Nein, der Balkan liegt nicht in Afghanistan...
Endlich hab ich es geschafft, unsere Tour auch mal in Wort zu fassen und sie online zu stellen.
Unsere Tour war super. Wir hatten eine Menge Spaß und ich glaube die Jugendlichen haben unsere Vorträge auch sehr gut angenommen.
Zuerst verschlug es uns nach Großefehn, das liegt ein paar Kilometer westlich von Oldenburg in Niedersachsen. Thomas schrieb morgens noch schnell seine letzte Abiturklausur, feierte ein bisschen und schon gings los. Wir hatten die Wahl zwischen einer völlig verstopften A1 mit einer einzigen Großbaustelle, oder den schönen Landstraßen Niedersachsens. Wir entschlossen uns für letzteres und fuhren los. Nach 3-3 ½ Stunden fahrt und schmerzenden Hinterteilen erreichten wir die Jugendherberge in Westerstede, wo wir schon erwartet wurden. Wir waren schließlich die letzten Anreisenden für diesen Abend. Nachdem wir unsere Sachen abgelegt hatten fuhren wir in die Stadt, wenn man das als Stadtrand Hamburger so nennen darf, und füllten unsere doch recht leeren Mägen. Wieder zurück in der Jugendherberge überarbeiteten wir noch mal unsere Präsentation, überlegten wann wir morgen los mussten und schliefen auch als bald ein.
Der nächste Morgen fing leider nicht so entspannt an, wie der letzte Tag aufgehört hatte, da wir um 7:00 Uhr von lauter Musik, die direkt vor unserer Zimmertür platziert war, aufgeweckt wurde. Ich machte die Musik schnell wieder aus und stieß dabei auf ein ganz erstauntes Gesicht eines Betreuers einer anderen Gruppe.
Ein schnelles Frühstück und schon ging es auf zur Schule. In der Schule wurden wir von einem netten Lehrer begrüßt. Während wir unseren Laptop und den Beamer aufbauten, kam der Schulleiter vorbei und wollte uns doch glatt des Geländes verweisen, aber nachdem wir uns auch ihm noch mal vorgestellt hatten, war ihm die ganze Angelegenheit doch recht peinlich.
Die Vorträge verliefen ohne Probleme. Wir haben dabei auch gelernt, dass der Balkan in Afrika liegt und wenn nicht da, dann eben in Marokko? ;), wie auch nicht?! Dann muss er ja in Afghanistan liegen. All dies waren Antworten auf die, anscheinend doch schwere, Frage wo den der Balkan liege.
Nach den Vorträgen und den letzten interessanten Fragen/ Aussagen: - Den Menschen ging es doch mit Tito besser?! Und wieso wird den überhaupt geholfen, die haben sich doch alles selber kaputt gemacht?!, wurden wir noch zum Mittagessen eingeladen, wo wir den Schulleiter dann noch einmal besser kennen lernten.
Anschließend fuhren wir wieder nach Hause, spätestens jetzt wurde uns klar, dass im Landkreis Großefehn wohl nur 70 km/h auf den Landstraßen gefahren wird, obwohl keine Begrenzung ausgeschrieben war. Warum haben wir leider nie rausbekommen...
Also Leute passt auf, wenn ihr mal in dieser Gegend unterwegs seit.
Mittwoch ging es dann wieder los nach Osnabrück, schon wieder hätten wir über die A1 fahren müssen? ;-) Wir entschieden uns allerdings dagegen und fuhren schön über Hannover (bzw. "hinten rum", wie eine Lehrkraft sagte).
Die Jugendherberge will ich jetzt lieber nicht erwähnen, die war viel zu schrecklich: Nur eine Dusche und ein Klo für die Mädchen, kein Frühstück, viel zu laute Türen, ein völlig verplanter Zivi usw.
Aber zum Glück mussten wir nur eine Nacht in ähh diesem Haus bleiben und als Tipp: wer in Osnabrück mal übernachten muss, sucht euch lieber einbilliges Hotel, als diese Jugendherberge?
Am nächsten Morgen erwarteten uns dann ganz gespannte Hauptschüler. Es kamen zwar keine Nachfragen, doch wir hatten das Gefühl, dass sie doch sehr interessiert und aufmerksam waren. Danach gingen wir in eine Förderschule. Wir waren schon selber ganz gespannt was uns erwarten würde, da man ja nicht jeden Tag mit Förderschulkindern zu tun hat. Dieser Vortrag übertraf alle unsere Erwartungen. Der Balkan lag diese Mal zwar wieder in Afghanistan, aber das wussten wir ja nun schon? Neu war der Balkan diesmal in Spanien, doch alle Kinder waren ganz gespannt und stellten am Ende auch super Fragen.
Mittlerweile doch recht müde, machten wir uns am Ende des Vortrages wieder auf den Heimweg.
Freitag fuhren wir dann gleich weiter nach Elmshorn zur Bismarckschule. Der erste Vortrag war grausam. Die Schüler der 7. und 8. Klasse waren nur am Klatschen, Reden und Lachen. Es freut uns ja, wenn es ihnen gut geht und der Vortrag gut ist, nur irgendwann ist es einfach nur anstrengend. Aber auch den Vortrag haben wir gemeistert und freuten uns dann auf die älteren Schüler der 9. und 10. Klassen. Dieser Vortrag verlief völlig reibungslos und jaa ihr dürft auch in einer Dönerbude arbeiten?
Im dritten und letzten Vortrag durften wir die 11. und 12. Klassen für den Sozialen Tag motivieren, sie über Schüler helfen Leben informieren und natürlich ordentlich die Werbetrommel läuten lassen. In diesem Vortrag wurde ich die komplette irritiert, da ich die ganze Zeit das Gefühl hatte, dass doch Chris vor mir sitzen würde, aber er war es natürlich nicht, sonder "nur" ein perfektes Chris double.
Allgemein können wir nur auf eine super Schultourwoche mit netten Kindern, Lehrern und Schulsprechern zurück blicken. Und immer wieder netten Anrufen von Ali, was macht ihr jetzt heute, wo übernachtet ihr, und läuft bei euch alles super??!! Wir konnten dank hilfreichem Navi, der tollen Planung von Ali, Basti und Pascal und fast nur netten Leuten auch immer nur positives Berichten. Lehrreich war die Tour allemal, denn den Balkan gibt es fast weltweit?
Liebe Grüße und wir hoffen ihr hattet eine genauso spaßige und tolle Schultour wie wir.
