Freitag - Check in und Eröffnung
Das Ver.di Gebäude glänzt in der Sonne, die Eingangshalle ist groß und geräumig. Freiwillige, Vorstand und Betreuer beäugen kritisch und staunend die für das Projektauswahltreffen zur Verfügung stehende Location. Noch sind der große Saal und die Seminarräume leer, noch ist es leise. Die Ruhe vor dem Sturm.
Es bleiben nur noch wenige Stunden, um alles für die Ankunft von 270 Teilnehmern aufzubauen - Check-In, Sitzreihen, Banner, Stellwände...
Um 14:00 Uhr ist es soweit: Die ersten Schülergruppen, von den Betreuern am Bahnhof Ost abgeholt, trudeln ein. Die meisten stellen nur ihr Gepäck ab und ziehen mit den Betreuern gleich wieder los: Berlintour oder Schnitzeljagd mit Hilfe von Nokiahandys!
Mit der Ruhe ist es nun definitiv vorbei. Bis 18:00 Uhr ist das Ver.di Gebäude mit den Stimmen von ca. 300 Leuten erfüllt und in der Eingangshalle stapelt sich das Gepäck. Der Check-In verlief mehr oder weniger reibungslos, letztendlich haben aber doch alle eines der blauen "Schüler Helfen Leben" Bänder ums Handgelenk und einen Jutebeutel mit Programm des Wochenendes, Luftballons und nagelneuem SHL-Kugelschreiber in der Hand.
Um 18:30 Uhr dann endlich die offizielle Begrüßung: "Willkommen in Berlin, willkommen beim Projektauswahltreffen - eure Stimme zählt! Ihr seid hier um das Projekt zu wählen, welches von den Geldern des Sozialen Tages 2009 gefördert werden soll!" Auf eine kurze thematische wie auch organisatorische Einführung folgte dann endlich Abendessen. Nachdem alle ihren Hunger gestillt haben, geht es mit vollen Bäuchen ab in den ersten Programmpunkt dieses Wochenendes: In Kleingruppen gibt es zur Verdauung zunächst Kennlernrunden und Aufwärmspiele, um dann wieder einigermaßen fit in die Balkanreise einzutauchen. Dazu finden sich in der großen Halle zu sämtlichen Ländern Südosteuropas kleine Stationen. Neben Fotoreisen in die jeweiligen Regionen gibt es zum Teil auch kulinarische und sogar musikalische Einblicke. An einem Stand wird zu traditionellen Liedern getanzt, am nächsten berichten Jugendliche aus Bosnien-Herzegowina oder dem Kosovo von ihrem Leben im ehemaligen Jugoslawien.
So klingt der Anreisetag eigentlich ganz gemütlich aus, wäre da nicht: genau, der Transport vom Ver.di Haus zur Jugendherberge... 270 Teilnehmer, vier Busse und ein Sprinter für das Gepäck. Wie auch immer, am Ende sind alle Teilnehmer inklusive Gepäck heil auf ihren Zimmern. Und diejenigen, die es noch nicht müde ins Bett treibt, genießen den restlichen Abend mit anderen Teilnehmern im Aufenthaltsraum der Jugendherberge.
Währenddessen im Ver.di Haus: leere Flaschen, Stellwände, Stühle - Betreuer und Organisatoren sind damit beschäftigt, klar Schiff zu machen. Mit der Hoffnung, dass am nächsten Tag alle motiviert und gut gelaunt bei der Sache sind und der Frage, welches der sechs Projekte wohl gewählt wird, brechen auch sie endlich auf, um wenigstens noch ein paar Stunden Schlaf zu bekommen!











