Leicht verplant in Rendsburg
7:37 Uhr: Endlich fährt der Zug. Nach gefühlten zwei Stunden Wartezeit im SH-Express sind wir nun auf dem Weg nach Rendsburg.
8:03 Uhr: Ankunft in Rendsburg Hauptbahnhof. Naja, eigentlich gibt es ja nur einen Bahnhof in Rendsburg. Aufgrund meiner (Tobias) guten Stadtkenntnisse finden wir sehr zügig und ohne Umwege das Helene-Lange-Gymnasium.
8:19 Uhr: Nachdem wir fälschlicherweise als Schüler erkannt wurden, durften wir nach der Klarstellung sogar durch den Lehrergang zum Sekretariat gehen. Von dort werden weiter zur Aula geführt, in der wir unsere Vorträge halten sollen.
8:28 Uhr: Gleich geht es los: Beamer und Laptop laufen einwandfrei, die Powerpoint-Präsentation ist an der Leinwand angestrahlt. Fehlen noch die Schüler.
8:31 Uhr: Frau Turan kommt in die Aula, stellt sich vor und eröffnet uns, dass wir eigentlich für morgen eingeplant sind. PANIK!!!! Sind wir vielleicht an der falschen Schule gelandet?
8:35 Uhr: Ein Telefonat bringt Klarheit. Aufgrund eines Fehlers im System sind wir jetzt anscheinend sinnlos in Rendsburg. Was tun?
8:40 Uhr: Die Idee! Gut, dass ich (Tobias) hier in Rendsburg zur Schule gegangen bin. In nicht allzu weiter Entfernung steht meine alte Schule, die Herderschule. Wir machen uns auf den Weg zu einem Besuch. Vielleicht möchten ja dort einige Lehrer, dass wir Vorträge halten, wenn auch nicht eingeplant.
9:20 Uhr: Große Pause. Und wer läuft uns über den Weg? Herr Borstelmann, mein (Tobias) ehemaliger Erdkunde-LK-Lehrer. Über die Frage, ob wir Schultour-Vorträge halten sollen, ist er begeistert und organisiert uns einen Vortrag in seiner siebten Klasse.
9:35 Uhr - 10:20 Uhr: Nach anfänglichen Technik-Problemen starteten wir unseren ersten Vortrag des Tages. Meine (Marion) obligatorische Frage nach den Balkanländern wurde besonders von zwei Schülern sehr zufriedenstellend beantwortet. Anscheinend haben doch einige beim Erdkunde-Unterricht aufgepasst. Großes Lob!
10:20 Uhr - 11:25 Uhr: Pause. In der vierten Stunde hatten wir keinen Vortrag und verbrachten die Zeit auf dem Schulhof in der Sonne.
11:35 Uhr: Ohne Lehrer gehen wir nun in den nächsten Klassenraum. 12. Jahrgang, gesellschaftliches Profil. Der fest installierte Beamer funktioniert nicht richtig, so fangen wir halt erstmal ohne Präsentation an. Etwas später kommt dann der Lehrer und bringt einen anderen Beamer mit, der dann glücklicherweise funktionstüchtig ist.
Die Frage nach den Balkanländern kann nur von wenigen Schülern hinreichend beantwortet werden. Etwas bitter für ein gesellschaftliches Profil... Vielleicht kennen sie die Länder jetzt ein bisschen besser. Zur Erinnerung: Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Albanien, Kosovo, Mazedonien, Rumänien, Bulgarien und Moldawien.
12:05 Uhr: Ohne Probleme kann die 5d der Herderschule diese Länder aufzählen. Hätten wir nach den Hauptstädten gefragt, wären diese mit Sicherheit auch genannt worden. Auch die Landesflaggen können gut zugeordnet werden. Daumen hoch für diese Erdkundekenntnisse! Der Vortrag macht viel Spaß und die Kinder lernen so einiges über die Situation ihrer Altersgenossen auf dem Balkan und unsere Projekte.
12:45 Uhr: Der dritte Vortrag ist zu Ende, jetzt heißt es schnell zum Zug, der um 12:56 fährt. Da wir nicht wissen, dass wir ihn verpassen, rennen wir zum Bahnhof. Leider sind wir zu spät und müssen noch eine Stunde auf den nächsten Zug warten.
13:59 Uhr: Wir haben es rechtzeitig zum Zug nach Neumünster geschafft. Wir hatten ja auch eine Stunde Zeit. Diese Stunde verbrachten wir größtenteils sinnvoll in der Sonne im Stadtpark.
Fazit:
Auch Spontan-Vorträge in einer nicht zur Schultour angemeldeten Schule machen unheimlich viel Spaß. Man trifft alte Bekannte (Lehrer & Schüler) und motiviert ganz nebenbei viele Schülerinnen und Schüler zum Sozialen Tag. Wir konnten so einige für die Teilnahme am Sozialen Tag begeistern und freuen uns auf die Ergebnisse der Herderschule.
Zum Erdkundeunterricht:
Man merkt, dass die Oberstufe leider sehr schlecht in der Lage ist, die Länder des Balkans aufzuzählen. Die können sich auf jeden Fall eine Scheibe von den jüngeren Schülerinnen und Schülern abschneiden.
Als Tipp: Vielleicht sollte sich der Lehrplan in Erdkunde auch öfters mal mit den Ländern vor unserer Haustür beschäftigen.


