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Winfried Kretschmann

Winfred Kretschmann

Von Erich Kästner stammt der schöne Satz: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ Wie recht er damit hatte, beweisen jedes Jahr tausende Schülerinnen und Schüler, die sich am Sozialen Tag der Jugendorganisation „Schüler Helfen Leben“ beteiligen. Für einen Tag kehren sie der Schule den Rücken und gehen arbeiten für einen guten Zweck.

Auch im vergangenen Jahr haben wieder bundesweit rund 80.000 Jugendliche an der Aktion teilgenommen und auf diesem Weg 1,6 Millionen Euro für soziale Projekte zusammengetragen. Ein stolzes Ergebnis für eine gute Sache! Mein Dank und meine Anerkennung gilt allen, die dazu ihren Beitrag geleistet haben.

Für den Sozialen Tag 2014 in Baden-Württemberg habe ich gerne erneut die Schirmherrschaft übernommen.

Seit 1998 wird die Aktion ausschließlich von Jugendlichen für Jugendliche organisiert, die damit nicht zuletzt jedes Klischee einer angeblich selbstbezogenen jungen Generation eindrucksvoll widerlegen. Mit dem gespendeten Geld werden Projekte vor allem in Südosteuropa unterstützt, die dazu beitragen, Bildungschancen für benachteiligte Kinder und Jugendliche zu eröffnen.

Doch nicht allein die Hilfsempfänger profitieren vom Engagement der Schülerinnen und Schüler. Das Hineinschnuppern in die Arbeitswelt ist auch für die teilnehmenden Jugendlichen eine bereichernde Erfahrung. Es weitet den Horizont, trägt zur beruflichen Orientierung bei und weckt bei manchen vielleicht sogar schlummernde Talente.

Und selbst die Unternehmen, die für den Sozialen Tag Arbeitsplätze zur Verfügung stellen, haben etwas davon. In Zeiten des zunehmenden Fachkräftemangels knüpfen sie auf diese Weise frühen Kontakt zu motivierten jungen Menschen aus ihrer Region.

Ich unterstütze die Aktion auch deshalb, weil es für unsere Gesellschaft von Bedeutung ist, Jugendliche für soziales Engagement zu interessieren. Studien zeigen: Wer sich früh für andere einsetzt, bleibt in der Regel auch im Erwachsenenalter sozial engagiert. Unsere Gesellschaft aber ist auf dieses freiwillige Engagement der Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Es stärkt den Zusammenhalt und sorgt für eine gute soziale Temperatur. Außerdem werden durch engagierte Bürger Werte in die Gesellschaft hineingetragen, die sich auf keinem anderen Wege, etwa von oben herab, verordnen ließen.

Ich wünsche dem Sozialen Tag am 3. Juli 2014 viele helfende Hände, damit er einmal mehr für alle Beteiligten zu einem vollen Erfolg werden kann.

Winfried Kretschmann

Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg

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