Die Entstehung von SHL

Als im Jahre 1992 eine Gruppe Jugendlicher mit Papas Auto in Richtung Kroatien aufbrachen, war an bundesweite Aktionstage für Gleichaltrige noch nicht zu denken. Vierzehn Jahre später arbeiten 390.000 Schüler in ganz Deutschland für den guten Zweck.

1992

Spontane Hilfe mit Papas Auto. Schüler aus Bad Kreuznach fahren mit ihren privaten PKWs nach Kroatien, um Hilfsgüter direkt zu den Bedürftigen zu bringen. Die Fernsehberichte ließen die Schüler nicht ruhen, sie wollten schnell und unkompliziert helfen. Sie packen Pakete für Gleichaltrige im ehemaligen Jugoslawien.

300 Schulen in Rheinland-Pfalz sammeln Hilfsgüter. 30 Tonnen Hilfsgüter kommen zusammen. Die Schüler wollen ihre Pakete nicht "blind" losschicken, sondern dabei sein, wenn die Hilfe ihr Ziel erreicht. Der Name "Schüler Helfen Leben" wird geboren.

"Jeder Schüler gibt eine Mark". Es werden bundesweit rund 1,5 Millionen Mark gesammelt. Mit diesem Ergebnis hatte niemand gerechnet. Mit dem Geld konnte SHL auf dem Balkan zahlreiche Schulen wieder aufbauen.

1994-1996 

Beteiligung am Wiederaufbau der Grundschule VII in Mostar. Gemeinsam mit der EU-Verwaltung in Mostar und einem Finanzaufwand von über 2 Millionen Mark wird die Schule wieder aufgebaut. Sie zählt heute in Sachen Ausstattung zu den besten Schulen der Region.

1994-1997

Schaffung von 500 Kindergartenplätzen in Sarajevo. Erst nach dem UN-Ultimatum an die Serben im Februar 1994 konnten Kindergärten wieder aufgebaut werden. SHL setzte fünf große Kindergärten in Sarajevo wieder instand.

Instandsetzung der Taubstummenschule. SHL renoviert die vor dem Krieg europaweit anerkannte Taubstummenschule "Nemanja Vlatkovic", in der 50 Schüler unterrichtet werden. Das Dach wird geflickt, Löcher in den Wänden gestopft und eine neue Heizung installiert.

Unterrichtsmaterialien für über 48.000 Schüler. SHL verteilt in ganz Bosnien 1200 Kisten voller Stifte und Hefte sowie 400 Kisten mit Sportmaterial wie Bällen, aber auch 200 Kisten mit Lehrerutensilien und 400 weitere Kisten mit Material für den Kunstunterricht.

1996

Erstes Sommerlager in Zuljana auf Peljesac. 28 Jugendliche aus Deutschland und Bosnien campen gemeinsam an der kroatischen Adriaküste. Für die bosnischen Jugendlichen war es das erste Mal seit vier Jahren, dass sie Urlaub an der Adria verbringen konnten, für die meisten deutschen Jugendlichen war das Sommerlager die erste Begegnung mit Gleichaltrigen aus der Krisenregion überhaupt.

1997

Abschluss der Wiederaufbauprojekte. Die letzte Schule mit Kindergarten im bosnischen Bergland wird übergeben.

1997-2000

Youthnet: Vernetzung von Jugendgruppen aus ganz Bosnien und darüber hinaus. Über Seminare und E-Mail tauschen sich junge Vertreter aller Volksgruppen aus und arbeiten am ersten gesamtbosnischen Jugendmagazin nepitani ("Die Ungefragten")

1998

Erster Sozialer Tag. In Schleswig-Holstein haben 35.000 Schülerinnen und Schüler ihren ganz besonderen Schultag: Sie helfen zuhause im Garten, sortieren Akten oder führen Nachbars Hund aus. 920.000 Euro kommen beim ersten landesweiten Aktionstag von Schüler Helfen Leben zusammen.

1999

100.000 Mark in 100 Stunden. Im Kosovo herrscht Krieg. Um den Jugendlichen dort schnell zu helfen, startet Schüler Helfen Leben die Aktion "100.000 Mark in 100 Stunden" an Schulen in Norddeutschland. Am Ende kommen über 350.000 Mark zusammen.

2000

Zweiter Sozialer Tag.  In Schleswig-Holstein und Hamburg bleiben ganze Klassenräume leer, rund 100.000 Schülerinnen und Schüler arbeiten für den guten Zweck. Am Ende des Tages jubeln sie über 2,15 Millionen Euro für die SHL-Projekte.

"Erste Hilfe" im Kosovo. Es werden 25 Schulen mit Unterrichtmaterial, Heizungen, Tafeln usw. ausgestattet.

2001

Handschlag-Aktion. Schüler Helfen Leben geht auf große Balkan-Informationstour durch Deutschland. Deutsche Jugendliche demonstrieren mit "Handschlägen" auf Leinentücher ihre Solidarität mit den Jugendlichen auf dem Balkan.

2002 

Gründung der Stiftung Schüler Helfen Leben. Am 1. März 2002 gründet Schüler Helfen Leben e.V. die erste Stiftung Deutschlands, die von jungen Erwachsenen geführt wird: die Stiftung Schüler Helfen Leben. Das Hauptziel ist dabei, die Projekte in Südosteuropa langfristig zu betreuen und finanziell abzusichern.

Dritter Sozialer Tag. Rund 210.000 Schülerinnen und Schüler aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen arbeiten einen Tag für den guten Zweck und sammeln 3,8 Millionen Euro.

2004

Vierter Sozialer Tag. In Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen und Berlin machen 220.000 junge Menschen mit, rund 3,2 Millionen Euro kommen zusammen.

2005 

Fünfter Sozialer Tag. In Sachsen sammeln rund 15.000 Schüler über 150.000 Euro für die SHL-Projekte.

2006

Erster bundesweiter Sozialer Tag. Schüler Helfen Leben bündelt seine Kräfte, um Schülerinnen und Schüler in ganz Deutschland für die gute Sache zu mobilisieren. Rund 200.000 Schüler sind dabei, sie erwirtschaften rund 2 Millionen Euro.

2007

Zweiter bundesweiter Sozialer Tag. Auch der zweite bundesweite Soziale Tag wurde zu einem vollen Erfolg: mehr als 100.000 Schüler erarbeiteten rund 2 Millionen Euro.

2008

Dritter bundesweiter Sozialer Tag. Schüler aus ganz Deutschland erarbeiten rund 2 Millionen Euro: Wiedermal ein voller Erfolg!

2009

Vierter bundesweiter Sozialer Tag. Insgesamt sind rund 1100 Schulen angemeldet. Trotz Wirtschaftskrise kommen rund 1,5 Millionen Euro zusammen.

2010

Fünfter bundesweiter Sozialer Tag. In diesem Jahr haben weit über hunderttausend Schüler insgesamt 1,6 Millionen Euro für die Jugend- und Bildungsprojekte von SHL erarbeitet. Die Planung für den nächsten Sozialen Tag am 8. Juni 2011 laufen schon auf Hochtouren.

2011

Sechster bundesweiter Sozialer Tag. Hunderttausend Schüler und Schülerinnen krempeln erneut die Ärmel hoch. Dabei werden 1,6 Millionen Euro gesammelt, die für SHL-Projekte im Balkan eingesetzt werden.