Das Meer, das Meer :)

von Roadblog, 0 Jahre
aus On the Road, Deutschland
Projekt Schultour 2009
25.03.2009 13:57 Alter: 3 Monat(e)


Dienstag, 24.03., Burg Stargard.

Der Tag begann lauter als der vorherige. Während wir am Montagmorgen die ersten Aktiven in der Jugendherberge gewesen waren, liefen heute schon ab 7 Uhr kreischend kleine Kinder durchs Gebäude. Dass eines der Achter-Zimmer direkt neben unserem lag, hatte für uns ein unruhiges Erwachen zur Folge. Ähnliche Situation im Frühstücksraum, doch zu unserem Glück verließ die Horde das Schlachtfeld gerade bei unserer Ankunft.

Der Weg zu unserer nächsten Schule (in Blankensee (nein, nicht Blankenese!!)) war simpel, jedoch nicht minder abenteuerlich als unsere bisherigen Touren. Eine im Straßenatlas als normale Landstraße ausgegebene ?Straße?, die nahezu komplett aus Nachbesserungen bestand und zwischendurch in Haarnadelkurven oder bei Extremgefälle auf Kopfsteinpflaster wechselte, war für uns neu.

Die Schule war schnell gefunden, die Ansprechpartnerin sehr engagiert (sie hatte die Info bekommen, wir würden eine Übernachtungsgelegenheit benötigen und entsprechend Betten bezogen und uns zum Essen eingeplant) und die Aula mit Beamer etc. ausgestattet. Zwar waren die dort installierten Kabel unbrauchbar, doch wir waren ja vorbereitet (Susi und Anneke hatten ja schon in Kiel ein neues Monitorkabel für SHL erstandenJ). Der Vortag war nunmehr weder technisch, noch inhaltlich ein Problem. Die 5ten und 6ten Klassen waren interessiert, begeistert und hatten hunderte von Fragen. Sie kannten zusammen fast alle Staaten der Balkanregion und begeisterten uns mit ihren großen Interesse und ihren kritischen Fragen.

Nach einer warmen Mahlzeit hatten wir den zweiten Vortrag vor den 7ten bis 9ten Klassen. Die Begeisterung hier war - wie erwartet - geringer und die Schüler versuchten die Türkei, Zypern und Griechenland dem Balkan anzugliedern. Nach den insgesamt zwei Zwischenfragen verabschiedeten wir uns von dem sehr netten Schulkollegium und machten uns auf den Weg nach Rostock.

 

Zunächst einen riesigen Dank von Susi an Ali, sie ist begeistert. Zur Erklärung: Unsere hiesige Jugendherberge befindet sich auf einem Schiff im Rostocker Hafen. Ob man es eng oder kuschlig nennt, ist Meinungssache, auf jeden Fall ist es etwas Besonderes. Für mich (ich komme aus Hamburg und jobbe im Hafentheater) ist Wasser in größeren Mengen nichts besonderes, aber Susi, die aus einem Mittelgebirgsland kommt, schafft es, sich seit Stunden über die Nähe der Ostsee zu freuen.

 

Morgen geht es an eine Grundschule. Das klingt zwar positiv, da die jüngeren Schüler oft motivierter sind, allerdings wird es wohl auch einigermaßen anstrengend. Mal abgesehen davon müssen wir bereits um 8 Uhr abfahren, da sind wir bisher erst aufgestanden.

 

Susi und Nico