Der Hilfstransport rollt in die zweite Runde

12. März 2014, Neumünster
Jan-Nicholas Vogt, 04321 48906-71, Email senden

Schülerinnen und Schüler aus Schleswig-Holstein bringen sieben Tonnen Kleidung und Spielzeuge in Europas größtes Flüchtlingslager

Über 1.600 Menschen leben im Camp Konik nahe der montenegrinischen Hauptstadt Podgorica. Viele von ihnen sind seit dem Kosovokonflikt 1999 in Zelten und Containern untergebracht. Im Januar 2013 brachten Jugendliche, die sich bei Schüler Helfen Leben engagieren, erstmals Hilfsgüter in das Flüchtlingslager. Auch dieses Jahr wollen die Jugendlichen der Hilfsorganisation nicht zusehen, sondern handeln. Nächste Woche Montag startet der zweite Hilfskonvoi. Merle Goßing (19) aus Eckernförde, Sjelle Hiebner (18) aus Kiel, Leonie Lukasiewicz (17) aus Reinfeld und Anton Eberlein (22) aus Neumünster werden mitreisen.

„Letztes Jahr war der Hilfstransport ein großer Erfolg“, sagt die 17-jährige Schülerin Leonie Lukasiewicz aus Reinfeld, „über 30 Schulen aus Schleswig-Holstein und Bayern haben mehr als 1000 Päckchen gepackt. Diese dann selber in das Flüchtlingslager zu bringen – das war ziemlich eindrucksvoll.“ Zusammen mit anderen Schülerinnen und Schülern fuhr die damals 16-jährige nach Montenegro, um die Päckchen vor Ort zu verteilen.

Durch die große mediale Berichterstattung erreichten die jugendlich geführte Hilfsorganisation auch nach dem ersten Hilfstransport im letzten Jahr Sachspenden. Aufgrund der Vielzahl dieser Spenden wird den Transport am 17.03.2014 eine Spedition übernehmen. Die Jugendlichen aus Schleswig-Holstein werden wenige Tage später nachreisen, um die Helfer im Lager bei der Verteilung der Güter an die Camp-Bewohner zu unterstützen.

„Auch dieses Jahr überlassen wir die Päckchen nicht einfach ihrem Schicksal. Wir haben allen Schülern, die für uns gesammelt haben, ein Versprechen gegeben: Wir sorgen dafür, dass eure Pakete auch da ankommen, wo sie gebraucht werden!“, so Merle Goßing (19), Freiwillige bei Schüler Helfen Leben und Leiterin des diesjährigen Hilfstransportes.

Während des Kosovokrieges flüchteten über 4.000 kosovarische Roma, Sinti, Ägypter und Aschkali nach Montenegro. Damals als provisorische Unterkunft geplant ist das Camp heute dauerhafte Heimat für 1.600 Menschen. Obwohl den Bewohnern angeboten wurde, ins Kosovo zurückzukehren, blieben die meisten Familien dort. Die Situation wäre für sie im Kosovo kaum besser, ihre Häuser gibt es nicht mehr. Dem Camp Konik fehlt es an grundlegender Infrastruktur. Der Hygienezustand ist mangelhaft und die Bewohner bleiben weiterhin auf Hilfeleistungen angewiesen.

Auf den Spuren der „Sozialer-Tag-Projekte“

04. März 2014, Neumünster
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Hilfsorganisation nimmt Jugendliche aus Deutschland mit in Projektregion

Vom 15. bis zum 26. April 2014 findet das Ostercamp der größten jugendlich geführten Hilfsorganisation Deutschlands – Schüler Helfen Leben – in Südosteuropa statt. Jedes Jahr ruft die Organisation im Sommer Schülerinnen und Schüler auf, am Sozialen Tag nicht zur Schule, sondern arbeiten zu gehen und ihren Lohn an Hilfsprojekte zu spenden. Jetzt nimmt Schüler Helfen Leben Jugendliche mit, um ihnen zu zeigen, was mit den Geldern der Sozialen Tage passiert. Es sind noch Plätze frei. Anmeldeschluss ist der 31.03.2014.

Unter dem Motto „Gesellschaft und Zusammenleben“ steht das diesjährige Ostercamp. Ziel des Camps ist es, deutschen Jugendlichen einen direkten Einblick in die südosteuropäische Kultur und die vielfältigen Projekte von Schüler Helfen Leben auf dem Balkan zu ermöglichen. Während des Jugoslawienkrieges hat sich die Jugendorganisation gegründet und ist immer noch vor Ort aktiv.

„Wie gehen die Menschen einer multikulturellen Nation miteinander um, die sich noch vor 20 Jahren bekriegt haben? Auf dem Ostercamp werden wir uns mit Jugendlichen aus Bosnien und Serbien treffen und erfahren, was der Krieg hinterlassen hat “, sagt die 21-jährige Campleiterin Nina Schmidt-Carstens aus Kiel. Sie hofft, dass sich auch dieses Jahr wieder viele Jugendliche für diese vergessene Konfliktregion sensibilisieren lassen.

 

Die Reise startet mit einem Besuch der Partnerorganisation „Otaharin“. Diese unterstützt Ausbildungsprogramme für benachteiligte junge Roma in Bijeljina, einer Stadt in Bosnien an der Grenze zu Serbien. Danach geht es nach Novi Sad. In dieser Stadt in Nordserbien errichtete Schüler Helfen Leben 2006 das Jugendzentrum CK13, welches mittlerweile zu einem bedeutenden Anlaufpunkt für junge Serben geworden ist, die sich politisch engagieren. Im CK13 finden regelmäßig Konzerte, Filmabende aber auch Diskussionsrunden zu dort weitgehend umstrittenen Themen wie Homosexualität und Religionsfreiheit statt. Anschließend wird ein weiteres von Schüler Helfen Leben gefördertes Jugendzentrum im serbischen Zajecar im Grenzgebiet zu Bulgarien besucht.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten zwischen 16 und 25 Jahren alt sein und einen Reisepass besitzen, der am letzten Tag der Reise noch vier Monate gültig ist. Die Kosten für das gesamte Ostercamp betragen 275 Euro. Weitere Informationen sowie den Anmeldebogen erhalten interessierte Jugendliche telefonisch unter 04321/4890655 oder per Email senden.

"Streicht euch den 3. Juli 2014 dick im Kalender an!"

27. Februar 2014, Neumünster
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Ministerpräsident Albig ruft zur Teilnahme am Sozialen Tag auf

Heute, 27.02.2014, Kiel: Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident empfing die Freiwilligen der größten jugendlich geführten Hilfsorganisation Deutschlands – Schüler Helfen Leben – in der Staatskanzlei. Sie organisieren den Sozialen Tag 2014 und rufen jetzt zusammen mit Albig Schülerinnen und Schüler aus der Region auf, an diesem Tag nicht zur Schule, sondern arbeiten zu gehen und ihren Lohn an die Hilfsprojekte der Organisation zu spenden. Bis jetzt haben sich bereits 200 Schulen aus Schleswig-Holstein angemeldet. Anmeldung unter www.sozialertag.de.

„Solidarität ist nicht altmodisch, ganz im Gegenteil: Schüler Helfen Leben ist ein großartiges Beispiel dafür, wie viel Schülerinnen und Schüler bewegen können, wenn sie gemeinsam handeln“, betonte Ministerpräsident Albig. Heute lädt er drei der sieben Abiturienten ein, die momentan den Sozialen Tag 2014 aus dem Bundesbüro von Schüler Helfen Leben in Neumünster heraus organisieren. Grund für den Besuch war die Aufnahme einer gemeinsamen Videobotschaft, um noch mehr Schülerinnen und Schüler aus Schleswig-Holstein für soziales Engagement zu begeistern.

„Alle Schülerinnen und Schüler rufe ich daher auf, sich den 3. Juli 2014 dick im Kalender anzustreichen: Macht mit, arbeitet mit, helft mit und sammelt mit für die gute Sache! Es lohnt sich“, so der von der Arbeit der Hilfsorganisation überzeugte Ministerpräsident. Die Freiwilligen von Schüler Helfen Leben freuen sich über die Unterstützung der Landesregierung und informierten den Ministerpräsidenten über eine Neuheit am diesjährigen Sozialen Tag: Dieses Jahr wird nicht nur ein Jugendprojekt im ehemaligen Jugoslawien gefördert. Schüler Helfen Leben erweitert sein im letzten Jahr begonnenes Engagement für syrische Flüchtlinge um ein weiteres Projekt in Jordanien.

Schüler Helfen Leben wird auch in diesem Jahr Schülerinnen und Schüler mit in ihre Projektregionen nehmen, damit sie sehen können, wo genau ihr erarbeitetes Geld eingesetzt wird. Albig findet das großartig: „Junge Menschen engagieren sich, wenn sie damit konkrete Projekte verbinden.“ Die nächste Reise in die Projektregionen in Südosteuropa startet in den Osterferien vom 16.04.-27.04.2014. Interessierte zwischen 16 und 25 Jahren können sich bis zum 31.03.2014 unter info@schueler-helfen-leben.de bewerben. Die Kosten für das Camp betragen 275 Euro.

Zusammen: Hilfe für syrische Flüchtlinge!

8. Januar 2014, Neumünster
Till Wiechmann, 04321 48906-72, Email senden

Kieler Unternehmen Zöllner Holding GmbH beteiligt sich an Schüler-Aktion

"Wir hatten immer gehofft, dass auch Unternehmen mit anpacken, deshalb ist es natürlich toll, dass das auch tatsächlich geklappt hat - die Sache geht uns nun mal alle etwas an!", sagt der 18-jährige Freiwillige Till Wiechmann aus München über das Engagement der Zöllner GmbH innerhalb des von Schüler Helfen Leben (SHL) organisierten Spendenmarathons "100 Stunden für syrische Flüchtlinge". Dieser brachte insgesamt über 25.000 Euro zusammen.

Schüler Helfen Leben, die größe jugendlich geführte Hilfsorganisation Deutschlands, bekannt durch die jährliche Durchführung des Sozialen Tages, führe vom 04. bis 08. Dezember eine bundesweite Spendenaktion für ein Projekt in Nordjordanien durch. Dieses nimmt sich der Problematik des gravierenden Bldungsnotstandes von Kindern in den Flüchtlingsregionen nahe der syrischen Grenze an.

In diesem Aktionszeitraum von hundert Stunden erwirtschafteten Jugendliche mit eigenen Aktionen Geld für den guten Zweck: Schüler/innen organisierten Benefizkonzerte, führten Kuchenverkäufe durch, sammelten Spenden oder veranstalteten Events an der eigenen Schule. Mia Luckmann (19) aus Kiel, aktuell Freiwillige bei SHL, sagte stolz "Die Spenden kommen immer noch rein, aber wir können jetzt schon sagen, dass wir allein durch die Aktionen der Schülerinnen und Schüler über 25.000 Euro für den guten Zweck gemacht haben!"

Auch Unternehmen und Privatpersonen beteiligten sich: So zum Beispiel der Bundestagsabgeordnete Philipp Murmann mit seinem Unternehmen Zöllner Holding GmbH., Produzent von akustischen Signalalarmanlagen für Bahn- und Schiffahrt.

Nach siener Motivation gefragt antwortet er "Nicht nur das Projekt, sondern auch die Aktivität der Schülerinnen und Schüler hier in Kiel und ganz Deutschland hat mich beeindruckt. Das ist wirklich eine tolle Sache, ich finde, das muss man einfach unterstützen!" Die Schülerin Sjelle Hiebner (18), die im Zuge der Aktion am Friedrich-Hebbel-Gymnasium in Kiel ein Benefizkonzert organisiert hat, freut sich über die Beteiligung des Unternehmens: " Das ist natürlich der Hammer, das hat uns gleich motiviert, weiter zu machen!".

Die gesammelten Mittel werden für den Aufbau von jordanischen Schulen in der nördlichen Region Irbid genutzt. Zusammen mit der vor Ort tätigen Partnerorganisation Save the Cildren werden dort Klassenräume erweitert und mit Materialien ausgestattet, um den enormen Andrang von geflohnen syrischen Kindern bewältigen und deren Zugang zu Bildung überhaupt erst gewährleisten zu können.

Ein komletter Klassenraum wird nun mit den Mitteln der Zöllner Holding GmbH umgerüstet, weit mehr als die Jugendlichen sich erhofft hatten. Die offizielle Übergabe der Spende wird am 09. Januar 2014 um 14 Uhr im Firmengebäude der Zöllner Holding GmbH in Kiel Moorsee stattfinden. Mit dabei sind Merle Goßing (19) und Jonas Vallentin (19), die selbst vor Ort in den Flüchtlingslagern waren und jetzt im Zuge ihres Freiwilligendienstes den Spendenmarathon organisiert haben.

Schule aus? Helfen und etwas Großes bewegen

17. Dezember 2013, Neumünster
Jan-Nicholas Vogt, 04321 48906-71, Email senden

Sieben Schulabsolventen schaffen das, was sonst nur studierte Profis können

„Nach der Schule mit sechs anderen Jugendlichen bundesweite Spendenkampagnen organisieren? Das hätte ich nicht für möglich gehalten!“, sagt der 18-jährige Till Wiechmann aus München über sein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bei der größten jugendlich geführten Hilfsorganisation Deutschlands – Schüler Helfen Leben (SHL). Während sich die diesjährigen Freiwilligen auf den Höhepunkt ihres FSJs konzentrieren - den Sozialen Tag im Sommer 2014 – ruft die junge Organisation bereits jetzt Schülerinnen und Schüler auf, sich bis Mitte Februar dieses Jahres für ein FSJ zu bewerben.

Im August eines jeden Jahres beziehen sieben neue Jugendliche direkt nach der Schule das Bundesbüro der Hilfsorganisation in Neumünster. Nach ihrer zweiwöchigen Reise durch Südosteuropa, in der sie die Jugend- und Bildungsprojekte von SHL besuchen, starten sie mit der Organisation des Sozialen Tages.

Das Prinzip des Sozialen Tages ist einfach: Schülerinnen und Schüler gehen für einen Tag nicht in die Schule, sondern arbeiten im Familienbetrieb, helfen Oma im Haushalt oder mähen den Rasen der Nachbarn. Ihren Lohn spenden sie an die Projekte von Schüler Helfen Leben in Südosteuropa und in syrischen Flüchtlingslagern an der syrisch-jordanischen Grenze. Am letzten Aktionstag im Juni 2013 haben über 80.000 Schülerinnen und Schüler 1,6 Millionen Euro für den guten Zweck erarbeitet. Hinter diesen großen Zahlen steckt kein studiertes Expertenteam: Vom Fundraising bis zu Vorträgen in Schulen decken die jungen Freiwilligen alle Aufgaben ab, die auf dem Weg zum Sozialen Tag anfallen.

„Das Schöne an diesem FSJ ist, dass man selber etwas verändern und etwas komplett Neues auf die Beine stellen kann!“, sagt die 19-jährige Merle Goßing über die ersten Monate ihres Freiwilligendiensts bei SHL. April dieses Jahres fuhr sie mit einem Team der Organisation in das syrische Füchtlingscamp Za’atari in Nordjordanien. Dort traf Merle syrische Gleichaltrige, die aufgrund des Krieges fliehen mussten. Sie berichtet von einer großen Perspektivlosigkeit dieser Kinder und Jugendlichen aufgrund mangelnder Beschäftigungs- und Bildungsmöglichkeiten in dem Flüchtlingslager. Aus dem Grund beschlossen sie und ihre sechs neuen Kollegen zu Anfang ihres FSJs einen Spendenmarathon für syrische Flüchtlinge zu organisieren. Sie riefen Schülerinnen und Schüler zu dem Marathon unter dem Motto „100 Stunden für syrische Flüchtlinge“ vom 4. bis zum 8. Dezember auf. Trotz des Sturmtiefs Xaver nahmen viele Jugendliche mit Kuchenverkäufen oder Weihnachtsbasaren teil. Der Erlös wird in Schulen in syrischen Flüchtlingsregionen investiert.

„Die Organisation und Durchführung des Spendenmarathons war eine arbeitsaufwendige, aber tolle und lehrreiche Zeit. Jetzt freue ich mich auf den Sozialen Tag am 3. Juli 2014 und bin gespannt, welche Projekte unsere Nachfolger-Generation in Angriff nehmen wird“, sagt Jan Vogt (20). Er ist der diesjährige Pressesprecher von Schüler Helfen Leben. Wer sich derart aktiv in die Hilfsarbeit einbringen möchte, hat jetzt die Gelegenheit, sich zu bewerben. Mehr Informationen gibt’s es unter www.fsj.shl.info. Bewerbungsschluss ist der 17. Februar 2014.

Nach Besuch in Krisenregion: Jugendliche starten bundesweiten Spendenmarathon in Norddeutschland

6. November 2013, Neumünster
Jan-Nicholas Vogt, 04321 48906-71, Email senden

Vom 4.-8. Dezember: 100 Stunden für syrische Flüchtlinge

In der Vorweihnachtszeit engagieren sich Jugendliche aus ganz Deutschland für gleichaltrige syrische Flüchtlinge in Jordanien. Unter dem Motto „100 Stunden für syrische Flüchtlinge“ sammeln Schülerinnen und Schüler bundesweit durch viele Spendenaktionen Gelder, um Schulen in Jordanien auszubauen und mit Materialien auszustatten. „Ostern dieses Jahres haben wir uns mit syrischen Jugendlichen in Jordanien getroffen. Sie mussten fliehen, leben dort unter schlimmen Bedingungen und die meisten können nicht zur Schule gehen.“, berichtet Jonas (19). „Wir haben ihnen unser Versprechen gegeben: Wir werden in Deutschland etwas für euch tun!“, sagt Merle (19), die zusammen mit Jonas einen Freiwilligendienst bei Schüler Helfen Leben leistet.

Viele Jugendliche machen schon mit: Die Schülerinnen und Schüler der Eckernförder Jungmannschule unterstützen die Aktion mit einem Teil der Einnahmen ihres Weihnachtsbasares. Am Gymnasium Schenefeld verkaufen Jugendliche selbstgebackenen Kuchen für syrische Flüchtlinge. Berliner Schülerinnen der Wilma Rudolph Oberschule sammeln im Aktionszeitraum Spenden. Auch Unternehmen beteiligen sich an der Aktion. Beispielsweise werden in der Dortmunder Bar „Kaktusfarm“ die 100 Stunden zum Spendensammeln genutzt.

Die Spendengelder werden in jordanische Schulen in Flüchtlingsregionen investiert. Diese Schulen haben keine Kapazitäten, um die vielen syrischen Flüchtlingskinder zu unterrichten.

Weit über eine halbe Million syrische Flüchtlinge sind mittlerweile über die Grenze nach Jordanien geflohen. Mehr als die Hälfte davon sind Kinder und Jugendliche. Über 60 % von ihnen können nicht zur Schule gehen. Für diese Kinder und Jugendliche hat das gravierende Folgen: Sie sind dem Krieg in Syrien zwar entkommen, können aber in Jordanien ohne Schule keinen Alltag aufbauen. Es fehlen Perspektiven für die Zukunft.

Durch Bildungs- und Jugendprojekte für syrische Flüchtlinge versucht die größte jugendliche Hilfsorganisation Deutschlands – Schüler Helfen Leben – dieser Perspektivlosigkeit entgegen zu wirken. Seit April dieses Jahres fördern die Jugendlichen von Schüler Helfen Leben in Kooperation mit der Kinderrechtsorganisation Save The Children Projekte für syrische Kinder und Jugendliche in den Flüchtlingslagern Za’atari und King Abdullah Park in Jordanien. Diese wurden vor kurzem von Schülerinnen und Schülern besucht, die sich bei Schüler Helfen Leben engagieren. Zwei von ihnen – Merle und Jonas – absolvieren gerade ihren Freiwilligendienst bei Schüler Helfen Leben.

Mehr Informationen über „100 Stunden für syrische Flüchtlinge“ auf www.100stunden.org

Jugendliche besuchen Sozialer-Tag-Projekte

11. September 2013, Neumünster
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Sieben Jugendliche aus Schleswig-Holstein fahren 16 Tage durch die Projektregionen von Schüler Helfen Leben in Südosteuropa

Neumünster. Vor einem Monat haben die neuen Freiwilligen das Bundesbüro der größten jugendlich geführten Hilfsorganisation Deutschlands, Schüler Helfen Leben, bezogen. Von dort aus organisieren sie den Sozialen Tag 2014. Am kommenden Samstag fahren die Jugendlichen für zwei Wochen auf den Balkan, um die verschiedenen Projekte der Hilfsorganisation kennenzulernen.

Am Samstag, den 14. September, starten die sieben FSJlerinnen und FSJler im Alter von 17 bis 20 Jahren mit dem Bus aus Neumünster. Sonntagabend erreichen sie dann ihr erstes Ziel: Banja Luka, die zweitgrößte Stadt Bosniens. Das dort unterstützte Projekt „Gemeinsam unter einem Dach“ soll der ethnischen Teilung der Gesellschaft in Bosnien-Herzegowina entgegenwirken, indem gemeinsame Workshops und Freizeitaktivitäten für Schülerinnen und Schüler verschiedener Ethnien angeboten werden. Das Projekt wurde durch die Gelder des Sozialen Tages 2011 angestoßen.

Danach geht es für die Jugendlichen von Bosnien nach Serbien, Mazedonien, Albanien und zuletzt in das Kosovo. Insgesamt besuchen sie neun verschiedene Hilfsprojekte in fünf Balkanländern.

Der Freiwillige und gebürtige Neumünsteraner Jonas P. Vallentin (19) über die Wichtigkeit der Projektreise für die Arbeit in der Hilfsorganisation: „Wir werden nicht nur einen intensiven Einblick in die verschiedenen Kulturen der Balkanstaaten gewinnen, sondern auch sehen, wo die Spendengelder des Sozialen Tages eingesetzt werden. Die Reise wird unser Bewusstsein für das Engagement von Schüler Helfen Leben für Kinder und Jugendliche in Südosteuropa stärken.“

Ziel der Balkanreise ist auch, die Auslandsfreiwilligen von Schüler Helfen Leben in ihren Projekten zu besuchen. „Ich freue mich schon, den Freiwilligen aus dem Bundesbüro mein Projekt und die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Tirana, Albanien, näher zu bringen“, sagt Kerstin Jabs, die vor einigen Wochen Deutschland verlassen hat, um einen ausländischen Freiwilligendienst in einem der vielen Hilfsprojekte von Schüler Helfen Leben zu leisten.

Jugendliche Hilfe für syrische Flüchtlinge

9. September 2013, Neumünster
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Schüler Helfen Leben lud Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland zum Bundesweiten Aktiventreffen ein

Am vergangenen Freitag reisten 26 Jugendliche im Alter von 15 bis 22 aus allen Himmelsrichtungen der Bundesrepublik nach Bad Grund. Sie alle verbindet das Engagement in der größten jugendlich geführten Hilfsorganisation Deutschlands, Schüler Helfen Leben. Anlass für das Treffen waren unter anderem die neuen Projekte der Hilfsorganisation für syrische Flüchtlinge.

Am Anfang der Veranstaltung wurden die teilnehmenden Jugendlichen über das Engagement von Schüler Helfen Leben für syrische Flüchtlinge informiert.

Gemeinsam mit dem Projektpartner Save the Children schafft die Hilfsorganisation in den Flüchtlingslagern Za’atari und King Abdullah Park an der jordanischen Grenze zu Syrien Orte, in denen Kinder und Jugendliche ihre Freizeit gestalten, etwas lernen können und psychologische Betreuung erfahren, um das Erlebte zu verarbeiten.

Jonas P. Vallentin (19) konnte aus eigenen Erfahrungen über die aktuelle Situation in Jordanien berichten. Im April dieses Jahres flog er nach Jordanien, um sich ein Bild von der Lage im Flüchtlingscamp Za‘atari zu machen: „In der riesigen Zeltstadt leben momentan über 120.000 Flüchtlinge, darunter überwiegend Kinder und Jugendliche. Sie kommen teilweise ohne ihre Eltern über die Grenze nach Jordanien.“

Alle jugendlichen Aktiven waren sich einig, dass noch dieses Jahr etwas getan werden muss, um ein Zeichen für die vielen syrischen Flüchtlingskinder zu setzen. Im weiteren Tagesverlauf wurden Ideengruppen gebildet und erste Konzepte zu möglichen Aktionen, wie z.B. Weihnachtsbasare und Benefizkonzerte, vorgestellt.

„Ich bin begeistert von dem Enthusiasmus und den vielen Ideen, welche die Aktiven in Bezug auf die Syrien-Problematik und unser Engagement in Jordanien an den Tag legen. Ich denke, daraus wird dieses Jahr noch etwas Großes entstehen“, sagt Merle Goßing (19), Aktivenbetreuerin von Schüler Helfen Leben.

Ferien einmal anders – den Balkan entdecken

26. August 2013, Neumünster
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Schüler Helfen Leben nimmt Jugendliche aus ganz Deutschland mit auf große Reise durch Mazedonien

Vom 3. bis zum 13. Oktober 2013 findet das Herbstcamp der größten Jugendhilfsorganisation Deutschlands auf dem Balkan statt. Diesmal fahren Jugendliche in Begleitung von Schüler Helfen Leben nach Mazedonien in Südosteuropa. Zehn Tage lang haben sie die Chance, die mazedonische Kultur zu erkunden. Es sind noch Plätze frei. Anmeldeschluss ist der 9. September.

Unter dem Motto „Mazedonien mit eigenen Augen erleben!“ steht das diesjährige Herbstcamp. Ziel des Camps ist es, deutschen Jugendlichen einen direkten Einblick in die mazedonische Kultur und die vielfältigen Projekte von Schüler Helfen Leben auf dem Balkan zu ermöglichen.

Nach Ankunft in der mazedonischen Hauptstadt Skopje startet die Reise mit einem Besuch der Partnerorganisation „C.S.I. NADEZ“. Diese setzt sich in Shuto Orizari, der weltweit größten Roma-Siedlung, für Kinder und Jugendliche ein.

Auf der zweiten Hälfte des Herbstcamps geht es zum Ohridsee im Südwesten Mazedoniens, wo neben dem Besuch der Altstadt von Ohrid auch ein Austausch mit mazedonischen Jugendlichen vorgesehen ist. Während der Reise bekommen die Schüler die Möglichkeit, mehr über die verschiedenen Volksgruppen im multiethnischen Mazedonien und ihre Beziehungen zueinander zu erfahren.

„Obwohl Mazedonien ein vergleichbar kleiner Balkanstaat ist, hat er nicht nur auf kultureller und geschichtlicher Ebene viel zu bieten. Gerade die ethnischen und sozialen Disparitäten werden uns auf der Reise immer wieder begegnen und zum Nachdenken anregen“, sagt der 24-jährige Campleiter Kristian Cierpka. Er hofft, dass sich auch dieses Jahr wieder viele Jugendliche für den Balkan begeistern lassen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen mindestens 16 Jahre alt sein und einen Reisepass besitzen, der am letzten Tag der Reise noch vier Monate gültig ist. Die Kosten für das gesamte Herbstcamp betragen 275 Euro. Weitere Informationen sowie den Anmeldebogen erhalten interessierte Jugendliche bei der Aktivenbetreuerin Merle Goßing telefonisch unter 04321/4890655 oder per E-Mail an merle.gossing@schueler-helfen-leben.de.

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