Schüler wollen was bewegen
1992 gingen die Bilder vom Krieg in Südosteuropa um die Welt. Auch einige Jugendliche in Bad Kreuznach sahen die Szenen im Fernsehen und beschlossen schockiert: Wir wollen helfen - und zwar schnell und unkompliziert. Vor allem die Kinder und Jugendlichen, die in Flüchtlingslagern in den Krisenregionen leben mussten, wollten sie unterstützen.
Gesagt, getan: Die Schüler wurden aktiv, trommelten Gleichaltrige zusammen, sammelten Hilfsgüter und organisierten Privatautos für den Transport. Doch damit endete das Engagement nicht, die Initiative setzte sich weiter ein. Für den Aufbau von Schulen und Kindergärten beispielsweise, um damit wenigstens eine feste Konstante in dem von Zerstörung und Angst gezeichneten Leben der Kinder und Jugendlichen zu garantieren. Sie sammelte Hilfsgüter an deutschen Schulen, brachte es mit der Aktion ?Jeder Schüler eine Mark? auf 1,5 Millionen Mark Spendengeld und organisierten Wiederaufbauprojekte. Schon damals stellten die Jugendlichen die Unterstützung vom Anfang bis zum Ende in Eigenregie auf die Beine.
Aus diesen ersten Hilfsaktionen entstand 1994 der Verein SCHÜLER HELFEN LEBEN. Vier Jahre später riefen die Aktiven den Sozialen Tag ins Leben, der noch heute die Solidarität mit Gleichaltrigen symbolisiert. Jahr für Jahr wurde der Aktionsradius erweitert, es beteiligten sich immer mehr Schulen und Jugendliche.
Das Engagement des Vereins reicht jedoch auch heute noch weit über den Sozialen Tag hinaus: Nach wie vor starten regelmäßig Hilfstransporte in Richtung Südosteuropa und viele Jugendliche werden durch ein Freiwilliges Soziales Jahr aktiv - in Deutschland oder direkt vor Ort.













