Schule Anmelden Popup

Der Gewinner steht fest: "Straßenkindern eine Chance"

Sozial benachteiligte Kinder unterstützen!

250 Schülerinnen und Schüler wählten am Samstag "Straßenkindern eine Chance" zum Projekt des Sozialen Tages 2010. 47 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmern stimmten für das Projekt, welches in Albaniens Hauptstadt Tirana liegt und mit 189.000 Euro gefördert wird.

 

Die aktuelle Situation

Straßenkinder in Albanien werden diskriminiert und sind von der Gesellschaft ausgeschlossen. Viele sind nicht staatlich registriert, das heißt, ihnen bleiben Grundrechte verwehrt und sie leben in der ständigen Gefahr, misshandelt zu werden. Die bisherigen staatlichen Dienste, die so etwas verhindern sollten, sind unzureichend. Straßensozialarbeiter sind nicht ausreichend ausgebildet und können dadurch nicht angemessen auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen eingehen.

Dieses Projekt wird zusammen mit den staatlichen Jugendschutzbüros "Social Organisation for the Support of Youth" (ARSIS) umgesetzt. Diese sind neu eingerichtete Büros, die sich um sozial benachteiligte Kinder kümmern sollen. Dadurch, dass ARSIS direkt mit staatlichen Einrichtungen zusammenarbeitet, besteht die Hoffnung, dass der Staat allmählich seine Unterstützung für Kinder und Jugendliche, die auf der Straße leben, verbessert. ARSIS wird sich in den Medien und gegenüber Politikern für Rechte von Kindern und Jugendlichen, die auf der Straße leben, einsetzen, um für diese eine bessere Zukunft zu schaffen.

 

Wie geben wir Kindern eine Chance?

Das Projekt soll mindestens von September 2010 bis August 2012 gefördert werden. In dieser Zeit findet zum Beispiel eine Infotour in Tirana statt. Sozialarbeiter werden mit einem Bus durch die Stadtteile Tiranas reisen, in denen viele benachteiligte Gruppen leben. Insbesondere viele Kinder und Jugendliche sind obdachlos, haben keinerlei Perspektiven und wissen kaum etwas über ihre Rechte. Die Straßensozialarbeiter sind ausgebildet, um Workshops über Arbeitsmöglichkeiten, Familienplanung, Rechte und Pflichten und über einen organisierten Alltag zu halten. Bisher trauen sich nur wenige, aktiv und sichtbar ihre Rechte und eine bessere Lebenssituation einzufordern, denn weder der Staat noch die Gesellschaft versuchen, diese Gruppen in die Gesellschaft zu integrieren.

 

Sandra Khusrawi war vor Ort

"Ich finde, dass die Rechte von Kindern uns alle angehen. Gegen deren Missachtung muss man etwas tun!", findet Sandra Khusrawi (31), die für die SHL Stiftung arbeitet. Sie war schon vor Ort, hat das Team besucht und kennt die zukünftigen Leiter des Projekts. Das Besondere sei, dass das Projekt für eine Gruppe von Kindern arbeitet, die sonst vernachlässigt würden. Wichtig hierbei sei, dass man auf zwei Ebenen arbeitet, denn man versuche auch auf staatlicher Ebene, die Situation der Kinder nachhaltig zu verbessern.

Galerie

ptojrkt10

projekt9

projekt8

Bild aus dem Projekt 6

Bild aus dem Projekt 5

ST13_Tisch2