Ergreife deine Chance - lerne Südosteuropa kennen!
Viele von uns kennen die Namen der Länder Südosteuropas. Doch nur wenige haben eine authentische Vorstellung vom Alltag, den vielfältigen Kulturen und Sprachen der Menschen, die dort leben. Ein kurzer Trip in die Hauptstadt reicht meist nicht aus, um einen umfangreichen Einblick von einem Land zu bekommen und die "Tourist Bubble" zu verlassen. Ein Freiwilligendienst wie ihn auch Schüler Helfen Leben anbietet, ist eine Chance, tiefgehende Einblicke in andere Kulturkreise zu erlangen. Aber es gibt auch viele weitere Möglichkeiten. Hier wollen wir einige von ihnen vorstellen.
Zwei Schulen unter einem Dach
In Bosnien und Herzegowina werden Kinder und Jugendliche der verschiedenen Ethnien noch immer voneinander getrennt. An den so genannten "Zwei Schulen unter einem Dach" sind die Lehrbetriebe im selben Gebäude untergebracht, doch weder Schüler/-innen, noch Lehrer/-innen unterschiedlicher ethnischer Gruppen haben untereinander Kontakt. Sie haben eigene Eingänge, Räumlichkeiten und unterschiedliche Unterrichtsschichten. Selbst auf dem Schulhof stehen oft Zäune, um den Kontakt zwischen den Jugendlichen der verschiedenen Volksgruppen zu verhindern. Lehrbücher aus "ethnisch empfindlichen" Fächern wie Geschichte, Landeskunde, Religion und den Muttersprachen sind reich an nationalistischen und intoleranten Aussagen über die anderen Ethnien, insbesondere wenn es um den Bürgerkrieg geht.
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Intolerante Aussagen in Schulbüchern in Bosnien und Herzegowina
In Bosnien und Herzegowina wächst eine Generation von Kindern und Jugendlichen heran, die viel Kontakt mit nationalistischem Gedankengut und wenig mit Angehörigen einer anderen ethnischen Gruppe hat. Ein Beleg dafür sind Schulbücher. Viele sind reich an intoleranten Aussagen über die anderen Ethnien, insbesondere wenn es um den Bürgerkrieg geht, so z.B.:
"Muslime greifen keine heiligen Objekte an - im Unterschied zu den anderen"
"Bosnien und Herzegowina ist ein jahrhundertealter kroatischer Staat"
Das Kosovo in der Krise
Berlin, 3. Januar 2011. Elf Jahre nach Ende des Krieges und knapp drei Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung kehrt das Kosovo zurück in den Mittelpunkt des Interesses. Innerhalb weniger Wochen machte der vielzitierte "jüngste Staat der Erde" mehrfach mit negativen Schlagzeilen von sich reden. Unbeachtet von der plötzlich wiedererwachten Aufmerksamkeit bleiben aber die schon lange bestehenden und tiefergehenden strukturellen Probleme des Landes, mit denen sich dessen Bewohner/-innen im Alltag konfrontiert sehen.




