Gemeinsam unter einem Dach
Unterstützt ab September 2011
In Bosnien und Herzegowina werden Schüler der verschiedenen Ethnien noch immer voneinander getrennt. Im Unterricht lernen sie häufig eine einseitige Darstellung der Geschichte, im Sprachunterricht werden Unterschiede gemacht, wo eigentlich keine sind und selbst auf dem Schulhof stehen oft Zäune, um den Kontakt zwischen den Jugendlichen zu verhindern. Im Rahmen des Projektes "Gemeinsam unter einem Dach" werden in Workshops an zwölf Schulen in Zentralbosnien sowohl Lehrer als auch Schüler dazu angeregt, die ethnische Teilung in ihren Schulen und in ihrem Land in Frage zu stellen. Ein Schwerpunkt dieser Workshops liegt auf friedlicher Konfliktlösung. Auch ca. 100 Puppentheater-Aufführungen sensibilisieren Kinder für die aktuelle Situation. Gleichzeitig soll auch auf ministerieller Ebene darauf hingewirkt werden, die Teilung der Schulen abzuschaffen.
Schulbildung für Roma
Unterstützt seit 2005
Dieses Projekt ermöglicht bedürftigen Kindern und Jugendlichen aus Armenvierteln der Hauptstadt Skopje durch Straßensozialarbeit und intensive Betreuung den regelmäßigen Schulbesuch und den Abschluss der achtjährigen Volksschule. Zusätzlich haben wir ein Stipendienprogramm für 14 besonders erfolgreiche junge Roma durchgeführt, das ihren Besuch an einer weiterführenden Schule finanziell absicherte. Das Projekt trägt dazu bei, die hohe Analphabeten‐ Rate unter den Roma zu senken und den Jugendlichen eine Perspektive jenseits der Straße zu eröffnen.
Interview mit zwei Mitarbeiter/-innen (Januar 2011)
Ausbildungsprogramm
Unterstützt seit 2005
Durch das Projekt wird die Zahl von Roma‐Kindern mit primärer Schulbildung in Bosnien und Herzegowina erhöht und Schulabbrüche werden verhindert. Innerhalb der Roma‐Gemeinschaft werden außerdem zivilgesellschaftliche Werte und das Wissen über die damit zusammenhängenden Institutionen vermittelt. Neben regelmäßigen Sommerschulen fließt ein großer Teil der Gelder in Schulmaterialien und in die Nahrungsversorgung der Kinder. Zudem werden kulturelle Aktivitäten der Roma‐Gemeinde und die Herausgabe eines Jugendmagazins unterstützt. Da in beiden Städten besonders viele Roma leben, die weitgehend vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen sind, ist das Projekt für sie von zentraler Bedeutung.
mehr... | offizielle Webseite (Bosnisch/Englisch)
Jugendzentrum Novi Sad
Unterstützt seit 2006
Das Projekt verfolgt das Ziel, soziales und politisches Engagement sowie alternative Kultur in Novi Sad und der Region Vojvodina zu fördern. Durch die Einbindung in den Aufbau und Betrieb des Jugendzentrums wird jungen Menschen die Möglichkeit geboten, ihr Umfeld selbstständig und eigenverantwortlich zu gestalten und Erfahrungen und Fähigkeiten in Selbstorganisation, Selbstmanagement und im eigenverantwortlichen Umgang mit Geldern zu erlangen. Workshops, Austausche und Freiwilligenarbeit vervollständigen das Angebot. Die Notwendigkeit des Projekts ergibt sich sowohl aus der ethnisch‐nationalen Polarisierung als auch der schlechten wirtschaftlichen und sozialen Situation des Landes, welche die Entstehung nationalistisch motivierter Konflikte in den letzten Jahren massiv gefördert haben.
offizielle Webseite (Serbisch)
Kreatives Lernen
Unterstützt seit 2006
In der bosnischen Stadt Tuzla unterstützt SHL die Arbeit eines Zentrums für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen. Das Projekt ermöglicht diesen Kindern und Jugendlichen durch die kreative Verwendung von Farben, Natur- und Bastelmaterialien ihre psychischen und physischen Fähigkeiten zu entdecken. Dabei lernen sie sich so zu akzeptieren wie sie sind und sie bekommen eine Perspektive für ein glücklicheres Leben. Mit den SHL‐Geldern werden in erster Linie die Löhne der Angestellten und die laufenden Kosten des Hauses gedeckt.
mehr... | offizielle Webseite (Bosnisch/Deutsch)
Eröffnung einer neuen Kindertagesstätte (Juli 2010)
Miteinander Leben
Unterstützt seit 2007
Bei diesem Projekt geht es um den Aufbau professioneller Kinder- und Jugendarbeit durch zwei Jugendzentren in der politisch hoch brisanten Region Südserbien, Kosovo und Nordmazedonien. Die instabile politische Situation hat auch die soziale und wirtschaftliche Lage in dieser ohnehin strukturschwachen Gegend weiter verschlechtert. Wie fast überall haben unter diesen Bedingungen besonders Kinder und Jugendliche zu leiden. Das Projekt ermöglicht eine Betreuung außerhalb der Schulzeit und viele Flüchtlinge oder Rückkehrer unter den Kindern erhalten Unterstützung bei der Aufarbeitung ihrer Traumata.
Hilfe in der Not
Unterstützt seit 2008
Zielgruppe des Projekts waren in den ersten beiden Jahren Jugendliche in der albanischen Stadt Durres, die aus verschiedenen Gründen keine Chance auf eine Ausbildung haben, zum Teil ohne Eltern und in großer Armut leben. Durch das Projekt erhalten sie Unterstützung in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung. Es handelt sich um ein Zusammenspiel von psychosozialen, kulturellen und Ausbildungsaktivitäten, so dass die Jugendlichen selbstbewusst und aktiv werden und sich für ihre Zukunft einsetzen. Das Projekt schafft zudem ein öffentliches Bewusstsein für die bestehenden Probleme von Jugendlichen in der albanischen Gesellschaft. Nach einer erfolgreichen Projektumsetzung in Durres, werden die Aktivitäten nun in einem Randgebiet von Tirana durchgeführt, wo viele Jugendliche ähnlich gravierende Probleme haben. In Durres wird die Vermittlung von Jugendlichen an den Arbeitsmarkt inzwischen von der Gemeinde weitergeführt und weiterhin vom Projektteam begleitet.
30 Jugendliche bestehen Ausbildung (Juli 2009)
Jugendzentrum Zaječar
Unterstützt seit 2009
Durch SHL ist ein Jugendzentrum in der ostserbischen Kleinstadt Zaječar entstanden. Fehlende Freizeit- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Jugendliche haben insbesondere hier eine hohe Suizidrate unter jungen Menschen zur Folge. Zunächst wurde ein Gebäude im Stadtzentrum renoviert, das die Gemeinde zu Verfügung gestellt hat, um es dann als Jugendzentrum mit verschiedenen Angeboten im sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Bereich zu nutzen. Kreative Freizeitangebote werden mit berufsbildenden Maßnahmen kombiniert und durch öffentliche Debatten, Konferenzen und Seminare wird kritisches Denken und aktive Partizipation an gesellschaftspolitischen Prozessen gefördert. Das Projekt richtet sich vor allem an Jugendliche im Alter von 14 bis 26 Jahren.
offizielle Webseite (Serbisch/Englisch)
Bericht über die Eröffnung (Mai 2010)
Besuch des neuen Projekts (August 2009)
Chance für Straßenkinder
Unterstützt seit 2010
Straßenkinder in Albanien sind von der Gesellschaft ausgeschlossen. Sie müssen den ganzen Tag betteln oder arbeiten, um zu überleben und leben in der ständigen Gefahr, misshandelt zu werden. Die Sozialarbeiter des Projekts fahren durch die Stadtteile Tiranas, in denen besonders viele Kinder und Jugendliche mit ihren Familien in notdürftigen Unterkünften leben und bieten ihnen rechtliche, psychologische und medizinische Betreuung an. Außerdem informieren sie sie über Arbeitsmöglichkeiten, veranstalten Ausbildungskurse und helfen ihnen, den Alltag zu organisieren. Gleichzeitig bilden die Sozialarbeiter auch Mitarbeiter staatlicher Einrichtungen weiter und setzen sich auf politischer Ebene für die Rechte von Straßenkindern ein.
Was ist bisher passiert? (Januar 2011)
Interview mit dem Projektleiter Zini Kore (Januar 2011)
Union serbischer Schülervertretungen (UNSS)
Unterstützt seit 2010
Die UNSS setzt sich zusammen aus jungen Aktivisten und Aktivistinnen, die zum Teil selbst noch zur Schule gehen oder sie gerade abgeschlossen haben. Erklärtes Ziel der Union ist es, die Rechte von Schülerinnen und Schülern zu stärken und sie stärker in die Entscheidungen um die Lehr- und Lernsituation im Land einzubeziehen - und diese damit zu verbessern. Sie klärt Jugendliche über ihre Rechte auf und verschafft ihnen Gehör beim Bildungsministerium, in Behörden und in der Öffentlichkeit. Zudem macht sie auf Schulen aufmerksam, in denen Jugendliche in besonderer Weise einbezogen und Menschenrechte respektiert werden. Ende 2010 organisierte die UNSS den ersten Sozialen Tag Serbiens, an dem Schüler und Schülerinnen aus 15 Städten teilnahmen. Mit den Einnahmen sollen die zukünftigen Aktivitäten der Schülervertretungen des Landes langfristig und nachhaltig abgesichert werden.
mehr... | offizielle Webseite (Serbisch)
Interview mit Vorstandsmitglied Danica Bojić (Februar 2011)










