Jugendpolitik in den Anfängen
Wie sieht eigentlich die Jugendpolitk aus in Serbien und spezieller in Novi Sad?
Diese doch recht allgemeine Frage möchte ich beantworten, indem ich euch die Organisation "Res Polis" vorstelle, die sich in Novi Sad für Jugendliche engagiert.
Dazu waren die Leiter Bojan Krickovic und Boris Negeli bei mir zu Gast. Beide sind schon lange bei NGOs engagiert. Zu ihrer persönlichen Aktivenlaufbahn sagen sie:
" If you feel the taste of this life, you can't forget it." (Bojan)
" I am something like an NGO-Junkie"(Boris)
Auf die Frage, was Res Polis denn auszeichne, erklärte mir Boris: " Youth works for youth in our organization and the other sector is unformal education".
Allgemein beschäftigen sie sich mit allen Problemen, die Jugendliche haben, in letzter Zeit widmen sie sich verstärkt dem Thema Jugendarbeitslosigkeit.
Bereits erfolgreich läuft ein Projekt um Jugendorganisationen in der Region besser zu verknüpfen:
"The seminar last week was a project management cycle. The target was also to establish a connection between local and regional organizations from Serbia, Bosnia, Croatia."
Dies sei nötig, nach allem was passiert sei, ich wisse schon was er meine. Das Wort Krieg nimmt Boris nicht in den Mund.
Die Verbindungen seien noch immer schwach und zunächst sei es schwer gewesen Partnerorganisationen in Kroatien zum Beispiel zu finden, erklärt mir der Vorsitzende von Res Polis, aber dann hatten sie doch wesentlich mehr Bewerbungen als erwartet.
Zur allgemeinen Lage der Jugendpolitik sagten mir die zwei, dass sie jetzt schon wesentlich besser sei als vor ein paar Jahren, "but not great, always it could be better".
Zumindest gebe es jetzt seit 2007 ein Ministerium für Jugend und Sport und ein Budget für Jugendprojekte. Das bedeutet, das seit dann sich auch der Staat um Jugendprojekte kümmert und sie zum Teil auch fördert und nicht mehr nur NGOs allein diese Aufgabe übernehmen.
Außerdem wurde eine Strategie für Jugendpolitik von verschiedenen JugendNGOs ausgearbeitet.
Eine der größten von ihnen ist Gradjanske Inicijative. Andere NGOs, die an diesem Programm mitarbeiteten, sind weniger bekannt und es wird vermutet, das einige von diese Organisationen eigentlich von den Jugendgruppen parlamentarischer Parteien gegründet wurden, um mehr Mitspracherecht zu bekommen.
Eine kleine Anekdote zum Schluss, vielleicht eher eine Fußnote:
Als die meine zwei Interviewpartern gegangen waren, kam der Freund meiner Kollegin ins Ck13 und sagte mir, dass er eben gerade vor der Tür seinen Nachbar getroffen habe. In Novi Sad kennt also doch jeder jeden.
Links für weitere Informationen:
respolis.com
www.gradjanske.org
www.mos.sr.gov.yu





