Wilkommen in Sarajevo

von Tobias Feitkenhauer, 0 Jahre
aus Neumünster,
Projekt Bundesbüro
17.09.2010 08:11 Alter: 2 Monat(e)

Der erste Teil unserer zwölftägigen Reise.



Nach 26 Stunden Fahrt sind wir jetzt endlich an unserem ersten Reiseziel angelangt. Was bisher passiert ist:

Mit der Aussicht auf eine sehr lange Zugfahrt stiegen wir gestern in Neumünster um 4.25 in den Zug Richtung Hamburg. Von dort aus ging es weiter mit dem ICE nach München, wo der eigentliche Teil der Reise begann: Die Fahrt nach Südosteuropa. 

Bis nach Zagreb fuhren wir in einem Zug der OBB und spätestens an der slowenischen Grenze war klar, dass wir das Europa, welches wir kennen, verlassen hatten. Häuser, die nicht fertig gestellt waren und viele alte Autos sind nur zwei Indizien dafür, dass wir jetzt dort sind, wo wir hin wollen: Der Balkan.

An der slowenisch-kroatischen Grenze wurden wir das erste Mal von Grenzern kontrolliert. Mittlerweile war es 20 Uhr und dunkel. Innen wurden die Pässe kontrolliert und außen wurde der Zug abgesucht, so, wie man sich eine richtige Grenzkontrolle vorstellt.

Abgesehen von den ständigen Ticketkontrollen - insgesamt wurden wir sieben Mal auf der Strecke Neumünster - Zagreb kontrolliert - verlief die Fahrt in die Hauptstadt Kroatiens ruhig.

In Zagreb angekommen stiegen wir in unseren Nachtzug um und nach einer weiteren Passkontrolle befanden wir uns in Bosnien und Herzegowina. Jetzt konnten wir die Vorzüge des Schlafwaggons ausnutzen, zogen unsere Sitze aus und legten uns schlafen. Um vier Uhr wurden wir aus dem Schlaf gerissen. Die Tür wurde unsanft aufgerissen und eine Männerstimme rief "Ticket, Ticket".

Als wir heute morgen aufwachten, befanden wir uns schon in den Vororten von Sarajevo und am Hauptbahnhof wurden wir schon erwartet: Das erste Mal seit langer Zeit sahen wir Patricia und Jan, unsere Auslandsfreiwilligen aus Sarajevo, wieder.

 

Wie unsere Reise weitergegangen ist? Auf dem Blog der Kieler Nachrichten kannst du unsere Reiseroute verfolgen.