Schüler helfen Gleichaltrigen aus Südosteuropa und Syrien

Nach ersten Schätzungen erarbeiten heute 80.000 Schülerinnen und Schüler rund 1,6 Millionen Euro für Projekte von Schüler Helfen Leben

Heute bleiben viele Klassenzimmer leer – denn der Soziale Tag steht auf dem Stundenplan. Schülerinnen und Schüler von rund 750 angemeldeten Schulen aus dem gesamten Bundesgebiet packen an, um Jugendlichen aus Südosteuropa und Syrien zu helfen. „Wir freuen uns sehr, dieses Jahr mit Spenden in Höhe von 1,6 Millionen Euro rechnen zu können” sagt David Siedke, der Vorsitzende von Schüler Helfen Leben. Der Verein schätzt die Zahl der Teilnehmer auf rund 80.000.

Viele Schülerinnen und Schüler mähen heute den Rasen bei Ihren Eltern oder Nachbarn, putzen Fenster oder jobben im Büro. Andere helfen bei der Kommissionierung von Fisch, im Schwimmbad oder in einer Tischlerei. Das Geld, was sie dafür erhalten, spenden die Jugendlichen an Schüler Helfen Leben, der Verein finanziert damit seine Projekte. Die Einnahmen aus dem diesjährigen Sozialen Tag verwendet die Jugendorganisation vor allem für Bildungs- und Versöhnungsarbeit in Südosteuropa, sie wird damit aber auch ein Hilfsprojekt für Flüchtlinge Syrien finanzieren. „Wir bedanken uns bei allen Schülerinnen und Schülern und Arbeitgebenden, die unsere Arbeit möglich machen“, sagt David Siedke. 

Den Sozialen Tag organisiert Schüler Helfen Leben seit 1998, seit dem kamen über 23 Millionen Euro zusammen, die Einnahmen aus diesem Jahr schon mitgerechnet. Die Aktion steht auch in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Für sie ist der Soziale Tag „eine einfache, aber großartige Idee“. Sie sagte: „Ich danke allen Schülern, die sich einen Ruck geben und sich hilfsbereit in den Dienst einer guten Sache stellen“. Im Bundeskanzleramt arbeiten am heutigen Sozialen Tag zwei Schülerinnen und ein Schüler. Auch das Bundespräsidialamt unterstützt die Aktion und beschäftigt vier Schülerinnen und Schüler, die unter anderem im Garten helfen.

Für Schleswig-Holstein hat Ministerpräsident Torsten Albig die Schirmherrschaft übernommen. „Der Soziale Tag ist eine großartige Hilfsaktion, und ich freue mich, dass sich wieder viele Schülerinnen und Schüler daran beteiligen“, sagt er. In seinem Büro und in der Pressestelle der Kieler Staatskanzlei jobben Rajiv Engling aus Glückstadt und Jonna Kunde aus Bad Segeberg.

Auch Albigs Kollege in Niedersachsen, Ministerpräsident Stephan Weil, ist Schirmherr. Die Aktion beweise das außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement der Schülerinnen und Schüler, sagt Weil. Ihn überzeuge auch die konkrete Arbeit des Vereins. Die gute Mischung aus aktueller Hilfe und langfristig angelegten Projekten verdiene unser aller Unterstützung. Die Staatskanzlei beschäftigt drei Schüler, ihre Aufgabe: Inventarisierung von Möbeln. 

Das von den Schülerinnen und Schüler gespendete Geld fließt unter anderem in das neue Südosteuropa-Projekt „Deine, meine, unsere Geschichte”, das entschieden Vertreter der am Sozialen Tag teilnehmenden Schulen auf dem Projektauswahltreffen im Mai in Berlin. Das Versöhnungsprojekt soll Studierenden sowie Schülerinnen und Schülern aus Serbien, Kroatien sowie Bosnien und Herzegowina ermöglichen, die Kriege in Südosteuropa gemeinsam und grenzübergreifend in Workshops und einem simulierten Gerichtsprozess aufzuarbeiten. Schüler Helfen Leben kooperiert bei dieser Arbeit mit der Organisation Оpen Communication. Die Seminare sollen die Teilnehmenden für die Folgen von Vorurteilen und Nationalismus sensibilisieren und Menschenrechtsverletzungen in einem simulierten Gerichtsverfahren aufarbeiten. 

Außerdem soll mit dem Geld, das die Schülerinnen und Schüler am Sozialen Tag erarbeiten, auch die Hilfe für Kinder und Jugendliche aus Syrien in zwei Flüchtlingslagern in Jordanien ausgeweitet werden. Sie leiden besonders stark unter den körperlichen und psychischen Folgen der Flucht. Dazu kommt, dass es in den Lagern nicht genug Freizeit- und Beschäftigungsmöglichkeiten gibt. Hier setzt das Projekt an, das Schüler Helfen Leben gemeinsam mit der Kinderrechtsorganisation Save the Children in diesem Jahres begonnen hat: 600 Jugendliche können an verschiedenen Ausbildungs- und Beratungsprogrammen teilnehmen. Es soll ihnen helfen, einerseits die traumatischen Erlebnisse der Flucht zu verarbeiten, andererseits aber auch praktische Fähigkeiten vermitteln, die ihnen im Lageralltag und in ihrer Zukunft helfen.

Im Pressebereich unserer Homepage finden Sie ab ca. 12 Uhr aktuelle Fotos von arbeitenden Schülern am Sozialen Tag 2013.

Schüler arbeiten bei Polit-Promis

Sozialer Tag: Übersicht über besondere, bildstarke Jobs am Aktionstag


Übermorgen ist der Soziale Tag: Dann gehen Zehntausende Schüler arbeiten und spenden das Geld für die Arbeit von Schüler Helfen Leben in Südosteuropa und Jordanien. Viele Arbeitgeber unterstützen die Aktion und stellen Arbeitsplätze. Auch der Bundespräsident und Ministerpräsidenten machen mit: Einige Schüler arbeiten im Bundespräsidialamt oder bei den Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

Rajiv Engling aus Glückstadt und Jonna Kunde aus Bad Segeberg werden am Sozialen Tag im Büro von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig und in der Pressestelle der Staatskanzlei jobben. „Der Soziale Tag ist eine großartige Hilfsaktion, und ich freue mich, dass sich wieder viele Schülerinnen und Schüler daran beteiligen“, sagt Torsten Albig. 

„Schüler Helfen Leben ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie viel junge Menschen bewegen können, wenn sie gemeinsam handeln. Sie engagieren sich, weil sie damit konkrete Hilfsprojekte verbinden“, so Albig weiter. Jeder Euro, der an diesem Tag  verdient werde, helfe Jugendlichen in anderen Ländern auf dem Weg in eine bessere Zukunft. „Daher hoffe ich, dass viele Firmen, Institutionen, Vereine, Verbände oder Privatpersonen zum Sozialen Tag den jungen Menschen eine Chance geben, für den guten Zweck zu arbeiten.“ Jonna Kunde freut sich auf ihren Einsatz im Büro vom schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten. „In den Osterferien war ich mit Schüler Helfen Leben auf dem Balkan unterwegs und habe einige der Projekte besucht, die mit dem Sozialen Tag unterstützt werden“, sagt sie. „Jetzt weiß ich genau, für wen ich arbeite und freue mich sehr den Kindern und Jugendlichen zu helfen!“

Nicht nur Rajiv und Jonna haben einen außergewöhnlichen Arbeitsplatz für ihren Einsatz am Sozialen Tag:

  • Alexander aus Grafing bei München, Leonie aus Reinfeld bei Lübeck, Franziska aus Augsburg und Bader aus Kiel arbeiten im Bundespräsidialamt.
  • Dominik aus Stadthagen sowie Moritz und Michelle aus Oldenburg arbeiten für das Büro von Stephan Weil, Ministerpräsident von Niedersachsen.

Besonders geeignet für Foto- und Fernsehaufnahmen sind diese Einsätze von Schülern am Sozialen Tag:

  • Lasse aus Neumünster kommissioniert frischen Fisch bei einem Meeresdelikatessenhandel.
  • Svea und Julia aus Neumünster helfen im Schwimmbad.
  • Rasmus und Noel aus Heiligenhafen verbringen ihren Sozialen Tag im Jachthafen.
  • Philine und Juliane unterstützen die Mitarbeiter einer Tischlerei in Kiel.

Wir stellen gerne den Kontakt zu Arbeitgebern und den arbeitenden Schülern her und vermitteln Bildmaterial.

Wenn Sie Hilfe benötigen bei der Suche nach besonderen Aktionen zum Sozialen Tag aus Ihrem Berichterstattungsgebiet unterstützen wir Sie gerne.

Wofür die Schüler am Sozialen Tag arbeiten

Mit den Einnahmen aus dem Sozialen Tag 2013 wird Schüler Helfen Leben unter anderem das grenzübergreifende Versöhnungsprojekt „Deine, meine, unsere Geschichte“ für Jugendliche in Serbien, Kroatien sowie Bosnien und Herzegowina unterstützen. Hier soll Studenten und Schülern ermöglicht werden, die Kriege in Südosteuropa gemeinsam und grenzübergreifend in Workshops und einem simulierten Gerichtsprozess aufzuarbeiten. In dem Projekt, das Schüler Helfen Leben gemeinsam mit dem Kooperationspartner „Open Communication“ umsetzen wird, sollen die Schüler und Studenten für die Folgen von Vorurteilen und Nationalismus sensibilisiert werden und Menschenrechtsverletzungen in einem simulierten Gerichtsverfahren aufarbeiten. 

Außerdem soll mit dem Geld, das die Schüler am Sozialen Tag erarbeiten auch die Hilfe für Kinder und Jugendliche aus Syrien in zwei Flüchtlingslagern in Jordanien ausgeweitet werden. Sie leiden besonders stark unter den körperlichen und psychischen Folgen der Flucht. Dazu kommt, dass es in den Lagern nicht genug Freizeit- und Beschäftigungsmöglichkeiten gibt. Hier setzt das Projekt an, das Schüler Helfen Leben gemeinsam mit der Kinderrechtsorganisation Save the Children seit Anfang des Jahres betreibt: 600 Jugendliche können an verschiedenen Ausbildungs- und Beratungsprogrammen teilnehmen. Es soll ihnen helfen, einerseits die traumatischen Erlebnisse der Flucht zu verarbeiten, andererseits aber auch praktische Fähigkeiten vermitteln, die ihnen im Lageralltag und in ihrer Zukunft helfen.

Sozialer Tag für neues Versöhnungsprojekt

250 Schülerinnen und Schüler haben entschieden: Grenzüberschreitendes Projekt bekommt Geld von Schüler Helfen Leben

Mit den Einnahmen aus dem Sozialen Tag 2013 wird Schüler Helfen Leben das grenzübergreifende Versöhnungsprojekt „Deine, meine, unsere Geschichte“ für Jugendliche in Serbien, Kroatien und Bosnien und Herzegowina unterstützen. Das haben rund 250 Jugendliche auf dem Projektauswahltreffen des Vereins am Sonntag beschlossen – sie stammen aus dem ganzen Bundesgebiet und wurden von Schulen entsandt, die an dem Aktionstag am 13. Juni 2013 teilnehmen werden.

In dem Projekt „Deine, meine, unsere Geschichte“ soll Studenten und Schülern ermöglicht werden, die Kriege in Südosteuropa gemeinsam und grenzübergreifend in Workshops und einem simulierten Gerichtsprozess aufzuarbeiten. Die Kriege sind zwar seit über zehn Jahren vorbei, dennoch sind sie und die damit verbundenen Verbrechen Tabuthemen in den jeweiligen Ländern. Vermittelt wird in den Gesellschaften oftmals nur die eigene, sehr einseitige Sicht auf den Krieg. Das fördert Unverständnis und Hass unter den Bevölkerungen der Nachbarländer und verhindert Versöhnung. In dem Projekt, das Schüler Helfen Leben gemeinsam mit dem Kooperationspartner „Open Communication“ umsetzen wird, sollen die Schüler und Studenten für die Folgen von Vorurteilen und Nationalismus sensibilisiert werden und Menschenrechtsverletzungen in einem simulierten Gerichtsverfahren aufarbeiten.

Möglich wird diese Unterstützung durch das Engagement von Schülerinnen und Schülern am Sozialen Tag. Dann gehen Zehntausende Schülerinnen und Schüler einen Tag lang arbeiten anstatt zur Schule und spenden das Geld für Jugend- und Bildungsarbeit vor allem in Südosteuropa. Insgesamt sind seit 1998 so über 22 Millionen Euro zusammengekommen. Für den Sozialen Tag am 13. Juni 2013 können sich auch jetzt noch Schulen anmelden. „Jeder kann mitmachen“, sagt David Siedke von Schüler Helfen Leben, „Schülerinnen und Schüler können arbeiten, Privatleute und Unternehmen Jobs stellen. Je mehr Menschen mitmachen, desto mehr können wir helfen.“

Mit den Einnahmen des Sozialen Tages 2013 sollen auch die Projekte für syrische Flüchtlinge ausgeweitet werden: Seit April unterstützt Schüler Helfen Leben gemeinsam mit der Kinderrechtsorganisation Save the Children Kinder und Jugendliche, die in den Flüchtlingslagern Za'atari und King Abdullah Park im Norden von Jordanien leben. Sie leiden besonders stark unter den körperlichen und psychischen Folgen der Flucht. Dazu kommt, dass es in den Lagern nicht genug Freizeit- und Beschäftigungsmöglichkeiten gibt. Hier setzt das Projekt an: 600 Jugendliche können an einem Ausbildungs- und Beratungsprogramm teilnehmen. Es soll ihnen helfen, einerseits die traumatischen Erlebnisse der Flucht zu verarbeiten, andererseits aber auch praktische Fähigkeiten vermitteln.

Innenminister Breitner ruft zur Teilnahme am Sozialen Tag auf

Schülerinnen und Schüler unterstützen am Aktionstag am 13. Juni auch ein Hilfsprojekt für jugendliche Flüchtlinge aus Syrien. Innenminister Andreas Breitner informierte sich über die Arbeit von Schüler Helfen Leben in Jordanien

Schleswig-Holsteins Innenminister Andreas Breitner ruft Schulen, Schüler und alle potenziellen Arbeitgeber im Land zur Teilnahme am Sozialen Tag am 13. Juni 2013 auf. „Das ist eine großartige Aktion, die jede Unterstützung verdient“, sagte Breitner. Auch das Innenministerium werde am Sozialen Tag wieder mehrere Schüler einstellen.

„Ich freue mich über eine breite Unterstützung von Schulen, Privatleuten,Unternehmen und SchülerInnen aus dem ganzen Land“, sagt der Minister bei einem Treffen mit einer Delegation von Schüler Helfen Leben am Mittwoch in Kiel.

Am Sozialen Tag gehen Zehntausende Schüler einen Tag lang arbeiten anstatt zur Schule und spenden das Geld für Jugend- und Bildungsprojekte von Schüler Helfen Leben. Die Aktion steht unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Torsten Albig. Auch jetzt können sich noch Schulen anmelden.

Die Jugendinitiative stellte dem Minister ihr neues Hilfsprojekt für syrische Flüchtlinge in Jordanien vor: Seit April unterstützt Schüler Helfen Leben gemeinsam mit der Kinderrechtsorganisation Save the Children Kinder und Jugendliche, die in den Flüchtlingslagern Za'atari und King Abdullah Park im Norden von Jordanien leben. Sie leiden besonders stark unter den körperlichen und psychischen Folgen der Flucht. Dazu kommt, dass es in den Lagern nicht genug Freizeit- und Beschäftigungsmöglichkeiten gibt. Hier setzt das Projekt an: 600 Jugendliche können an einem Ausbildungs- und Beratungsprogramm teilnehmen. Es soll ihnen helfen, einerseits die traumatischen Erlebnisse der Flucht zu verarbeiten, andererseits aber auch praktische Fähigkeiten vermitteln, die ihnen im Lageralltag und in ihrer Zukunft helfen. Die Arbeit mit Flüchtlingen in Jordanien soll mit einem Teil der Einnahmen aus dem Sozialen Tag 2013 ausgeweitet werden.

Zur Delegation von Schüler Helfen Leben gehörte auch die 18-jährige Eckernförder Abiturientin Merle Goßing. Sie hat sich ein eigenes Bild von der Situation in Za'atari gemacht und ist von dem Hilfsprojekt überzeugt. „Die Grundbedürfnisse müssen gedeckt sein, um zu überleben, doch erst eine Beschäftigung, ein Ziel, gibt dem Leben eine Bedeutung.“ Goßing wirbt bei ihren Mitschülern im Land für die Teilnahme am Sozialen Tag: „Es wäre toll, wenn möglichst viele Schüler sich am Sozialen Tag beteiligen, damit wir den jungen Flüchtlingen noch mehr helfen können.“

Mit den Einnahmen aus dem Sozialen Tag wird Schüler Helfen Leben auch ein neues Jugend- und Bildungsprojekt in Südosteuropa unterstützen, über das am kommenden Wochenende Delegierte von den bisher schon angemeldeten Schulen abstimmen. Außerdem werden die bereits laufenden 15 Projekte weiterfinanziert.

Licht an, Augen auf!

Schüler Helfen Leben organisiert Mahnwache für syrische Flüchtlinge

„Shine a light“ – unter diesem Motto richtet Schüler Helfen Leben, Deutschlands größte jugendliche Hilfsorganisation, am 14.03. eine Lichter-Mahnwache in Itzehoe und Kiel aus. Diese beginnt ab 18 Uhr. Gemeinsam gedenken die Jugendlichen aus Schleswig-Holstein den Opfern und Flüchtlingen des syrischen Bürgerkrieges, dessen Beginn sich am 15.03. zum zweiten Mal jährt. Um 18.30 Uhr werden im Rahmen einer weltweiten Schweigeminute Kerzen als Zeichen der gegenseitigen Verbundenheit entzündet.

Die Menschen in Syrien leben seit zwei Jahren in Angst und Schrecken und über eine Million Menschen flüchteten bereits vor dem grausamen Bürgerkrieg aus ihrem Heimatland. Besonders Kinder und Jugendliche leiden unter den katastrophalen Lebensumständen im gewaltsamen Konflikt.

Doch trotz der alarmierenden Situation schaut die Welt zu.

Schüler Helfen Leben wird jetzt aktiv. In Kooperation mit Save the Children, der weltweit größten Kinderrechtsorganisation, organisiert der Verein Mahnwachen für syrische Flüchtlinge in Schleswig-Holstein. Neben London, New York, Stockholm, Beirut und Amman werden nun auch Kiel sowie Itzehoe Orte der gelebten Solidarität.

Jonas Vallentin ist einer der jugendlichen Initiatoren der Mahnwachen. Der engagierte 18-jährige unterstreicht die Notwendigkeit des gesellschaftlichen Engagements und sieht diese Aktion als Meilen-stein der weltweiten Verbundenheit: „Ich kann nicht tatenlos dabei zuschauen, was in Syrien passiert. Ich möchte ein Zeichen setzen und den Menschen Hoffnung geben: Ihr seid nicht allein! Und auch die Gesellschaft möchte ich wachrütteln, nicht länger bloß zuzuschauen, sondern Verantwortung zu über-nehmen.“

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen an dieser Aktion teilzunehmen und so ein Symbol der Hoffnung in die Welt zu tragen. Kerzen, wenn möglich mit Windschutz, sind mitzubringen. Vielen Dank!

Weitere Informationen finden Sie unter mahnwache.schueler-helfen-leben.de oder wenden Sie sich direkt an Tabea Brenner.

Der Hilfstransport rollt los...

Schüler Helfen Leben startet Hilfstransport nach Montenegro

Der Hilfstransport von Deutschlands größter Jugendhilfsorganisation startet am Dienstag, den 22.01.2013 aus Neumünster. Junge Freiwillige machen sich auf den Weg in Europas größtes Flüchtlingslager „Camp Konik“ (Montenegro). Vorab haben engagierte Schüler/innen mehr als 850 Päckchen gepackt, um Gleichaltrigen auf dem Balkan zu helfen.

Schülerinnen und Schüler von mehr als 30 Schulen aus ganz Schleswig-Holstein und Bayern schnürten in den vergangenen Wochen Päckchen mit Schulmaterialien, Spielzeug sowie Schals und Mützen. Diese wurden in der letzten Woche von freiwilligen Helferinnen und Helfern sortiert, katalogisiert und geordnet, um einen sicheren und erfolgreichen Transport auf den Balkan zu gewährleisten. Mit an Bord wird zudem eine Vielzahl an Kleidungsstücken sein, die neben den Päckchen gespendet worden sind.

Am Dienstag, den 22. Januar werden sich nun zwei Transporter vom Bundesbüro in Neumünster aus auf den Weg nach Montenegro machen, um die Päckchen den Kindern und Jugendlichen in Europas größtem Flüchtlingslager „Camp Konik“ zu übergeben. Das Lager wurde 2012 erst durch einen Brand vollkommen zerstört, die provisorischen Übergangszelte wurden anschließend von starken Regenfällen beschädigt. Mit dabei ist auch der Berufsschüler Anton Eberlein aus Neumünster. Er ist ein langjähriger Unterstützer von Schüler Helfen Leben, ein sogenannter Aktiver. Durch seine Mithilfe im Bereich Technik, Organisation und Logistik hat er in den vergangenen Wochen maßgeblich zum Gelingen des Hilfstransportes beigetragen.

Jonathan Heckmann, Aktivenbetreuer von Schüler Helfen Leben, Koordinator des Hilfstransports ist überwältigt vom Erfolg der Sammelaktion: „Ich bin total begeistert von der riesigen Bereitschaft der Schülerinnen und Schüler, Päckchen für Gleichaltrige in Montenegro zu sammeln. Das Engagement in den letzten Wochen war riesig und ich freue mich sehr, dass unser Hilfstransport solch ein großer Erfolg ist!“ Sie sind herzlich eingeladen die Abfahrt des Hilfstransportes am Dienstag, den 22.01.2013 um 9:30 Uhr zu dokumentieren. Im Rahmen dessen stehen sowohl die mitreisenden Schülerinnen und Schüler als auch Vertreter des Vereins für Fragen zur Verfügung. Weitere Informationen können auf der Homepage www.hilfstransport.schueler-helfen-leben.de nachgelesen werden.

Das „Camp Konik“ liegt am Rande der montenegrinischen Hauptstadt Podgorica. Während des Kosovokonflikts 1999 flüchteten über 4.000 kosovarische Roma, Sinti, Ägypter und Aschkali nach Montenegro. Was damals als provisorische Unterkunft eingerichtet worden war, ist heute die dauerhafte Heimat für rund 1.600 Menschen.

Freiwilligendienst bei Schüler Helfen Leben

Bis zum 7. Januar 2013 können sich interessierte Jugendliche noch für einen Auslandsfreiwilligendienst bei Schüler Helfen Leben bewerben.

Deutschlands größte Jugendhilfsorganisation bietet im kommenden Jahr engagierten Jugendlichen die Möglichkeit, sich in den Jugend- und Bildungsprojekten in Südosteuropa für einzusetzen

 

In Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Mazedonien und Serbien gibt es insgesamt neun Freiwilligenplätze, die jungen Menschen ermöglichen, ein Jahr lang dort zu leben und Projekte mitzugestalten. Zum Beispiel können Freiwillige in Skopje (Mazedonien) oder Tirana (Albanien) Roma-Kinder in der Schule unterstützen und sich für ihre Rechte einsetzen oder in Sarajevo Projekte der bosnienweiten Jugendmedienorganisation sowie der Schülervertretung begleiten. Im Kulturzentrum „CK 13“ in Novi Sad oder im Jugendzentrum von Zaječar (Serbien) können sie mit Jugendlichen selbstentworfene Programme umsetzen und ihr gesellschaftliches Engagement stärken oder in einem Jugendzentrum im Kosovo Bildungs- und Freizeitaktivitäten organisieren.

Freiwillige bringen kontinuierlich eine neue Perspektive in das jeweilige Projekt und können durch zusätzliche Angebote das Spektrum der Organisation erweitern und Bedarfe der Zielgruppe aufgreifen. Besonders wichtig, gerade auch hinsichtlich der Überzeugung von SHL, ist die Vermittlung von Ideen, Wissen und Fähigkeiten durch den "Peer-to-peer"-Ansatz.

Mehr als 60 Freiwillige haben seit 1993 ihren Dienst für und mit Schüler Helfen Leben in den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens gemacht. Mehr Informationen zum Freiwilligendienst und Bewerbungsablauf sind unter fwd.schueler-helfen-leben.de zu finden!

Schüler Helfen leben feiert Jubiläum

Größte jugendliche Hilfsorganisation wird 20 | Merkel: „Eine Erfolgsgeschichte“

1992 herrscht Krieg in Europa. Einige Schülerinnen und Schülern in Deutschland entscheiden: Wir wollen helfen. An ihrer Schule sammeln sie Hilfspakete und fahren diese mit den Autos ihrer Eltern in die Flüchtlingslager auf dem Balkan. Ihre Initiative nennen sie Schüler Helfen Leben (SHL). Die Bilanz nach 20 Jahren: Weit über eine Million Schülerinnen und Schüler haben sich an den Aktionstagen, den sogenannten Sozialen Tagen, engagiert. Weit mehr als 20 Millionen Euro sind so zusammengekommen und über 130 Projekte für Kinder und Jugendliche konnten realisiert werden. 2002 konnte SHL sogar die erste von Schülerinnen und Schülern errichtete Stiftung gründen.

Die größte Aktion von Schüler Helfen Leben ist der Soziale Tag: Schüler in ganz Deutschland gehen einen Tag lang nicht zur Schule, sondern arbeiten und spenden ihren Lohn. Jedes Jahr nehmen 100.000 Schüler teil und zeigen sich solidarisch mit ihren Altersgenossen in Südosteuropa. Das Besondere: Die Teilnehmer entscheiden selbst, welche Jugend- und Bildungsprojekte unterstützt werden. Dazu entwickelt Schüler Helfen Leben im kommenden Jahr ein neues Projekt: Mehr Schüler sollen im folgenden Jahr entscheiden können, welches Projekt gefördert werden soll.

 

Zeitgleich wird die Kooperation mit anderen europäischen Sozialer-Tag-Organisationen, aus Belgien, Norwegen, Serbien, Dänemark sowie Italien, ausgebaut. Das neue Netzwerk hat den Namen Solidarity Action Day Movement in Europe, kurz „SAME“. Hier wird versucht die Vision eines „Europäischen Sozialen Tages“ zu verwirklichen.

 

Bundeskanzlerin Merkel schreibt dazu in einem Grußwort: „Schüler Helfen Leben ist eine Erfolgsgeschichte. Von Herzen spreche ich allen, die daran mitgewirkt haben, Dank und Anerkennung aus. Das sind zum einen natürlich die vielen verantwortungsbewussten Schülerinnen und Schüler. Das sind zum anderen die jungen Freiwilligen, die die Aktionen koordinieren. Nicht zuletzt kann Schüler Helfen Leben auf zahlreiche Unterstützer in Wirtschaft und Gesellschaft zählen. Das Gemeinschaftswerk kann sich sehen lassen: Herzlichen Glückwunsch zu 20 Jahre Schüler Helfen Leben!“

BWAT Energizer