Über Serbien

Kurzinformationen über Serbien

Serbien

Die Republik Serbien (Republika Srbija) ist eine parlamentarische Demokratie und eine der beiden letzten Nachfolgerstaaten der Sozialistischen Föderativen Bundesrepublik Jugoslawien (SFRJ). Seit Ende Mai 2006 fungiert Serbien als ein unabhängiger Staat mit zwei autonomen Provinzen, der Vojvodina im Norden und dem Kosovo im Süden.

Nach dem Zerfall der SFRJ bildete Serbien mit Montenegro am 1992 die Bundesrepublik Jugoslawien, die 2003 aufgelöst und durch einen Staatenbund zweier unabhängiger Staaten mit dem Namen Serbien und Montenegro (Srbija i Crna Gora) ersetzt wurde. Am 21.05.2006 löste sich auch dieser Bund durch ein Unabhängigkeitsreferendum in der Republik Montenegro auf. Seit dem fungiert Serbien als ein unabhängiger Staat mit zwei autonomen Provinzen, der Vojvodina im Norden und dem Kosovo im Süden.

Obwohl in Serbien kein Krieg stattgefunden hatte, initiierte und beteiligte sich dieses Land unter der nationalistischen Regierung Milosevićs an den Kriegen mit den Nachbarländern Kroatien und Bosnien und Herzegowina, während derer viele Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen begangen wurden. Das Land wurde 1999 wegen der schweren Menschenrechtesverletzungen im Kosovo von der NATO bombardiert. Eine Auseinandersetzung des Landes mit der eigenen Verantwortung hat bisher nicht auf den allen gesellschaftlichen Ebenen stattgefunden, wodurch  eine der Bedingungen für eine erfolgreiche Transformation zu einer konsolidierten Demokratie nicht erfüllt wurde. Obwohl noch immer völkerrechtlich das Kosovo ein Teil Serbiens ist, liegt die militärische und institutionelle Kontrolle des Territoriums seit den kriegerischen Auseinandersetzungen in den Händen der Vereinten Nationen.

Mit seinem Territorium von ca. 88.361 km², das im Norden ursprünglich zu Österreich-Ungarn und im Süden zum Osmanischen Reich gehörte, grenzt Serbien an Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Mazedonien, Albanien, Montenegro, Bosnien und Herzegowina und Kroatien. Die Hauptstadt und der Regierungssitz Belgrad (Beograd), gilt als die größte Kulturmetropole des Balkans und spiegelt stark eine Mischung zwischen den west- und osteuropäischen bzw. orientalischen Kultureinflüssen wider. Die Diskrepanz, sowohl zwischen dem modernisierten Norden und dem sehr traditionellen Süden des Landes, als auch die zwischen den sehr kirchlich geprägten und den pro-westlichen politischen Milieu, die das Bild Serbiens nach Außen bestimmen, kann für Außenstehende oft verwirrend wirken.

Mit ca.10 Millionen Einwohnern und mehr als 25 nationalen Minderheiten ist Serbien eines der heterogensten Länder Europas. In der Vojvodina leben neben den Serben u.a. Ungarn, Rumänen, Slowaken, Kroaten und Deutsche; im Kosovo neben den Albanern u.a. Serben, Roma und  Bosniaken. Neben der serbisch-orthodoxen Bevölkerungsmehrheit sind sowohl die römisch-katholische und protestantische Kirche als auch die islamische und jüdische Glaubensgemeinschaften vertreten.

Durch die Teilnahme an den Kriegen, ökonomischen Sanktionen und die NATO Bombardierung ist die serbische Wirtschaft, die sich schrittweise zu einer marktorientierten nähert, im letzten Jahrzehnt sehr abgeschwächt worden. Die Landwirtschaft, die fast 20% des BIPs ausmacht und der  Tourismus sind die zwei wichtigsten Wirtschaftszweige. Trotz permanenter Verhandlungen mit der EU über eine Annäherung, sind die starke Korruption, ein instabiles Rechtssystem und die nicht vollständige Kooperation mit dem Haager Kriegsverbrechertribunal noch immer die großen Hürden zu einer Konkretisierung der Integrationspläne des Landes in Europa.

Bilder

Bilder aus dem Projekt

Bilder

Jugendarbeitslosiskeit in Novi Sad

Jugendzentrum gegen Rechtsextremismus

Jugendzentrum gegen Rechtsextremismus

Serbien Jugendzentrum

Das Engagement der SchülerInnen am Sozialen Tag 2006 machte dieses Projekt möglich. Das Jugendzentrum gegen Rechtsextremismus belegte den zweiten Rang auf der Rangliste unserer Jury. Mit diesem Projekt unterstützen wir Jugendliche, die sich gegen Fremdenhass und für Toleranz engagieren.

 

Mehr als zwanzig verschiedene Nationalitäte leben in Novi Sad, der Hauptstadt der nordserbischen Region Vojvodina. In dieser Region ist trotz ihrer zahlreichen Menschen unterschiedlicher Herkunft ein starker Anstieg von Nationalismus und Rechtsextremismus unter Jugendlichen festzustellen. Das Hauptziel des Projekts ist die Stärkung sozialen Engagements von Jugendlichen in Serbien, die gegen das Erstarken von Fremdenfeindlichkeit, Nationalismus und Rechtsextremismus aktiv werden wollen. Dies geschieht, in dem sie eine gemeinsame Plattform aufbauen und gestalten: das Jugendzentrum. Somit wird ein öffentlicher Ort mit demokratischer Kultur geschaffen werden, in dem sich junge Menschen jeglicher Nationalität oder Religion aufhalten und zusammenarbeiten können.

Bilder

Bilder aus dem Projekt

News

News test

Miteinander Leben

Über das Projekt

Grenzübergreifendes Jugendprojekt in Serbien, Kosovo und Mazedonien.

Die Region Südserbien mit dem angrenzenden Kosovo und Nordmazedonien ist seit Jahren ein Brennpunkt ethnischer Spannungen und Auseinandersetzungen. Seit September 2007 fördert SHL ein grenzübergreifendes Jugendprojekt, das helfen soll, durch professionelle Kinder- und Jugendarbeit, zur Aussöhnung und Verständigung beizutragen.

Wie es häufig am Balkan üblich ist, bevölkert ein buntes Gemisch an Volksgruppen die Region. Serben, Albaner, Mazedonier und Roma leben seit Jahrhunderten - leider nicht immer friedlich - nebeneinander. Gerade die Konflikte in den letzten 10 Jahren im Kosovo und in geringerem Umfang in Südserbien und Mazedonien, haben zu Misstrauen und Vorurteilen in der Bevölkerung geführt. Die schlechte politische Situation hat natürlich auch die soziale und wirtschaftliche Lage in dieser ohnehin strukturschwachen Region weiter verschlechtert.

Wie fast überall haben unter diesen Bedingungen besonders Kinder und Jugendliche zu leiden. Eine professionelle Betreuung außerhalb der Schulzeit ist praktisch nicht vorhanden, Jugendzentren wurden geschlossen und viele Flüchtlingskinder erhalten keinerlei Unterstützung bei der Aufarbeitung von Traumata. Das von SHL unterstützte und der AWO Bremerhaven in Kooperation mit verschiedenen lokalen Organisationen durchgeführte Projekt bemüht sich durch die Instandsetzung und Wiedereröffnung von zwei Jugendzentren in Bujanovac (Südserbien) und dem nur wenige Kilometer entfernten Kosovska Kamenica (Kosovo) eine Vielzahl bestehender Probleme bei Jugendlichen in der Region zu bearbeiten.

Neben schulischer und beruflicher Bildung werden kreative Freizeitgestaltung, die Integration von Flüchtlingen und Rückkehrern sowie eine psychosoziale Betreuung benachteiligter Kinder und Jugendlicher angeboten. Gleichzeitig entstehen durch die Teilnahme von Jugendlichen aus dem nordmazedonischen Kumanovo auch länderübergreifende Begegnungsmöglichkeiten in Form von Jugendcamps und gemeinsamen Ausflügen.

Die Jugendzentren sind für Jugendliche aus allen Bevölkerungs- und ethnischen Gruppen offen, die gemischten Betreuungsteams bestehen aus Pädagogen mit serbischer und albanischer Herkunft. Dadurch wird der Austausch der Jugendlichen über ihre nationalen Identitätsgrenzen hinweg unterstützt, der im Alltag aufgrund von getrennten Schulen für Kinder unterschiedlicher Herkunft oftmals nicht möglich ist. In einem ersten Schritt mussten beide Jugendzentren zunächst renoviert werden, da sie seit Jahren entweder nicht oder zweckentfremdet benutzt wurden. Eine Gruppe aus mazedonischen, serbischen, albanischen und Roma-Jugendlichen, die gemeinsam ein Feriencamp in Kroatien besuchten, haben bereits regen Kontakt untereinander. Im Oktober nehmen die Jugendlichen auch an einer vom Projekt organisierten Friedenstour teil, bei der die Strecke zwischen dem kosovarischen Kamenica und dem serbischen Bujanovac mit dem Fahrrad zurückgelegt wird. Ein erster Schritt, der Hoffnung macht, dass die Grenzen und Mauern in den Köpfen der Menschen Stück für Stück abgebaut werden können.

Bilder

Bilder aus dem Projekt

Bilder

News

News test

Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit

Über das Projekt

Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit

Mazedonien

Das Projekt verfolgt das Ziel, die Beschäftigungsrate unter Jugendlichen zu steigern. Durch das Stärken und Ausbreiten von bereits bestehenden Initiativen (z.B. in Mazedonien, in Serbien und im Kosovo) soll Jugendarbeitslosigkeit bekämpft werden.

Dazu werden verschiedene Maßnahmen ergriffen: Politische Maßnahmen:

  • Lokale und nationale Politiker und Manager werden eingeladen, um den Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit zu unterstützen.


Weiterbildende Maßnahmen:

  • Praktikumsangebote bei Unternehmen für 16-30 Jährige
  • Verbesserung der Fähigkeiten und Kenntnisse für den Arbeitsmarkt
  • Verbesserung der Kooperationen mit Unternehmen


Warum?
Die Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen auf dem Balkan ist rund dreimal höher als in den EU-Ländern. In manchen Regionen, wie zum Beispiel im Kosovo, haben von 100 Jugendlichen gerade mal 40 eine Beschäftigung, oftmals auch noch eine unterbezahlte.
Besonders problematisch ist die Situation, wenn Schulabgänger direkt in die Langzeitarbeitslosigkeit entlassen werden. Während ihre Leistungsfähigkeit und Motivation immer mehr abnimmt, steigern sich gleichzeitig Perspektivlosigkeit und Unmut über ihre Situation.
Die Unternehmen haben praktisch keine Erfahrung mit jungen Menschen;
Praktika sind so gut wie unbekannt.
Insgesamt sind die negativen Folgen und Probleme, die Jugendarbeitslosigkeit mit sich bringt, in dieser Region noch immer weitgehend unbekannt.
Daher verstehen viele - vor allem Politiker - auch nicht, wie problematisch es ist, dass die Jugendlichen in der Schule nicht die Bildung erhalten, die sie für einen späteren Job benötigen.

Wie?
Wir möchten den Jugendlichen vor allem 3-monatige Praktika in Unternehmen vermitteln. Ziel ist es, bis zu 400 Jugendlichen (100 Jugendliche pro Land) einen Praktikumsplatz anbieten zu können.
Jungunternehmer wollen wir mit Fördermitteln und Seminaren unterstützen, damit sie ihre Ideen umsetzen können.
Kooperationen mit nationalen Arbeitsagenturen und Kommunen werden vorangetrieben. Gespräche zum Thema Jugendbeschäftigung werden mit allen wichtigen Akteuren gesucht.

Für wen?
Das Projekt richtet sich zum einen an junge Menschen im Alter von 16 bis 30 Jahren, die Unterstützung bei der Suche nach Arbeit benötigen. Zum anderen wird auch der Kontakt zu Regierungs- und Wirtschaftsvertretern auf lokaler und nationaler Ebene gesucht, um die Rahmenbedingungen für Beschäftigungen zu verbessern.

Bilder

Bilder aus dem Projekt

News

News test