Schüler*innenvertretung ASuBiH

Ort: Sarajevo bzw. landesweit, Bosnien und Herzegowina

Partnerorganisation: ASuBiH

Laufzeit: seit 2008

Fördersumme: ca. 15.000 Euro/Jahr

Die bosnienweite Schüler*innenvertretung klärt über die Rechte von Jugendlichen auf. Zudem vertritt sie die Meinung der Schüler*innen gegenüber der Öffentlichkeit sowie Politiker*innen. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zu einer Demokratisierung der bosnischen Gesellschaft. 

Bosnien und Herzegowina ist ein gespaltenes Land, was sich unter anderem im Bereich der Bildung zeigt: Es gibt ein serbisches, kroatisches und bosniakisches Bildungssystem. Das bedeutet z.B. für Schüler*innen in ethnisch gemischten Gebieten, dass sie in einem Gebäude, aber von unterschiedlichen Lehrer*innen nach getrennten Lehrplänen unterrichtet werden. Manchmal ist der Schulhof durch einen Zaun getrennt, um den Austausch untereinander zu verhindern. Der Unterrichtsstil ist im Allgemeinen geprägt von Frontalunterricht. Reines Auswendiglernen steht auf der Tagesordnung, zu Diskussionen kommt es selten.

Gemeinsam Präsenz zeigen und für Rechte eintreten

ASuBiH ist ein landesweiter ethnien-übergreifender Verband von Schüler*innenvertretungen, der sich für die Verbesserung der Situation an einzelnen Schulen und des Schulsystems insgesamt, sowie für die Stärkung der Rechte von Jugendlichen einsetzt. ASuBiH vertritt die Meinung der Schüler*innen gegenüber der Öffentlichkeit und Politik in Bosnien und Herzegowina. Damit leistet der Verband einen wichtigen Beitrag zur Demokratisierung der bosnischen Gesellschaft. Darüber hinaus beteiligt sich ASuBiH aktiv im europäischen Netzwerk von Schüler*innenvertretungen OBESSU (Organizing Bureau of European School Student Unions) und vertritt dort die Interessen seiner Mitglieder.

Im November jeden Jahres wird der "Tag der Schüler*innen" von verschiedenen regionalen Schüler*innenvertretungen organisiert. ASuBiH übernimmt hierbei die überregionale Koordination und steht den Beteiligten mit Rat und Tat zur Seite. An verschiedenen Orten werden Aktionen organisiert, die auf Missstände in Schulen und im Bildungssystem hinweisen und auf die Visionen von Schüler*innen aufmerksam machen.

Lokale Gruppen - eine starke Basis

ASuBiH verfügt landesweit über ca. 1.200 Mitglieder und 59 lokale Teams, die sich wiederum aus mehreren Freiwilligen und Aktiven zusammensetzen. Diese bilden inzwischen eine stabile landesweite Basis für Projekte, Kampagnen und Aktionen.

Jedes Jahr im Herbst werden neue Vorstandsmitglieder der Organisation gewählt und die inhaltlichen Schwerpunkte für das kommende Jahr festgelegt. Dies geschieht im Rahmen der Generalversammlung, auf der etwa 100 Schüler*innen aus dem ganzen Land zusammen kommen und gemeinsam Projekte entwickeln.

Im Oktober 2016 organisierte ASuBiH seinen ersten Sozialen Tag. Durch die erarbeiteten Gelder werden kleine Projekte von Schüler*innen in Bosnien und Herzegowina ermöglicht.

Veränderungen selber in die Hand nehmen

Junge Menschen übernehmen selbstständig Verantwortung für die Verbesserung ihrer Situation. Dabei arbeiten sie mit vielen anderen Organisationen zusammen und werden von SHL unterstützt. Auf nationaler und internationaler Ebene beteiligen sie sich an der Gestaltung des Bildungssystems. Dadurch mischen sich Jugendliche aktiv ein, wenn über ihre Interessen diskutiert wird. Dies ist sehr wichtig, denn wer kann besser über die Stärken und Schwächen eines Schulsystems urteilen als die Schüler*innen selbst?

Weiterführende Informationen

Die Koordinatorin für dieses Projekt ist Tabea Domin.

Mehr Informationen zu AsuBiH

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