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Hannelore Kraft

Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen

Auch 2017 übernimmt Hannelore Kraft die Schirmherrschaft für den Sozialen Tag in Nordrhein-Westfalen. Zum Sozialen Tag 2015 schrieb sie: 

"„Junge Leute sind verwöhnt und egoistisch“ – wohl kaum ein Vorurteil ist ebenso zäh wie ungerecht. Mag es bei einigen jungen Menschen zutreffen, dass ihnen ihr Smartphone näher ist als ihr Banknachbar in der Schule, so nehmen doch die meisten jungen Frauen und Männer ihre Umwelt mit offenen Augen wahr und engagieren sich gern für ihre Mitmenschen, ganz gleich, ob sie in der Nachbar­schaft leben oder Tausende Kilometer entfernt.

Ein besonders schönes Beispiel dafür ist der Soziale Tag des Vereins „Schüler Helfen Leben“. Ursprünglich gegründet für Hilfsgütertransporte während des Bürgerkriegs im ehemaligen Jugoslawien, tauschen die teilnehmenden Schüle­rinnen und Schüler inzwischen einen Tag lang ihre Unterricht und Hausaufgaben gegen echte Jobs, um mit ihren Löhnen Projekte in Albanien, Bosnien und Herze­gowina, im Kosovo, in Mazedonien, Serbien und Jordanien zu unterstützen. Das ist gelebte Verantwortung für Altersgenossinnen und –genossen, die sie möglicher­weise nie kennenlernen werden, deren Schicksal ihnen aber sagt: Wir dürfen nicht wegschauen. Und gerade deshalb, weil wir in Frieden und Wohlstand aufwachsen können, haben wir die Pflicht, denen zu helfen, denen es schlecht geht, die be­nachteiligt und verfolgt sind.

Es ist inzwischen gute Tradition, dass ich Schirmherrin des Sozialen Tags bei uns in Nordrhein-Westfalen bin. Ich danke allen Schülerinnen und Schülern, die beim Sozialen Tag mitmachen. Und weil sie „am Ende des Tages“ unsere Welt ein Stück besser gemacht haben, bin und bleibe ich sehr stolz auf sie."

Hannelore Kraft

Grußwort 2013

Zum Sozialen Tag 2013 schrieb Hannelore Kraft:

"Es ist ein ebenso zähes wie weit verbreitetes Vorurteil, dass junge Menschen heut­zutage einzig und allein nach dem Motto leben: „Wenn jeder an sich selber denkt, ist an alle gedacht.“ Für manche mag das zutreffen, aber längst nicht für alle. Ich mache bei vielen Gelegenheiten ganz andere Erfahrungen – nämlich die, dass viele junge Frauen und Männer, dass viele Schülerinnen und Schüler sehr wohl über den Tellerrand hinausblicken und sich mit großem Herzen für ihre Mit­menschen stark machen, ganz gleich, ob sie nur Hunderte Meter oder Tausende Kilometer entfernt leben.

Ein besonders schönes Beispiel dafür ist der Soziale Tag des Vereins „Schüler helfen Leben“. Wer bisher nicht glauben wollte, dass Schülerinnen und Schüler einen sehr stark ausgeprägten Gemeinsinn haben, der sollte sich nur einmal an­sehen, in welche Winkel der Erde ihr Engagement reicht: Denn zum Balkan ist nun Jordanien dazu gekommen, ein Land, in das sich viele Menschen aus Syrien ge­rettet haben – darunter viele Kinder und Jugendliche, die schon so früh unter den Folgen eines grausamen Krieges leiden müssen. Dass ihnen selber dieses Schick­sal erspart geblieben ist, heißt für Zehntausende Schülerinnen und Schüler hier zu Lande jedoch nicht, sich zurück zu lehnen: Sie helfen mit dem Sozialen Tag und direkt vor Ort mit, ihren Altersgenossinnen und –genossen aus Syrien ein besseres Leben zu ermöglichen.

Als Schirmherrin des Sozialen Tags bei uns in Nordrhein-Westfalen danke ich Ihnen dafür mit großem Respekt vor Ihrem Engagement. Allen, die sich noch über­legen, beim Sozialen Tag 2013 mitzumachen, bitte ich, das zu tun. Sinnvoller kann man einen Tag wohl kaum verbringen."

Hannelore Kraft