Jugendzentrum Krizevici - unterstützt von 2002 bis 2010

Bosnien-Herzegowina

Durch das Engagement der SchülerInnen am Sozialen Tag 2002 konnten wir das Jugend- und Ausbildungszentrum in Kri?evići (Ostbosnien) finanzieren. Dort kommen Jugendliche aus der Umgebung - Serben und Bosniaken - zusammen. Sie nehmen an Seminaren und Workshops teil oder verbringen einfach ihre Freizeit zusammen.

Der Nordosten Bosniens ist ein ländliches Gebiet, in dem vor dem Krieg bosnische Serben und Bosniaken gemeinsam gelebt haben. Während des Krieges war es besonders stark von Verwüstungen, Menschenrechtsverletzungen und ethnischen Vertreibungen betroffen. Die bisherige Friedens- und Versöhnungsarbeit konnte bisher noch keinen entscheidenden Beitrag leisten.

Mit dem Geld, das SchülerInnen während des Sozialen Tages 2002 erwirtschaftet haben, wurde das Jugendzentrum und ein Kleinbetrieb für ländliche Entwicklung aufgebaut. In der geschützten Atmosphäre des Jugendhauses gehen nun Jugendliche unterschiedlicher Nationalitäten aufeinander zu. Serben und Bosniaken sollen wieder friedlich zusammenleben: An diesem Ziel arbeiten wir gemeinsam mit unseren Partnern IPAK BiH und dem Berghof Forschungszentrum für Konstruktive Konfliktbearbeitung.

Vielfältiges Angebot an Jugendliche
Ob zu Fremdsprachen oder Informatik: Im Jugendzentrum werden Seminare mit verschiedensten Inhalten angeboten. Ihrer Kreativität freien Lauf lassen können die Heranwachsenden auch in diversen Workshops. In Holzworkshops entstehen etwa alle möglichen Kunst- und Nutzungsprojekte. Auch Freizeitaktivitäten, wie etwa Sportturniere oder Disko-Veranstaltungen finden ihren Platz im Jugendzentrum möglich. Den Jugendlichen steht eine pädagogische, berufliche und soziale Beratung zur Seite. Eine Jugendgenossenschaft bietet Schreiner- und Agrarkurse an. Unter dem Motto: "Die Zukunft ist Heute" können Jugendliche so einiges lernen: Inzwischen wachsen in den Gewächshäusern der Jugendgenossenschaft die leckersten Erdbeeren der Gegend. Nach drei Jahren Jugendzentrum und Jugendgenossenschaft stoßen die Angebote des Jugendzentrums auf eine immere größere Nachfrage.

Die Verknüpfung von Friedens- und Entwicklungsarbeit vernetzt die Gemeinden untereinander, beteiligt junge Menschen am Aufbau einer friedlichen Zivilgesellschaft und bringt die einst vergessene Region regional und international ins Gespräch. Ein ermutigender Anfang, den wir fortsetzen wollen!

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