Ausführliche Informationen zu "Zwei Schulen unter einem Dach"

 

1.     Was bedeutet "Zwei Schulen unter einem Dach"?

An den so genannten "Zwei Schulen unter einem Dach" in Bosnien und Herzegowina sind die Lehrbetriebe trotz der Unterbringung im denselben Gebäude nach ethnischen Kriterien voneinander getrennt, so dass weder Schüler/-innen, noch Lehrer/-innen unterschiedlicher ethnischer Gruppen untereinander Kontakt haben. Die zwei Schulen haben eigene Lehrpläne, Schulbücher, Lehrerpersonal und Verwaltung. Die Schüler/-innen sind physisch voneinander getrennt: durch separate Eingänge, Räume oder unterschiedliche Arbeits- und Unterrichtsschichten (vormittags und nachmittags).

Es gibt knapp über 50 Schulen solcher Art in der Föderation Bosnien und Herzegowina. Die meisten befinden sich in Zentralbosnien, d.h. in den Kantonen Mittelbosnien und Herzegowina-Neretva, in denen viele bosnische Kroaten leben. Es sind bosniakische und bosnisch-kroatische Schüler/-innen, die die "Zwei Schulen unter einem Dach" besuchen, denn diese Schulen existieren nicht im anderen Gliedstaat von BuH, der Republika Srpska. Der Grund dafür ist nicht, dass dort das Prinzip der ethnischen Multikulturalität gelten würde - die Minderheiten genießen keine besonderen Rechte im Bildungssystem und müssen nach denselben Lehrplänen lernen wie die bosnischen Serben.

 

2.       Die Entstehungsgeschichte: Von guten Vorsätzen bis zur Segregation

Die "Zwei Schulen unter einem Dach" entstanden als Folge der Bürgerkriege der 90er Jahre. Zwei Jahre lang wütete in Bosnien und Herzegowina ein Krieg zwischen Bosniaken und dort lebenden Kroaten. Kroatische Nationalisten proklamierten 1992 die Gründung von Herzeg-Bosnien. Sie hatten das Ziel, das Territorium von Bosniaken zu "reinigen", weswegen sie Bosniaken diskriminierten und verfolgten. Sie führten kroatische Symbole und Währung im neugegründeten Staat, sowie kroatische Lehrpläne und Kroatisch als offizielle Sprache in den Schulen ein. 1994 wurde ein Friedensabkommen in Washington unterzeichnet, doch die  Ressentiments gegenüber den Nachbarn bleiben bis heute.

Stolac ist ein Beispiel dafür, wie das Einrichten von Schulen nach Kriegsende vor sich ging: Da bosniakischen Rückkehrer nicht wollten, dass ihre Kinder auf kroatischer Sprache und nach kroatischem Curriculum lernen, haben sie Privatunterricht organisiert. Die OSZE-Repräsentanten forderten die kroatische Schulleitung auf, das Gebäude mindestens an Nachmittagen für die Bosniaken zur Verfügung zu stellen. Am ersten Tag stapelte das kroatische Schulpersonal Tische und Stühle, um eine Trennwand zwischen den Kindern aufzubauen (zitiert nach Emrić). Diese Trennung sollte nur eine kurzfristige Lösung sein, weitete sich als Modell jedoch im ganzen Land aus.

Nach Ende der Bürgerkriege unterstützte die internationale Gemeinschaft die Einführung von sogenannten "Zwei Schulen unter einem Dach" mit dem Gedanken, Familien mit Kindern im Schulalter zur Rückkehr in Gebiete zu bewegen, in denen sie zu einer Minderheit geworden sind. Außerdem erhoffte  man, dass Kinder aus verschiedenen Ethnien auf diese Weise in Kontakt treten würden, zumindest auf dem Schulhof und in außerschulischen Veranstaltungen. Solche Schulen wurden als erster Schritt auf dem Weg zu einer integrierten, alle Ethnien umfassenden, Bildung aufgefasst.

Doch die Schüler/-innen und das Personal leben noch immer völlig getrennt voneinander. Es gab von Anfang an Vorbehalte: dass durch eine solche Einrichtung Haushaltsprozesse kompliziert, das Personal verdoppelt und ein weiteres Hindernis zur Modernisierung der Bildungssystems errichtet werden würden. Doch als das Schlimmste zeigte sich, dass aus dem kurzfristigen Ansatz, mit dem man die Zeit bis einer Integration überbrücken wollte, eine dauerhafte Einrichtung zur Segregation geworden ist.

Seit 2002 übt die internationale Gemeinschaft (OSZE, Europarat, PIC) verstärkten Druck auf Bosnien und Herzegowina aus, die "Zwei Schulen unter einem Dach" abzuschaffen. Die Regierung einigte sich auf eine Reform. Daraufhin wurde 2003 ein Gesetz zur Primär- und Sekundärbildung erlassen, laut dem "Zwei Schulen unter einem Dach" auf juristischer und administrativer Ebene vereinheitlicht werden, wobei Sprache und Lehrpläne getrennt bleiben dürfen.

 

3.       Die Hindernisse zur Zusammenführung der zwei Schulen

"Zwei Schulen unter einem Dach" sind also seit 2003 de jure illegal. Doch die Anwendung des Gesetzes in der Realität hat sich bis zum heutigen Tag als äußerst schwierig gezeigt. Nur das Gymnasium in Mostar und zwei Grundschulen wurden erfolgreich zusammengeführt. Es gibt mehrere Gründe für den Misserfolg: Zum einen liegt es an der Komplexität des Bildungssystems. Das föderale Bildungsministerium hat nur begrenzten Einfluss, denn die Entscheidungsmacht befindet sich eigentlich in den Händen der Bildungsminister/-innen der einzelnen Kantone. Und diese weigern sich seit Jahren hartnäckig, die Schulen zu vereinheitlichen. Es gibt 13 unterschiedliche Bildungslegislativen: der zwei Gliedstaaten, der 10 Kantone und des selbstverwaltenden Brčko-Distrikts.

Besonders die Partei der Kroatischen Demokratischen Union (HDZ) leistet großen Widerstand gegen die Abschaffung der "Zwei Schulen unter einem Dach". Nachdem ihr der Hohe Repräsentant Paddy Ashdown zunächst eine Geldbuße verhängte, nutzte er seine Vollmacht und setzte 2005 Nikola Lovrinović (HDZ), den Bildungsminister des Kantons Mittelbosnien, ab. Doch auch dadurch hat sich die Situation leider nicht verbessert: Seine Nachfolgerin wurde Greta Kuna (HDZ), die seine starrköpfige Position weiterhin vertritt. Sie schockierte die Öffentlichkeit 2007 mit ihrer unsensiblen Aussage: "Das Projekt der Zwei Schulen unter einem Dach wird nicht abgeschafft werden, weil man Äpfel nicht mit Birnen mischen kann. Die Äpfel zu den Äpfeln und die Birnen zu den Birnen." 2010 kündigte sie an, sie doch abschaffen zu wollen, aber nicht indem sie zusammengeführt werden, sondern indem Bosniaken und Kroaten ihre eigenen Schulgebäude bekommen. 

2010 kam es zu einem neuen Anlauf, das Phänomen "von oben" zu regulieren: Im Februar verabschiedete das Parlament von Bosnien und Herzegowina eine Resolution, die über 50 Schulen Zentralbosniens multiethnisch einzurichten. Einschätzungen der Medien zufolge wird auch dieser Versuch erfolglos bleiben (Lowen).

Die Weigerung der Politiker/-innen ist ein Indikator für den zweite Grund des Scheiterns dieses Vorhabens: Die tief verwurzelte Ablehnung der Bevölkerung. Viele Eltern, Schüler/-innen und Lehrer/-innen fühlen, dass die Zusammenführung der Schule ihre ethnische Identität gefährden würde. Sie wehren sich mit allen Mitteln. So wird beispielsweise darauf bestanden, aus Sprachgründen getrennten Unterricht zu haben, obwohl man sich in den Sprachen bosnisch, kroatisch und serbisch problemlos miteinander verständigen kann.

Um dies zu respektieren, betonen die Befürworter der Zusammenführung, dass sie nur auf administrativem Niveau vollzogen werden soll und die ethnische Identität nicht in Gefahr bringt. Zu dem Zweck wurde auch eine Unterscheidung zwischen "ethnisch relevanten" und nichtrelevanten Fächern eingeführt: Zu den ersten zählen Landeskunde, Geschichte und Muttersprache. Zu den letzteren naturwissenschaftliche Fächer wie Biologie, Mathematik, Physik, oder auch Informatik, Kunst, Fremdsprachen und Sport. In den zusammengeführten Schulen besuchen Schüler/-innen aus unterschiedlichen Ethnien den Unterricht gemeinsam, doch wenn es zu Fächern wie Landeskunde, Geschichte und Muttersprache kommt, trennen sie sich. So ist es beispielsweise auch im Brčko-Distrikt oder im Gymnasium Mostar.

Die Stadt Mostar ist immer noch in eine bosniakische und eine kroatische Seite geteilt. Als 2003 von Parlament das Gesetz zur Zusammenführung erlassen wurde, fand die Idee Unterstützung bei der Regierung des Kantons und der Stadt. Im nächsten Jahr wurden die zwei Gymnasien zusammengeführt. Es gibt nun eine gemeinsame Verwaltung (der Schuldirektor Kroate und sein Stellvertretender Bosniake) und einen gemeinsamen Aufenthaltsraum für das Lehrpersonal. Die  Schüler/-innen beider ethnischen Gruppen haben gemeinsamen Unterricht in den neutralen Fächern und können an mehreren außerschulischen Angeboten teilnehmen. Eine Delegation des Europarates hat das Gymnasium besucht und einen sehr positiven Eindruck gewonnen. Laut ihrem Bericht sind Eltern und Schüler/-innen zufrieden mit der Zusammenführung und die Zahl der Eingeschriebenen sei sogar gestiegen (Internal Displacement Monitoring Centre: Two schools under one roof).

 

4.       Schulen als "Schauplatz des Kampfes für ethnische Vorherrschaft"

Mehr als 15 Jahre seit dem Vertrag von Dayton wachsen die Kinder von Bosnien und Herzegowina in größerer Isolation von den anderen ethnischen Gruppen auf, als es jemals ihre Eltern taten. Bis in die 1990er Jahre gingen alle ethnischen Gruppen zusammen zur Schule und lernten nach denselben Lehrplänen, die von der kommunistischen Regierung festgelegt wurden. Kritiker der Zusammenführung argumentieren, dass der gemeinsame Schulbesuch die Völker nicht davon abgehalten hätte, einander anzugreifen, als sie ihre Identitäten als gefährdet empfanden.

Die Einrichtung des Schulsystems ist in Bosnien und Herzegowina keine reine Bildungs-, sondern eine sehr politische Frage. Für die internationale Gemeinschaft handelt es sich bei den getrennten Schulen ganz klar um "eine eklatante Form von Exklusion", "Segregation" und "Diskriminierung" aufgrund von ethnischer Herkunft. Erbitterte Gegner benutzen schwere Worte wie "schulischer Apartheid" (Lowen) oder "einer der schlimmsten Fälle von Segregation in Europa, aus dem eine Generation reif für nationalistische Manipulation hervorgeht" (Emrić). Eine bosnische Journalistin schreibt: "Bosnische Schulen sind zum Schauplatz des Kampfes für die ethnische Vorherrschaft geworden." (Alić) Die OSZE-Mission ist ähnlicher Meinung: Die Schulen werden als Mittel zur Trennung der drei Ethnien instrumentalisiert. Der Menschenrechtsaktivist Nerin Dizdar meint: "Den Jugendlichen wird beigebracht, dass der Andere eine Bedrohung für sie darstellt. Das schafft Ignoranz und Hass und dies sind die Hauptzutaten für zukünftige Konflikte." (Lowen)

Claude Kieffer, Direktor der Erziehungsabteilung der OSZE Mission in Bosnien und Herzegowina, warnt: "Das Fehlen einer Bildungsreform, die die Bürger/-innen zusammenbringt, hat bis jetzt alle anderen Reformversuche unterminiert (...) Das System bringt drei Gruppen von Bürger/-innen hervor, die nichts über die anderen wissen und kein interkulturelles Können haben. Längerfristig gesehen könnte dies zum Zerfall des Landes führen." (Emrić). Wenn drei unterschiedliche Landeskunden, Geschichten und Muttersprachen gelehrt werden, sei die Idee nicht fern, dass man in unterschiedlichen Staaten lebe. Er hat sehr kritische Worte für die lokalen Politiker übrig: "Das einzige, in dem sie sich einig sind, ist, dass es zu keiner Einigung kommen soll. Denn dies ist in ihrem politischen Interesse. Der jetzige Zustand passt ihnen perfekt und das Problem ist, dass auch Eltern diese Ansicht teilen." Die Behauptung, dass gemischte Schulen zu einem Identitätsverlust führen, weist er als Propaganda ab. "Ihre Angst, dass sie ihre Sprache oder Geschichte nicht lernen werden, hat nicht mit der Realität zu tun. Sie verstehen nicht, dass die Schule nur einer von vielen Orten ist, in denen Identität hergestellt wird. Außerdem ist es sinnlos zu behaupten, dass es so etwas wie serbische Mathematik oder kroatische Physik gibt." (Popović)

Doch der Großteil der Bevölkerung möchte die getrennten Schulen nicht abschaffen - aus Nationalstolz, Angst vor neuen Konflikten, weil sie keinen Kontakt mit den anderen haben wollen und vielen anderen Gründen. Und sie haben auch eine starke juristische Grundlage in der Verfassung von Bosnien und Herzegowina: Alle Bürger/-innen haben das unveräußerliche Recht, dass ihre Kinder Unterricht ausschließlich auf Ihrer Muttersprache und nach einem Lehrplan nach der Wahl ihrer Eltern erhalten.

Auch unter den Schüler/-innen sind die Meinungen geteilt: Während die einen keinen Grund für die Trennung sehen, bestehen andere darauf, keinen Kontakt zu den anderen ethnischen Gruppen zu haben oder fürchten sich, dass das Zusammenbringen wieder zu Konflikten führen würde. Der Alltag sieht vielerorts so aus, wie ihn eine 18-jährige Schülerin aus Stolac beschreibt: "Die Leute hier denken, dass es schlecht ist, sich mit Jungen aus der anderen Kultur zu mischen. Wenn du mit ihnen ins Cafe gehst, sagt man dir nach, dass du anders und dumm bist."(Lowen)

 

5.       Wechsel der Denkweise von autoritär zu selbstständig

Neben den "Zwei Schulen unter einem Dach" gibt es noch eine Reihe von wichtigen Themen, welche das Schulsystem von Bosnien und Herzegowina betreffen.

Zum einen ist ein großes Problem, dass die Qualität des Unterrichts unter dem europäischen Standard ist und dass viele Jugendliche deswegen ins Ausland ziehen (Alić). Claude Kieffer hebt hervor: "Die Bildung hier ist weit entfernt vom Europäischen Standard. Die Kinder erwerben nicht das Wissen, das sie im 21. Jahrhundert benötigen." (Popović) Es ist eher eine Regel als eine Ausnahme, dass die Wohlhabenderen, auch die nationalistischen Politiker/-innen, ihre Kinder an ausländische Schulen schicken (Jelin-Dizdar). Die Lehrer/-innen sind schlecht bezahlt, die Infrastruktur ist besonders in ländlichen Gebieten in einem schlechten Zustand und der Zugang zu PCs und Internet sind häufig immer noch ein Privileg.

Zum anderen haben die Lehrer/-innen immer noch einen autoritären Unterrichtsstil. Denn das Bildungssystem in Bosnien und Herzegowina ist immer noch sehr rigide und zwischen Lehrer/-innen und Schüler/-innen herrscht vorwiegend ein hierarchisches Verhältnis. Der Schüler/die Schülerin hat zu lernen und zu gehorchen, und wenn er/sie sich traut, etwas gegen die vielen Missstände zu sagen, wird er/sie mit schlechten Noten bestraft oder ignoriert. Reines Auswendiglernen steht auf der Tagesordnung und zu Diskussionen kommt es selten. Das liegt teilweise daran, dass die Lehrer/-innen während des Studiums nicht gelernt haben, wie ein abwechslungsreicher Unterricht zu gestalten ist. Auf diese Weise wird eine Lern- und Denkweise bei Generationen von Schüler/-innen gefördert, die der Autorität gehorcht und Daten auswendig lernt, der es jedoch schwer fällt, kritisch und selbstständig zu denken. Die Zusammenführung der "Zwei Schulen unter einem Dach" ist nicht der einzige Schritt, der unternommen werden muss, um multiethnisches Zusammenleben unter Jugendlichen zu fördern. Denn erst wenn kulturelle Vielfalt im eigenen selbstständigen Denken verwurzelt ist, wird es auch eine starke Motivation geben, sie zu verwirklichen und nachhaltig zu gestalten. Sonst bleibt sie eine unverständliche Aufgabe, die eine Autorität verordnet hat und die man unter Strafandrohung nur ungern verrichtet.

David Skinner von "Save the Children" weist darauf hin, dass nahezu die Hälfte der weltweit geschlossenen Friedensverträge innerhalb von 5 Jahren scheitert, weil die Bildungssysteme vernachlässigt wurden und bei den Bürger/-innen keine kritische Denkweise fördern. Deswegen wirbt diese Organisation bei der UN dafür, Bildung zu einem obligatorischen Teil der zukünftigen Friedensverträge zu machen (Emrić). Auch UNICEF hat die Notwendigkeit von Reformen erkannt und einen neuen Unterrichtsstil an Grundschulen gefördert. Lehrer/-innen wurden darin dazu ausgebildet, den alten autoritären Zugang zu überwinden. Stattdessen sollen sie die Schüler/-innen in den Mittelpunkt stellen und sie dazu anzuregen, sich aktiv zu beteiligen und kritisch zu denken (UNICEF, Bosnia and Herzegowina).

Zuletzt ist es nicht nur die administrative Trennung von Schulen, die das Ziehen von Grenzen fördert. In den Klassenzimmern hängen religiöse Poster, in der Republika Srpska bis vor kurzem auch Bilder von Kriegsverbrechern wie Radovan Karadzić, und einige Schulen tragen Namen von militärischen Befehlshabern oder Politikern aus dem letzten Krieg (Alić). Ein ernstes Problem sind die Lehrbücher aus "ethnisch empfindlichen" Fächern wie Geschichte, Landeskunde, Religion und die Muttersprachen. Sie sind reich an nationalistischen und intoleranten Aussagen über die anderen Ethnien, besonders, wenn es um den Bürgerkrieg geht. 2006 führte ProMENTE, eine Beratungsagentur für Sozialforschung, eine Analyse von Schulbüchern aus den Nationalfächern der jeweiligen drei Ethnien und kam zum Ergebnis, dass extrem intolerante, nationalistische und hasserfüllte Aussagen vorkommen (ProMENTE: What do we teach our children? Content analysis of textbooks for elementary and secondary schools).

Eine Warnung wird in den letzten Jahren häufig von Analytiker/-innen, Journalist/-innen, Akteuren der Zivilgesellschaft und Vertreter/-innen der internationalen Gemeinschaft ausgesprochen: Dass in den heutigen Bedingungen eine Generation heranwächst, die viel Kontakt mit nationalistischem Gedankengut hat und keinen mit Angehörigen einer anderen ethnischen Gruppe. Diese Jugendlichen sind leichte Beute für nationalistische Politiker. Daher gilt es, sich weiterhin im nicht einfachen Prozess der Verbesserung des Schulsystems in Bosnien und Herzegowina zu engagieren.



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Quellen

Alić, Anes: Bosnia and Herzegowina: Two Schools Under One Roof. 03.06.2008. http://chalkboard.tol.org/bosnia-and-herzegovina

Emrić, Amel: "A generation of... ethnically overfed pupils" 23.08.2009. http://www.msnbc.msn.com/id/32527058/  

Internal Displacement Monitoring Centre: Two schools under one roof: Segregated education persists in Bosnia and Herzegovina (2008). http://www.internal-displacement.org/idmc/website/countries.nsf/%28httpEnvelopes%29/C358A3E34B3F4B50C125720B0035BFC3?OpenDocument

Jelin-Dizdar, Tina: Poziv za ukidanje "dvije skole pod jednim krovom". 21.05.2009. http://www.slobodnaevropa.org/content/podijeljena_skola/1736801.html

Lowen, Mark: Balkan Divisions Survive in Bosnian Schools. BBC, 01.04.2010. http://news.bbc.co.uk/2/hi/8596904.stm

Popović, Predrag: Harmony a long way off in Bosnia´s disunited schools. Balkan Insight 17.10.2006. http://www.b92.net/eng/insight/opinions.php?yyyy=2006&mm=10&nav_id=37398

ProMENTE: What do we teach our children? 15.02.2010. http://www.promente.org/en/node/283