Von SHL unterstützte Projekte in Albanien

Jugendzentrum Saranda (unterstützt von 2007 bis 2009)

Hilfe für Jugendliche in der Not (unterstützt seit 2008)

Chance für Straßenkinder (unterstützt seit 2010)

Jugendzentrum Saranda (unterstützt von 2007 bis 2009)

Dieses Projekt konnte durch das Engagement der Schülerinnen und Schüler am Sozialen Tag 2006 finanziert werden. Für Jugendliche der südalbanischen Stadt Saranda wurden im Jugendzentrum Ausbildungskurse geschaffen, die ihre Chancen auf einen Arbeitsplatz erhöhen sollten.

40 Prozent der Einwohner Sarandas sind Jugendliche. Ihre Lebenssituation ist schwierig: In der Stadt existiert nur ein geringes Freizeitangebot und es gibt zu wenige Arbeitsplätze. Die jungen Menschen haben nur wenig Raum, um eigene Ideen umzusetzen - es fehlt an Perspektiven. Nur 10 Prozent aller Abiturientinnen und Abiturienten setzen ihren Bildungsweg an der Universität fort. Die meisten führt der Schulabschluss in die Arbeitslosigkeit. Viele versuchen daher, die Stadt in Richtung eines EU-Landes zu verlassen. Einzig das Jugendzentrum, vor einigen Jahren mit Hilfe der Organisation "Deutsche Welthungerhilfe e.V."  errichtet, sollte jungen Menschen die Möglichkeit geben ihre Freizeit sinnvoll zu nutzen und sich beruflich weiter zu bilden.

Vor allem das albanische Ausbildungssystem ist stark verbesserungsbedürftig und für die meisten Familien noch mit zu hohen Kosten verbunden. Hier setzte das SHL-Projekt an: Im Jugendzentrum konnten junge Menschen eine handwerkliche Ausbildung durchlaufen, Fremdsprachen lernen und ihre Informatikkenntnisse verbessern. Daneben wurden Kurse für Theater, Malerei und Literatur angeboten. Eine Abteilung für Gleichberechtigung gab dem gesamten Projekt eine weitere besondere Bedeutung - als Anlaufstelle für Frauen, die mit Gewalt, Menschenhandel und Prostitution konfrontiert sind.

Hilfe für Jugendliche in der Not (unterstützt seit 2008)

Wir wollen den Jugendlichen der Stadt Durres helfen, die keine richtige Ausbildung bekommen und in Armut leben. In einem neunmonatigen Kurs wollen wir ihnen verschiedene Formen der Beratung und Unterstützung bieten.

Warum?
Den in Armut lebenden Jugendlichen in Durres und Umgebung fehlt es vor allem an Betreuung, um mit den alltäglichen Problemen umgehen zu können.
Es gibt keinerlei Unterstützung für die Jugendlichen wenn sie psychologische, soziale, rechtliche oder auch medizinische Probleme oder Fragen haben.
Außerdem haben die Jugendlichen bisher keinerlei Hilfestellung erhalten, um sich einen Job zu suchen. Wichtig ist auch noch, dass das Gemeinschaftsgefühl unter den Jugendlichen kaum existiert. Ehrenamtliche Tätigkeit für die Gemeinschaft ist unbekannt. Das wollen wir mit unserem Projekt ändern.

Wie?
Um den Jugendlichen die Hilfe anzubieten, die sie benötigen, werden wir anfänglich vor allem Einzel- und Gruppenberatungen mit ihnen durchführen. Weiterhin werden wir ihnen kostenlose Ausbildungskurse anbieten, damit sie beispielsweise den Beruf des Friseurs, des Elektrikers oder des Kochs erlernen und später auch in einem richtigen Job ausüben können. Um das Gemeinschaftsgefühl und das ehrenamtliche Engagement zu stärken, werden wir mit den Jugendlichen beispielsweise Aktionen durchführen, wie das gemeinsame Pflanzen von Bäumen, eine Gemeindesäuberungsaktion oder Blutspenden. Möglichst viele Jugendliche sollen an diesen Programmen teilnehmen können.

Für wen?
Die Zielgruppe des Projekts umfasst Jugendlichen im Alter von 14 bis 22 Jahren.
Durres ist nach Tirana die zweitgrößte Stadt Albaniens und auch eine der wichtigsten. Nach 1990 zogen viele Leute aus ganz Albanien in diese Region um dort zu leben und zu arbeiten, doch in den meisten Fällen war die Suche nach Arbeit erfolglos und die Integration ins Umfeld und das soziale Leben scheiterte kläglich. Aktuellen Studien zufolge wächst die Anzahl der Jugendlichen in Durres, die die Schule abgebrochen haben und auf illegaler Weise auf der Straße arbeiten, ständig. Sobald die Kinder anfangen auf der Straße zu arbeiten, entfliehen sie allen anderen Verpflichtungen wie der Schule, Freunden, einer Ausbildung etc. Zusätzlich verursacht ihre Gewöhnung an das Straßenleben moralische Schäden und körperliche, mentale Probleme bis hin zu Gesundheitsschäden, die die Entwicklung ihres weiteren Lebens behindern.

Chance für Straßenkinder (unterstützt seit 2010)

Dieses Projekt fördert Straßenkinder und ihre Familien in Albanien. Durch Bildungsangebote sowie den Einsatz für eine Verbesserung der staatlichen Unterstützung von Straßenkindern soll den ausgegrenzten Familien geholfen werden.

Warum?

Straßenkinder und ihre Familien werden diskriminiert und von der albanischen Gesellschaft weitestgehend ausgeschlossen. Viele dieser Menschen sind nicht offiziell registriert. Das bedeutet, dass ihnen viele Grundrechte verwehrt bleiben. Ohne Personaldokumente haben die Kinder und ihre Familien zum Beispiel keinen Anspruch auf staatliche Dienstleistungen wie ärztliche Behandlungen und Kindergarten- oder Schulbesuche. Oft werden Straßenkinder von ihren Familien zum Betteln oder zur Prostitution gezwungen, um Geld zu verdienen. Viele leben in ständiger Gefahr, misshandelt zu werden. Arm und sozial benachteiligt, haben diese Kinder weder eine unbekümmerte Kindheit noch Aussichten auf ein besseres Leben für sich selbst oder ihre eigenen Kinder. Trotzdem kümmern sich weder Staat noch Gesellschaft darum, die Probleme dieser Menschen zu lösen und sie in die Gesellschaft zu integrieren. Die wenigen staatlichen und nicht-staatlichen Dienste, die es für Menschen auf der Straße gibt, sind unzureichend. Die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sind in der Regel nicht gut ausgebildet und können dadurch nicht angemessen auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen eingehen.

Was?

Straßensozialarbeit

Durch tägliche Besuche in besonders armen Vierteln Tiranas kennt das Team des Projekts die Probleme der Kinder und ihrer Familien genau und kann direkt vor Ort Hilfe leisten. Dazu zählen zum Beispiel Workshops über Familienplanung, Hygiene, Arbeitsmöglichkeiten, Rechte und Pflichten gegenüber dem Staat sowie Informationen zu Kindergarten- und Schulbesuchen. Außerdem wird regelmäßig eine medizinische Grundversorgung angeboten. Auch in dem offenen Sozialzentrum von ARSIS werden die genannten Informationen vermittelt sowie Hausaufgabenhilfen und zahlreiche kreative Freizeitbeschäftigungen angeboten. Zudem erreichen  die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einem Spiel- und Freizeitbus auch die Kinder und Jugendlichen, die nicht ins Zentrum kommen können und geben ihnen so die Möglichkeit, wenigstens für ein paar Stunden Kind sein zu dürfen. Im vergangenen Sommer organisierte das Projekt eine Freizeit mit Spiel- und Bildungsangeboten an einem See in der Nähe von Tirana. Über 100 Kinder nahmen daran teil.

Fortbildung von Mitarbeitern der staatlichen Jugendschutzbüros sowie von Straßensozialarbeitern

Die Organisation ARSIS bildet Fachkräfte der staatlichen Jugendschutzbüros sowie Sozialarbeiterinnen und Straßensozialarbeiter von Nichtregierungsorganisationen aus ganz Albanien fort. Das Ziel ist, dass beide Gruppen besser auf die Bedürfnisse und Interessen der Straßenkinder und -jugendlichen sowie deren Familien eingehen können. Die Lebenssituation der Kinder und Jugendlichen auf der Straße verbessert sich nämlich nur dann, wenn Staat und Gesellschaft sich aktiv um diese benachteiligten jungen Menschen kümmern.

Öffentlichkeitsarbeit und Lobbying für Rechte von Kindern

ARSIS setzt sich in den Medien und gegenüber Politikerinnen und Politikern für die Rechte von Kindern und Jugendlichen ein, um für diese eine bessere Zukunft zu schaffen. Dabei wird kein Unterschied zwischen der Herkunft, Religion oder Hautfarbe der Kinder gemacht: Ein Kind ist ein Kind. Und alle haben die gleichen Rechte.

Schüler Helfen Leben e.V. wird unterstützt von

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