese zu schreiben, um gemeinsam Möglichkeiten zur Umsetzung zu entwickeln. Bevorzugte Sprachen sind Deutsch, Englisch, zunehmend Serbisch. Die restlichen Mails muss er dann zuerst an seine persönliche Pressechefin und Sprachmittlerin Sarah Houter weiterleiten, sodass die Antwort länger dauern wird.

Außerdem könnt ihr mehr über seinen Alltag im Kosovo in seinem Blog erfahren.

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SHL Office Sarajevo

Leider unbesetzt!

Erstmals nach langer Zeit sind die beiden Freiwilligenstellen in Sarajevo leider nicht besetzt. Vielleicht finden sich ja im nächsten Jahr wieder zwei Freiwillige.

Romaprojekt Bijeljina (Otaharin)

Tasnim Hanachi

"Ja se zovem Tasnim" diesen  Satz musste Tasnim in den letzten drei Tagen gefühlte 1000 mal aussprechen, denn so stellt man sich hier in Bosnien vor.

Bijejina hat ungefähr 100.000 Einwohner und liegt im serbischen Teil Bosniens. Neben bosnischen Serben und einigen wenigen Moslems leben in Bijeljina so um die 2000 Roma, mit denen Tasnim zusammen arbeiten wird.

Im Vordergrund ihres Freiwilligendienstes steht die Bildungsarbeit. 

Sie wird mit Kindern aus Roma-Familien arbeiten und ihnen vor allem bei schulischen Angelegenheiten unter die Arme greifen. Dazu zählt dann beispielsweise die Hausaufgabenbetreuung, die sie leiten wird, aber auch diverse Workshops mit verschiedenen Schwerpunkten.

Auf die Zusammenarbeit mit den Kindern freut sich Tasnim besonders.

Sie hofft, dass sie in diesem Jahr viele, nette Menschen kennen lernen wird, tolle Erfahrungen machen wird und dass sie einen Einblick in die Kultur bekommt. In ihrer Gastfamilie hat man ihr gesagt, dass alles mit einem bosnischen Kaffe beginnt, auch der Einblick Kultur geschieht auf diesem Weg. Und so wird sie wohl von einer absoluten Nicht-Kaffee-Trinkerin zu Kaffeesüchtigen mutieren!

Wenn ihr Fragen habt, dann schreibt ihr doch einfach.

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Romaprojekt Skopje (NADEZ)

Lena Groh-Trautmann

Schon am Morgen brennt die Sonnen voller Kraft auf die sanften Hügel rund um Mazedoniens Hauptstadt Skopje. Ein leichter Duft von Paprika weht durch die kleinen Schotterstraßen der neuen und wundersamen Heimat von Lena. Seit August lebt sie nun in dem kleinen Balkanstaat, der eingeschlossen von Serbien, Bulgarien, Griechenland, Albanien und dem Kosovo auf Karten so gerne übersehen wird.

Mazedonien ist ein politisch und geschichtlich sehr interessantes Land, in dem es neben der unglaublich vielfältigen Kultur, in die sich Lena nach und nach einlebt, noch unendlich viel zu entdecken gibt.
Lenas neue Arbeitsstelle und der Grund, weshalb sie hier ist, liegt im Romaviertel Shutka. Hier arbeitetet sie mit Kindern und Jugendlichen im Jugendzentrum der Organisation C.S.I. NADEZ. Sie unterstützt die Pädagoginnen vor Ort, hilft beim Verteilen von humanitärer Hilfe und begleitet Bildungsangebote und Familienbesuche.
Durch ihre Arbeit hat Lena die einmalige Chance, einen Einblick in den Lebensalltag vieler Romafamilien zu bekommen. Für Lena ist diese Arbeit sehr wichtig, neu und interessant, da sie zum ersten Mal in ihrem Leben mit gänzlich anderen Lebensumständen konfrontiert wird.
Über Fragen zu ihrer neuen Heimat, ihrer Arbeit oder über Tipps, wie man am besten einen mazedonischen Sonnenbrand behandelt, freut sich Lena jeder Zeit. Also schreibt ihr einfach und fragt ihr Löcher in den Bauch.

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CK13 Novi Sad

Mona

 Nun hat sich die Mona über Berge und durch Täler ins ferne Novi Sad durchgeschlagen um das Erbe des Jakob E. anzutreten. Im serbischen Neusatz sorgt sie nun im Jugendsozialzentrum CK13 für Programm, Diskussion und ab und zu einige Lacher. In dieser Stadt der Möglichkeiten erlebt sie Abenteuer, lernt jeden Tag neues und sieht ständig Dinge, von denen sie dachte, es gäbe sie nicht (mehr). Ihr Alltag hat nur wenige Regelmäßigkeiten wie etwa aufstehen, essen und schlafen gehen - alles andere birgt immer ein gewisses Maß an Überraschung, was zeigt, wie abwechslungsreich die Arbeit im CK13 sein kann. Das ist genau Monas Ding!

Ihre große Mission ist es, Jugendliche zu motivieren, ihre Situation selbst in die Hand zu nehmen oder sie wenigstens dazu zu bringen, darüber nachzudenken.  Es ist ihr wichtig, zu zeigen, das jeder sich im CK13 einbringen kann. Das Programm reicht von wöchentlichen Konzerten über Filmvorführungen und Workshops bis hin zu politischen Diskussionsrunden. Dass man sich im solidarischen Miteinander und Respekt zusammenfindet, sich gegen Homophobie, Fremdenfeindlichkeit und Sexismus ausspricht ist für sie eine Selbstverständlichkeit. Ihre Kreativität, Aufmerksamkeit und Hilfsbereitschaft sorgen dafür, dass sie immer etwas findet, was sie verbessern, erweitern oder überhaupt tun kann. Wenn sie nicht alle Hände im CK13 voll zu tun hat, und das kommt selten vor, dann düst sie gerade mit ihrem abartig feschen Rädel zum Donauufer oder zur Festung Petrovaradin durch die Stadt und die fahrradfreie Fußgängerzone. Die Stadt aber auch die ganze Vojvodina und der Balkan haben es ihr angetan. Der typische Kaffee, aber auch Cedevita, Cockta und Burek sind mittlerweile Bestandteil ihres Alltags.

Die Menschen findet sie im allgemeinen interessant, die Sprache ebenso. Und die generellen Gegebenheiten Serbiens entzücken sie immer wieder.

Kleine Häuser und Gassen lassen sie an ihre Heimat, den Schwarzwald, denken und ziehen sie deshalb magisch an, auch da sie die gemütliche Atmosphäre sehr schätzt.

Weil sie sehr viel Zeit im CK13 verbringt und auch nicht weit entfernt wohnt, ist sie so gut wie immer via Mail für jegliche Fragen und Anregungen zu erreichen und auf einem Spontantrip durch den Balkan findet ihr auch immer ein Schlafplätzchen bei ihr und werdet inzwischen schon sehr professionell balkanisch empfangen...

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