Wo bitte geht's nach Burg Stargard?!?

von Roadblog, 0 Jahre
aus On the Road, Deutschland
Projekt Schultour 2009

VON: SUSI UND NICO

25.03.2009 13:55 Alter: 3 Monat(e)

Eigentlich wollten Susi und ich uns am Sonntagabend um 20.37 Uhr an Hamburger Hauptbahnhof treffen. Nachmittags dann der Anruf: "Ich hab schon 50 Minuten Verspätung..."

Also geht's halt noch später los. Nach kurzer Absprache per SMS war klar: Die erste gemeinsame Aktion wird das Aufsuchen des Food Courts an Hamburger Hbf. Bis dato ging Susi davon aus, dass wir die Nacht in Hamburg verbringen. Ich hatte die kurzfristige Planänderung von Ali allerdings mitbekommen. In Wirklichkeit lag eine zirka dreieinhalbstündige Autofahrt zu einer Jugendherberge in Burg Stargard vor uns.

Das Navi im Auto hatte die korrekte Adresse, also alles kein Problem. Zwar nervte uns das Gerät während der gesamten Fahrt mit der Warnung "Akku 33" statt mit Ansagen, wo wir lang fahren sollten, aber da wir scheinbar erfolgreich das Navi mit dem Zigarettenanzünder verbunden hatten, ignorierten wir diese Meldung gekonnt. Die Stimmung im Auto war super bis auf einmal der Nachtmodus des Navigationsgerätes in ein nüchternes Schwarz wechselte.

Mitten in der Pampa zwischen Kuhdorf und Kaff ohne Orientierung. Zum Glück war ein vernünftiger Deutschland-Atlas im Auto und so fanden wir die Jugendherberge nachdem wir dreimal an ihr vorbeigefahren waren. Dank Taschenlampe und präziser Beschreibung des Herbergsvaters fanden wir auch um 1:30 Uhr noch den versteckten Schlüssel.

Gute Nacht!

Montagmorgen, 8.00 Uhr.

Aufstehen, fertig machen, Frühstücken, Präsentation vorbereiten, Absprache, Abfahrt. Die Schule war schnell gefunden, wir wurden sogleich in den Raum geschickt, wo die Präsentation vorgeführt werden sollte. Da hier allerdings noch unterrichtet wurde, fragten wir im Sekretariat nach unserer Kontaktperson. Da entsprechende Dame heute leider krank war, übernahm es ein anderer Lehrer, uns den Beamer zu übergeben. Zwar funktionierte die Referentenansicht nicht, aber das Referat haben wir trotzdem hinbekommen. Da weder von Schüler-, noch von Lehrerseite auch nur eine einzige Zwischenfrage kam, war das Referat relativ schnell zu Ende und wir zogen ab.

Wir hatten Hunger, aber kein Restaurant hatte auf und so überlegten wir uns die Gestaltung des weiteren Tages. Bei dem Dauerregen kam nichts unter freiem Himmel in Frage, so kamen wir auf Kino. Dank der Beschreibung eines netten Herrn fanden wir das Kino recht schnell und planen, heute Abend dort einen Film zu schauen. Wir wollten erst mal zurück zur Jugendherberge, was sich allerdings schwerer gestaltete als vermutet. Da wir auf dem Hinweg scheinbar sehr komisch gefahren waren, konnte keiner von uns sich erinnern, wie wir zurückkommen. Nachdem wir zum dritten Mal im Kreisel im Ortszentrum gelandet waren, fragten wir. Drei Minuten später waren wir auf der richtigen Straße. Nachdem wir geblitzt worden waren merkten wir, dass wir seit 30 Kilometern zwar auf der richtigen Straße, allerdings nicht in die richtige Richtung gefahren waren...

Insgesamt kann mal also von einem nur bedingt positivem Tag sprechen, hoffentlich wird morgen besser!

Susi und Nico